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„Die Emotion ist zweifellos wieder in die Märkte zurückgekehrt“

Gier und Panik sind ständige und teure Begleiter an den Finanzmärkten. Nicht nur Anleger selbst, sondern auch Berater sollten daher über Börsenpsychologie Bescheid wissen. Das Beratungsunternehmen sentix Asset Management erforscht und nutzt sie seit vielen Jahren. Welche psychologischen Fehler dringend vermieden werden sollten und wie es um die aktuelle Verfassung bestellt ist, erläutert Geschäftsführer Patrick Hussy im Gespräch mit AssCompact.

<p class="frage"><b>Herr Hussy, welche psychologischen Fehler machen Anleger besonders h&auml;ufig?</b></p>
<p>Die Fakten nicht objektiv, sondern sehr subjektiv zu bewerten. In der Fachsprache nennt man dieses Ph&auml;nomen &bdquo;selektive Wahrnehmung&ldquo;. Es liegt in der Natur des Menschen und damit auch der Anleger, dass sie vor allem nach den Informationen und Nachrichten suchen, die zu ihrer bereits vorhandenen Meinung passen. Finden Anleger eine Aktie ohnehin gut, lesen sie vor allem die positiven Nachrichten bzw. ziehen sich die positiven Aspekte aus Unternehmensmeldungen heraus, die sie in ihrer Meinung best&auml;tigen. Negative Punkte oder auch andere Meinungen werden stattdessen ausgeblendet.</p>
<p class="frage"><b>Welche Fehler machen Anleger noch besonders h&auml;ufig?</b></p>
<p>Ein Fehler, der ebenfalls besonders h&auml;ufig vorkommt, ist die Selbst&uuml;bersch&auml;tzung. Viele Neuanleger folgen ihrem Herdentrieb in Aufw&auml;rtsphasen an den M&auml;rkte. In solchen Phasen laufen die Investments in aller Regel erst einmal ziemlich gut. Da Erfolg Recht gibt, steigt das Vertrauen in die eigene Anlagestrategie. Und wenn das Zutrauen an die eigene Prognosef&auml;higkeit viel zu stark ausgepr&auml;gt ist, verleitet dies zu immer gr&ouml;&szlig;eren Positionen. Oftmals starten die Anleger mit kleinen Aktienquoten. Wenn das eine Weile gut gegangen ist, werden dann zu h&ouml;heren Kursen die Quoten erh&ouml;ht. Das Geldverdienen scheint einfach. Durch den Nachkauf zu relativ hohen Kursen steigt der durchschnittliche Einkaufskurs deutlich an, sodass viele Anleger trotz langer Erfolgsphasen selbst bei kleineren R&uuml;ckschl&auml;gen oft schon ins Minus geraten &ndash; geschweige denn bei gr&ouml;&szlig;eren R&uuml;cksetzern.</p>
<p class="frage"><b>Sich dem Trend an den M&auml;rkten anzuschlie&szlig;en, kann sich aber </b><b>auch auszahlen. Wie sinnvoll ist es, sich zeitweise auf die</b><b> Seite der Masse zu stellen?</b></p>
<p>Hier muss man unterscheiden zwischen der Weisheit der vielen und der Verr&uuml;cktheit der Massen. Beides geh&ouml;rt zu den M&auml;rkten von Natur aus dazu. Einerseits hat eine gro&szlig;e Masse in normalen Phasen ein relativ gutes Gesp&uuml;r. Eine heterogene Gruppe gibt meist bessere Sch&auml;tzungen ab als der beste Einzelexperte. Auf diese Weisheit der vielen zu vertrauen, ist sinnvoller, als die eigenen Kenntnisse und F&auml;higkeiten zu &uuml;bersch&auml;tzen. Allerdings gibt es nat&uuml;rlich auch Phasen, in denen die Masse verr&uuml;ckt spielt und dann entweder die Gier oder die Panik regiert. In diesen Phasen sollte man sich als Anleger nat&uuml;rlich nicht von der emotionalisierten Masse leiten lassen.</p>
