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Die großen Finanzvertriebe legen zu und strecken sich nach Nachwuchs
17. Juli 2017

Die großen Finanzvertriebe legen zu und strecken sich nach Nachwuchs

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) ist mit Abstand der Marktführer unter den deutschen Allfinanzvertrieben. Auf der aktuellen „Cash-Hitliste” der Allfinanzvertriebe folgen MLP, OVB und Swiss Life Select. Alle vier konnten im vergangenen Jahr beim Umsatz zulegen. Wie erfolgreich die Unternehmen aber in Zukunft sein werden, wird auch davon abhängen, inwieweit junge Nachwuchsberater gewonnen werden können.


Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat das Jahr 2016 so erfolgreich wie nie zuvor abgeschlossen. Mit 1,31 Mrd. Euro, einem Plus von 4,1%, erzielte das Unternehmen wieder einen neuen Rekord beim Umsatz. Entsprechend führt die DVAG auch die „Cash-Hitliste 2017 der Allfinanzvertriebe“, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, in gewohnter Weise und mit Abstand an. Auf den folgenden Plätzen finden sich MLP, Swiss Life Deutschland – mit ihren Endkundenvertrieben Swiss Life Select, Tecis, Horbach und Deutsche Proventus – und OVB (mit Ausland). MLP als Zweitplatzierter auf der Liste erzielte Provisionserlöse von etwas über 570 Mio. Euro und damit ein Plus von 10,9%. Die Vertriebe von Swiss Life Deutschland steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,7%, und die OVB um 3,2%. Bei der deutschen OVB lagen die Gesamtvertriebsprovisionen laut Unternehmensangaben auf Vorjahresniveau.

Auf Platz 5 der Cash-Hitliste landete Dr. Klein mit Provisionserlösen von 104,6 Mio. Euro. Dahinter folgen auf den Plätzen 6 bis 10 Telis Finanz, Bonnfinanz, Global Finanz, Mayflower/Formaxx und A.S.I. Wirtschaftsberatung. Mit Ausnahme von Mayflower/Formaxx (-18,6%) konnten alle Top-Ten-Vertriebe bei den Provisionserlösen zulegen.

Zuwachs an Beratern

Der wichtigste Faktor für die weitere Entwicklung der Unternehmen wird auch künftig sein, wie viele Berater sie für sich gewinnen können. Im vergangenen Jahr haben zumindest die drei größten Vertriebe laut Cash-Recherchen zugelegt. Wie cash-online am 13.07.2017 berichtete haben DVAG, MLP und die Endkundenvertriebe der Swiss Life Deutschland insgesamt 655 neue Berater gewonnen.

Anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen 2016 hatte die DVAG, die erst vor kurzem zum zehnten Mal in Folge im Karriere-Rating von ASSEKURATA das bestmögliche Resultat erhielt, verlauten lassen, dass sie ihre Vertriebsorganisation um weitere 430 hauptberufliche Vermögensberater ausbauen konnte. Die Anzahl der Direktionen und Geschäftsstellen wuchs damit auf über 3.400. Die Fluktuation läge bei geringen 3%. Zudem seien 80% der neuen Vermögensberater jünger als 35 Jahre. Dabei stehen bei der DVAG auch immer Frauen im Fokus. So fand in diesem Jahr erstmals ein bundesweiter Frauenkongress nur für die DVAG-Vermögensberaterinnen statt. 400 Frauen haben daran teilgenommen.

Die Anzahl der Berater und die Nachwuchsgewinnung sind auch zentrale Strategiefelder der anderen großen Vertriebe. So will MLP nach eigenen Aussagen den Hochschulbereich noch einmal stärken, einerseits um junge Kunden zu gewinnen, andererseits um junge Berater anzusprechen. Das Ziel lautet, die Präsenz zu erhöhen die Neukunden- und Beratergewinnung zu beschleunigen.

Die Generation Y zu erreichen, ist auch das Ziel der OVB Deutschland. Finanzvermittler könnten sich Arbeits- und Freizeit individuell einteilen, seien nicht an einen bestimmten Standort gebunden und leisteten mit ihrer Arbeit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, so Christian Höfel, Vertriebsvorstand der OVB Deutschland in einem Interview mit AssCompact vor Kurzem. So sei man zuversichtlich, dass man auch die nächsten 50 Jahre Finanzvermittler für das eigene Unternehmen begeistern könne. Aktuell bewege man sich mit rund 1.300 Finanzvermittlern auf einem stabilen Niveau. (bh)





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