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Versicherer besetzen CEO-Positionen überwiegend mit Brancheninsidern
13. Oktober 2014

Versicherer besetzen CEO-Positionen überwiegend mit Brancheninsidern

Die internationale Personalberatung Russell Reynolds Associates hat den beruflichen Hintergrund und Werdegang von CEOs und Vorstandsvorsitzenden in der internationalen Versicherungswirtschaft untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass überwiegend auf Managementnachwuchs aus den eigenen Reihen gesetzt wird und Frauen auf Führungsebene nicht zu finden sind.


Die internationale Versicherungsindustrie hat in den vergangenen Jahren einen fundamentalen Veränderungsprozess durchlaufen und sich strukturell wie personell neu ausgerichtet. Bei dem heute amtierenden Führungspersonal setzen die verantwortlichen Aufsichtsräte allerdings weiter auf Managementnachwuchs aus den eigenen Reihen: So wurden knapp zwei Drittel der aktuellen Spitzenpositionen mit Kandidaten besetzt, die sich ihre Sporen vorwiegend oder sogar ausschließlich innerhalb der Assekuranz erworben haben. Das ist ein Ergebnis der Analyse „Insurance CEOs – Route to the Top: DNA of Top Performers & Recent Shifts in CEO Profiles“ der internationalen Personalberatung Russell Reynolds Associates. Fällt die Wahl doch einmal auf einen branchenfremden Kandidaten, dienen Managementberatungen als größter Talentpool: Knapp jeder vierte der seit 2012 neu ernannten CEOs war vorher Partner in einer Unternehmensberatung.

Chefsessel sind immer noch Männerdomäne

Gleichzeitig werden der Analyse zufolge die Vorstandsetagen der Versicherer immer internationaler. Auf Holdingebene haben über die Hälfte der neuen CEOs vor ihrem Sprung an die Spitze langjährige Auslandserfahrungen in operativen Funktionen gesammelt. Eine Stufe darunter, in den Divisionen und Landesgesellschaften, weisen immerhin noch rund die Hälfte der Topmanager eine internationale Karrierestation auf. Dafür sind die Chefsessel der Versicherer noch immer fast lupenreine Männerdomänen. Unter den 38 in die Analyse einbezogenen CEOs auf Gruppenebene findet sich keine einzige Frau. Mit lediglich einer weiblichen Vorstandsvorsitzenden stellt sich die Situation bei den 27 untersuchten Tochterunternehmen kaum besser dar. Ein weiteres Ergebnis: Aufsichtsräte definieren den langfristigen Aufbau geeigneter interner CEO-Kandidaten als zentrale strategische Aufgabe.

Finanzkrise forcierte CEO-Generationswechsel

Darüber hinaus beleuchtet die Analyse von Russell Reynolds Associates, was die „Topperformer“ unter den Versicherungs-CEOs auszeichnet. Hier zeigt sich: Fast drei Viertel der überdurchschnittlich erfolgreichen Versicherer haben in der Finanzkrise 2008 und 2009 einen neuen Mann an der Spitze installiert. Zudem hatten die CEOs der besonders erfolgreichen Branchenvertreter vor dem Sprung an die Spitze überproportional häufig eine Führungsfunktion im Bereich Finanzen bzw. im Business Development oder im Risk Management bzw. Aktuariat inne.

Über die Studie

Die Analyse „Insurance CEOs – Route to the Top: DNA of Top Performers & Recent Shifts in CEO Profiles“ der internationalen Personalberatung Russell Reynolds Associates untersucht den beruflichen Hintergrund und Werdegang von 65 CEOs bzw. Vorstandsvorsitzenden der wichtigsten Unternehmen der internationalen Versicherungswirtschaft – inklusive der 38 Gruppen-CEOs und 27 CEOs von Untereinheiten – und setzt deren Karriereprofil in Relation zur wirtschaftlichen Performance des Unternehmens. (ad)





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