<p class="frage"><b>Wie l&auml;sst sich erkennen, ob ein Markt &uuml;ber- oder untertreibt?</b></p>
<p>Indem man das Anlegerverhalten m&ouml;glichst umfassend und objektiv misst und auswertet. sentix tut dies seit 2001 durch eine w&ouml;chentliche Kapitalmarktumfrage. Dadurch ist mittlerweile eine lange und verl&auml;ssliche Datenbasis &uuml;ber das Anlegersentiment vorhanden. Das sorgt f&uuml;r zuverl&auml;ssige Prognosen, die aus dem aktuellen Sentiment abgeleitet werden k&ouml;nnen. Die Umst&auml;nde an den Kapitalm&auml;rkten &auml;ndern sich, das Anlegerverhalten bleibt gleich. Zu einzelnen Kapitalmarktsituationen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an historisch vergleichbaren Datenkonstellationen, die uns eine verl&auml;ssliche Prognose mit hohen Trefferquoten von bis zu 70 oder 80% erm&ouml;glicht.</p>
<p class="frage"><b>Wie sieht die Stimmung aktuell aus?</b></p>
<p>Sehr interessant. Wir kommen gerade aus einer Phase der Lethargie. Lange Zeit herrschte bei den Anlegern eine relativ gro&szlig;e Emotionslosigkeit. Das hat sich zuletzt allerdings ge&auml;ndert. Das Sentiment f&uuml;r die meisten Aktienm&auml;rkte ist deutlich eingebrochen. In unserer Umfrage Ende Juni haben wir mehrere 52-Wochen-Tiefs gemessen. Die Stimmung f&uuml;r deutsche Aktien ist sogar auf das niedrigste Niveau seit Februar 2016 gefallen. Statistisch wird damit der Boden f&uuml;r steigende Kurse gelegt. Die Emotion ist also zweifellos wieder in die M&auml;rkte zur&uuml;ckgekehrt.</p>
<p class="frage"><b>Warum haben wir trotz Rekordkursen keine Euphorie?</b></p>
<p>Die Nachrichtenlage rund um die Folgen einer m&ouml;glichen Zinswende oder auch die &Auml;ngste vor der Politik von Donald Trump haben eine gro&szlig;e Skepsis der Anleger zur Folge. Wir messen eine zunehmend negative Stimmung an den M&auml;rkten &ndash; und das, obwohl weiterhin ein relativ gro&szlig;es Vertrauen in die Konjunktur vorhanden ist. Normalerweise w&uuml;rden solch hohe B&ouml;rsenkurse eher Euphorie verursachen, was jedoch im Moment v&ouml;llig ausbleibt. Deswegen sind wir bei den eigenen Fonds derzeit auch recht offensiv aufgestellt. Beim sentix Risk Return -A- liegt die Aktienquote derzeit bei fast 70%. Und das, obwohl die Investitionsquote vor Kurzem noch bei nahezu 0% lag. Kritisch wird es immer dann, wenn die Masse der Anleger stark investiert und relativ euphorisch wird. Denn dann besteht kaum noch positives &Uuml;berraschungspotenzial. Dies ist aktuell nicht der Fall. Wir rechnen mit steigenden Kursen.</p>
<p class="frage"><b>sentix selbst nutzt Behavioral Finance beim Management eigener Fonds. Was bedeutet das konkret?</b></p>
<p>Zun&auml;chst nat&uuml;rlich, dass wir uns so weit es geht von subjektiven Einsch&auml;tzungen frei machen. Wir ermitteln die Stimmungen der Anleger durch unsere w&ouml;chentliche Kapitalmarktumfrage &ndash; quasi in Echtzeit &ndash;, und das seit vielen Jahren sehr systematisch. In unserem Investmentansatz geht es darum, Muster im Anlegerverhalten zu identifizieren, die auf eine g&uuml;nstige Gelegenheit hinweisen. Wir untersuchen dabei die Schl&uuml;sselgr&ouml;&szlig;en Sentiment und Grundvertrauen, Marktpreise und Investmentthemen und vertrauen stark auf unsere langj&auml;hrig erprobten Modelle zur Sentiment-Analyse. Zeigen unsere Indikatoren starken Pessimismus, lohnt es sich in aller Regel, kontr&auml;r zu denken und die eigenen &Auml;ngste zu &uuml;berwinden. Herrscht an den M&auml;rkten Euphorie, gilt es diese kritisch zu hinterfragen und die Investitionsquoten niedrig zu halten. Wir managen vier eigene Publikumsfonds und betreuen zahlreiche institutionelle Mandate nach den Grunds&auml;tzen der Behavioral Finance.</p>
