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Österreich: Neugeschäftsvolumen bei fondsgebundener LV rückläufig
17. Mai 2016

Österreich: Neugeschäftsvolumen bei fondsgebundener LV rückläufig

Der Markt der fondsgebundenen Lebens- und Pensionsversicherung (FLV) in Österreich ist bereits seit längerem rückläufig, dies zeigt auch die Umfrage „FLV-Update 2015“ der Unternehmensberatung Willis Towers Watson. Demzufolge war der Rückgang im vergangenen Jahr besonders von stark sinkenden Einmalbeiträgen beeinflusst.


Das Neugeschäftsvolumen in der fondsgebundenen Lebens- und Pensionsversicherung (FLV) in Österreich betrug 2015 rund 194 Mio. Euro und fiel damit um rund 19% gegenüber dem Vorjahr. Das ergibt die Umfrage „FLV-Update 2015“ der Unternehmensberatung Willis Towers Watson. Demzufolge war der Rückgang im Wesentlichen von erneut stark sinkenden Einmalbeiträgen beeinflusst. So gingen die fondsgebundenen Produkte gegen Einmalertrag im Jahr 2015 um 30% auf 113 Mio. Euro zurück (2014: 160 Mio. Euro). Die laufenden Prämieneinnahmen inklusive Zukunftsvorsorge (Altersvorsorge) lagen dagegen mit 81 Mio. Euro knapp über dem Vorjahresniveau (80 Mio. Euro). Die Gesamtprämieneinnahmen beliefen sich, wenn man die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge nicht mit einrechnet, auf rund 182 Mio. Euro und verloren damit 17% im Vergleich zum Vorjahr. Auf Garantieprodukte, ebenfalls exklusive Zukunftsvorsorge, entfielen innerhalb der fondsgebundenen Lebensversicherung 48% der neu eingelösten Policen und damit 2% weniger als im Jahr 2014. Dagegen stieg laut FLV-Update der Anteil fondsgebundener Produkte mit Garantien von 25 auf 35%.

Ungebundene Strukturvertriebe und Makler gewinnen an Bedeutung

Über den Ausschließlichkeits- und gebundenen Strukturvertrieb wurden 2015 insgesamt 47% und damit die meisten Verträge im österreichischen Fondspolicenmarkt abgeschlossen. Der ungebundene Strukturvertrieb lag laut der Umfrage mit 35% auf dem zweiten Platz, gefolgt vom Bankvertrieb mit 18%. „Die Anteile der wichtigsten Vertriebswege haben sich im Vergleich zu den Vorjahren ein wenig verschoben, und ungebundene Strukturvertriebe und Makler konnten wieder etwas zulegen“, kommentiert Dr. Markus Orasch, Leiter der Versicherungsberatung bei Willis Towers Watson in Österreich und Autor der Studie. (ad)





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