<p class="frage"><b>Wie macht man sich als Fondsmanager frei von Emotionen?</b></p>
<p>Auch bei uns handeln letztlich Menschen. Deshalb haben wir uns ein gutes Ger&uuml;st gegeben, das uns in unserem Entscheidungsverhalten hilft. Wir gehen sehr diszipliniert vor und befolgen unser Regelwerk, sowohl im Research wie auch im Risikomanagement. Aufgrund der langj&auml;hrigen positiven Erfahrungswerte aus den Modellen f&auml;llt es uns leichter, uns konsequent an den Modellen und ihren Ergebnissen auszurichten.</p>
<p class="frage"><b>K&ouml;nnen Sie in Ihren Fonds auch Shorts nutzen?</b></p>
<p>Das kommt auf das Produkt an. Im sentix Fonds Aktien Deutschland, der bewusst eine hohe Korrelation zum Dax aufweist, versuchen wir durch geschickte &Uuml;ber- und Unter&shy;gewichtungen einen Mehrwert zum Index zu erzielen. Echte Shorts sind in diesem Fonds ausgeschlossen. Beim sentix Risk Return -A- erwarten die Investoren dagegen nicht, dass der Fondsmanager am Index klebt, sondern unabh&auml;ngig von einer Benchmark attraktive Renditen erzielt. Da k&ouml;nnen auch Shorts der Weg zum Ziel sein. Bei den Total-Return-Produkten sentix Total Return -defensiv- und sentix Total Return -offensiv- steht Sicherheit an erster Stelle. Da es in dieser Fondskategorie darum geht, eine Wertuntergrenze zu sichern, werden sehr risikokontrolliert Chancen bei unterschiedlichen Asset-Klassen genutzt. Dies kann situativ bedeuten, dass wir auf steigende wie auch fallende M&auml;rkte setzen. Durch die Wertuntergrenze bekommen Investoren eine gewisse Planungssicherheit und Absicherung &ndash; auch in unsicheren B&ouml;rsenzeiten.</p>
<p class="frage"><b>Wie flexibel agieren Sie beim Management der Fonds?</b></p>
<p>Sehr flexibel. Wie schon angesprochen haben wir beim sentix Risk Return -A- die Aktienquoten zuletzt deutlich erh&ouml;ht. Bei diesem Fonds kann der Investitionsgrad zwischen plus 130% und minus 50% variieren. Das ist eine enorm gro&szlig;e Bandbreite, die wir auch aktiv ausnutzen. Risiken werden dann eingegangen, wenn diese aus unseren Analysen heraus bezahlt werden. Umgekehrt halten wir uns dann auch fern, wenn hohe R&uuml;ckschl&auml;ge wahrscheinlich sind. Wir streben mit diesem Ansatz ein Ertragsziel von 7,5% per anno an, was dem langj&auml;hrigen Schnitt einer Aktienanlage entspricht, jedoch mit deutlich geringeren Risiken. Wichtig ist dabei aber, dass man sich nicht von Emotionen wie Euphorie oder Panik leiten l&auml;sst, sondern die Entscheidungen auf objektiven Fakten beruhen. Kontr&auml;r zu denken und zu handeln, lohnt sich. Das gilt f&uuml;r uns genauso wie f&uuml;r Berater oder Kleinanleger.</p>
<p>Das Interview lesen Sie auch in AssCompact 08/2017, Seite 48 f.</p>
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Ein Artikel von
Patrick Hussy

Swisscanto lanciert neue Tranche des nachhaltigen Wasserfonds

Knapp einen Monat vor dem zehnjährigen Jubiläum des nachhaltigen Wasserfonds Swisscanto (LU) Equity Fund Global Water Invest hat Swisscanto eine neue Tranche für Privatanleger aufgelegt. Sie schüttet die Gewinne aus, statt sie wieder anzulegen.

<p>Mit der Auflage einer neuen Fondstranche ermöglicht Swisscanto nun auch privaten Investoren des nachhaltigen Wasserfonds, die Gewinne ausgeschüttet zu bekommen. Die neue Anteilsklasse des Swisscanto (LU) Equity Fund Global Water Invest werde dem Anliegen zahlreicher Vertriebspartner und Anleger gerecht, die eine jährliche Ausschüttung der thesaurierenden Variante vorziehen. </p><h5>Ausschüttung jeweils Anfang April</h5><p>Die neue Tranche startet mit einem Emissionspreis von 100 Euro. Die erste Berechnung des Nettoinventarwerts (NAV) erfolgt am 23.08.2017. Die jährliche Ausschüttung ist für Anfang April geplant, da das Rechnungsjahr des Fonds jeweils am 31.03. endet. Swisscanto will mit der Tranche an den Erfolg der thesaurierenden Variante anknüpfen, die in einem Jahrzehnt auf ein Volumen von knapp 200 Mio. Euro angewachsen ist.</p><h5>Investment mit Zukunft</h5><p>Der Schritt soll zudem ein Statement dafür sein, dass Swisscanto weiterhin von der Notwendigkeit und vom Erfolg nachhaltiger Wasserinvestments überzeugt ist und dass die Gesellschaft darin ein Investment mit Zukunft sieht. Durch das anhaltende weltweite Bevölkerungswachstum werde Wasser schließlich immer mehr zu einer knappen Ressource, obwohl es für alle Menschen absolut lebensnotwendig und nicht ersetzbar ist. Deshalb stellen Investitionen in schonende Wassernutzung und -aufbereitung laut Swisscanto heute und in Zukunft einen wichtigen Bestandteil zum Erhalt der weltweiten Lebensgrundlagen dar. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/541B1BF7-B518-4C2F-A250-0E9219B87E8C"></div>

 

PSV Fondsberatung lanciert eigenen Mischfonds

Mischfonds zählen seit Monaten zu den Bestsellern im Fondsvertrieb. Davon will nun auch die PSV Fondsberatung mit einem eigenen Produkt profitieren. Der PSV KONSERVATIV streut das Vermögen über mehrere Anlageideen und Fondsmanager.

<p>Die PSV Fondsberatung GmbH legt gemeinsam mit der Service-KVG HANSAINVEST den PSV KONSERVATIV auf. Der Mischfonds setzt sich aus einem breit diversifizierten Portfolio über unterschiedliche Anlageideen und Fondsmanager zusammen. Er soll Kunden in bewegten, unsicheren und unruhigen Märkten, die durch permanente Veränderungen geprägt sind, ein konservatives Gesamtpaket bieten. „Dieses wird immer den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Der neue Fonds soll es ermöglichen, auch in Niedrigzinsphasen interessante Renditen bei einem überschaubaren Risiko zu erzielen“, so Jürgen Sarauer, Geschäftsführer der PSV Fondsberatung. </p><h5>Auch Gold im Fokus</h5><p>Um die Ziele zu erreichen, stehen unter anderem aktiv gemanagte und vermögensverwaltende Fonds, ETFs sowie Gold im Fokus. Hinzu kommen Absicherungsinstrumente und eine Cash-Position. Um als Investment infrage zu kommen, müssen Fonds zum Zeitpunkt des Erwerbs eine bessere Wertentwicklung als ihre Vergleichsindizes erwarten lassen. Zudem achtet die PSV Fondsberatung auf die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmendaten.</p><h5>Kooperation mit Netfonds </h5><p>Bei der Auslagerung der Fondsinfrastruktur vertraut die PSV Fondsberatung auf Netfonds. „Netfonds ist als langjähriger Experte am Markt etabliert und verantwortet für uns unter anderem die Haftungsübernahme oder das Portfolio Management. Gleichzeitig erfolgt die Beratung des Fondsvermögens in gemeinsamer Abstimmung“, erklärt Sarauer. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/3E46368A-B99F-4C68-8B9F-CB57F541C882"></div>

 

Deutsche wissen nur wenig über Anlagechancen

Mehr als der Hälfte der Deutschen ist sich nicht bewusst, dass Zinsen und Dividenden unabhängig von Kapitalmarktschwankungen ausgezahlt werden. Das geht aus dem aktuellen Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management hervor.

<p>Viele Deutsche scheuen Kapitalmarktinvestments, da sie Angst vor Schwankungen und damit verbundenen Verlusten haben. Sie wissen nicht, dass Kapitalmarktprodukte wie Aktien oder Anleihen regelmäßige Erträge in Form von Dividenden oder Zinsen generieren, die unabhängig von Börsenschwankungen ausgezahlt werden. Laut dem aktuellem Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management ist dies 57% der Bundesbürger nicht bekannt. Bei den weiblichen Befragten sind es mit 65% sogar rund zwei Drittel der Befragten. </p><h5>Regelmäßige Erträge als Puffer</h5><p>„Viele Deutsche wünschen sich regelmäßige Ausschüttungen – das macht ja auch Sparprodukte und Tagesgelder so beliebt. Heute ist es für das Erreichen der Anlageziele aber unabdingbar, auf die Ertragskraft der Kapitalmärkte zu setzen, denn im Niedrigzinsumfeld zehren Sparprodukte nach Abzug der Inflation real das eingesetzte Ersparte auf“, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing und PR bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Wer wisse, dass auch Aktien und Anleihen regelmäßige Erträge liefern und diese unabhängig vom aktuellen Kapitalmarktumfeld ausschütten, könne den Marktschwankungen viel gelassener entgegensehen. Die Ausschüttungen wirken schließlich wie ein Puffer.</p><h5>Keine komplizierten Finanzprodukte</h5><p>Anleger sollten sich laut J.P. Morgan Asset Management auch bewusst machen, dass Aktien und Anleihen kein kompliziertes Finanzprodukt, sondern eine Anlage in ein Wirtschaftsunternehmen sind. „Als Aktionär ist man am Unternehmenserfolg beteiligt und erhält bei vielen Aktien eine Dividende – also eine jährliche Gewinnausschüttung. Die Unternehmen des Deutschen Aktienindex Dax schütteten 2017 beispielsweise über 30 Mrd. Euro aus“, erläutert Bradtmöller. Und auch bei Anleihen gebe es nach wie vor Segmente, die noch höhere Renditen als die 0,5% von deutschen Staatsanleihen bieten. Das passende Investitionsinstrument seien Income-Fonds, die das Anlegergeld automatisch auf verschiedene Aktien und Anleihen streuen. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/A7BFDDD8-7506-4B46-9398-0EFAAFBD94D8"></div>

 

ETF-Anleger erhöhen Risikobereitschaft

Der ETF-Markt präsentiert sich laut einer aktuellen Auswertung von Lyxor Asset Management stabil. Dabei gehen die Käufer wieder vermehrt ins Risiko. Nachdem die Käufer der Indexfonds zuletzt vermehrt auf Rentenfonds gesetzt hatten, kehrt nun der Aktienhunger wieder zurück.

<p>Die Nettomittelaufkommen am ETF-Markt haben laut Lyxor AM im Juli auf 8,7 Mrd. Euro umfasst. Insgesamt wurden in ETFs 583 Mrd. Euro verwaltet. Das ist ein Plus von gut einem Achtel im Vergleich zum Jahresende 2016. Vor allem Aktien-ETFs waren beliebt. Ihnen flossen 5,5 Mrd. Euro zu. Zuflüsse in Anleihe-ETFs sind hingegen auf 2,3 Mrd. Euro gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit April.</p><h5>Mögliche Zinserhöhungen als Belastungsfaktor</h5><p>Sowohl Staatsanleihen entwickelter Märkte als auch der Schwellenländer leiden Lyxor zufolge unter Befürchtungen bezüglich möglicher Zinserhöhungen in Europa und den USA. Anleihe-ETFs der Industrieländer verbuchten nur noch Zuflüsse von 427 Mio. Euro, Anleihe-ETFs der Schwellenländer auf 612 Mio. Euro gefallen seien. Zuvor waren ihnen hingegen mindesten 1 Mrd. Euro zugeflossen.</p><h5>US- und EU-Aktien im Fokus</h5><p>Besonders im Fokus der ETF-Investoren stehen hingegen europäische Aktien. Dank der anhaltenden wirtschaftlichen Stärke sind allein europäischen Aktien-ETFs mit 3,4 Mrd. Euro zugeflossen. ETFs auf US-Aktien haben sich laut Lyxor ebenfalls weiter erholt und Zuflüsse in Höhe von 774 Mio. Euro verbucht. Sie profitierten unter anderem von einem schwächeren Dollar sowie einer starken Berichtssaison, insbesondere im Technologiesektor. </p><h5>Smart Beta bleibt gefragt</h5><p>Die Zuflüsse in Asien-Pazifik Aktien-ETFs nahmen hingegen um 301 Mio. Euro ab. Auch die Zuflüsse in global investierende Aktien-ETFs haben sich Lyxor zufolge verlangsamt. Smart Beta bleibt dagegen im Trend. ETFs, die auf entsprechende Strategieindizes setze, verzeichneten im Juli Zuflüsse in Höhe von 253 Mio. Euro verzeichnet. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/9AEB5FBF-8CAE-4272-B0A0-66B21A2708BF"></div>

 

Fondsvertrieb 2017: Zwischen Comeback und Konzentration

Die deutsche Fondsbranche boomt wie (fast) nie zuvor. Im ersten Halbjahr 2017 flossen ihr die zweithöchsten Mittel aller Zeiten zu. Doch längst nicht alle Produkte und Anbieter verzeichnen einen Boom. Eine Fondsgruppe hat derweil allen Unkenrufen zum Trotz ein beachtliches Lebenszeichen gesendet.

<p>Der deutschen Fondsbranche flossen laut dem Branchenverband BVI im ersten Halbjahr 2017 netto 79,1 Mrd. Euro zu. Nur im Rekordjahr 2015 sammelten sie von Anfang Januar bis Ende Juni mehr ein. Der Treiber im Neugeschäft bleiben offene Spezialfonds mit Zuflüssen von 49,2 Mrd. Euro. Das von offenen Spezialfonds verwaltete Vermögen hat sich seit Anfang 2011 fast verdoppelt auf nunmehr 1,55 Bio. Euro. Größte Gruppe hierbei sind Versicherer mit rund 600 Mrd. Euro insgesamt und 16,4 Mrd. Euro neuen Geldern im ersten Halbjahr 2017.</p><h5>Ungleiche Verteilung</h5><p>Doch nicht nur bei professionellen Investoren, sondern auch bei Privatanlegern boomen Investmentfonds. Unterm Strich sammelten Publikumsfonds bis Ende Juni 36,4 Mrd. Euro ein. Der Boom im Publikumsfondsgeschäft ist aber keineswegs gleichmäßig verteilt. Auf der Produktseite dominieren Mischfonds die Absatzliste der Publikumsfonds. Mit 18,8 Mrd. Euro entfielen auf sie mehr als die Hälfte der Zuflüsse im Publikumsgeschäft. Besonders beliebt sind dabei Produkte, die etwa zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen investieren. Auf sie entfiel mehr als die Hälfte der neuen Gelder. Insgesamt hat sich das Volumen der Mischfonds allein seit Anfang 2013 von 123 auf 251 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Aus wertgesicherten Fonds, Geldmarktfonds oder auch Hybridfonds zogen Anleger dagegen erneut Geld ab.</p><h5>Aktienfonds senden Lebenszeichen</h5><p>Aktienfonds bleiben mit 368 Mrd. Euro verwaltetem Gesamtvermögen die größte Gruppe der Publikumsfonds. Nach einigen schwierigen Vorjahren mit milliardenschweren Abflüssen schien die Zeit des klassischen Aktienfonds aber schon abzulaufen. Einige Experten haben schon den vertrieblichen Abgesang auf diese Fondsgruppe angestimmt. Im ersten Halbjahr 2017 haben sich Aktienfonds aber wieder zurückgemeldet. Insgesamt flossen ihnen unter dem Strich 5,8 Mrd. Euro zu. Vom Aussterben des klassischen Aktienfonds kann daher trotz Multi-Asset- und Mischfondsboom nicht gesprochen werben.</p><p class="zoombild" > <div class="zoomImage"><a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_large/pu…; rel="prettyPhoto" title=""><img typeof="foaf:Image" src="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/public/z…; width="200" height="120" alt="Fondsvertrieb 2017: Zwischen Comeback und Konzentration" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54"></a></div> </p><h5>Starke Konzentration</h5><p>Ganz klar kann dagegen von einem anderen Trend gesprochen werden: der Konzentration auf wenige Anbieter. Von den vom BVI ermittelten 36,4 Mrd. Euro Nettomittelaufkommen entfielen mehr als 30 Mrd. Euro auf gerade einmal zehn Gesellschaften. Nur sieben davon schafften den Sprung über 1 Mrd. Euro. Die Spitzenposition geht dabei an Deutsche AM vor Allianz Global Investors und Union Investment. Direkt dahinter folgt bereits Flossbach von Storch. Mit über drei Mrd. Euro hat sich die Kölner Fondsboutique mittlerweile fest zwischen den Töchtern der großen Bankgesellschaften etabliert. Bei letzteren schnitt die Sparkassentochter Deka mit Zuflüssen von gerade einmal 424 Mio. Euro vergleichsweise schwach ab. </p><p class="zoombild" > <div class="zoomImage"><a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_large/pu…; rel="prettyPhoto" title=""><img typeof="foaf:Image" src="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/public/z…; width="200" height="119" alt="Fondsvertrieb 2017: Zwischen Comeback und Konzentration" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54"></a></div> </p><h5>Immobilienfonds besonders konzentriert</h5><p>Stark gefragt waren bei den offenen Publikumsfonds auch Immobilienfonds. Über alle Gesellschaften hinweg flossen ihnen rund 2,8 Mrd. Euro zu. Der Markt wird allerdings gerade einmal von einer Handvoll Anbieter dominiert. Allein auf die Deka Gruppe und Union Investment entfallen zusammen mehr als 2,5 Mrd. Euro. Danach folgt bereits mit großem Abstand Commerz Real. Der Tochter der Commerzbank flossen unterm Strich 682 Mio. Euro in Immobilienfonds zu. Mit Deutsche AM konnte nur noch eine weitere Fondsgesellschaft dreistellige Millionenbeträge für Immobilien-Publikumsfonds einsammeln. Credit Suisse flossen auf der anderen Seite fast 650 Mio. Euro ab, sodass sich die Marktkonzentration weiter verstärkt hat. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/ADC50677-24EF-4CC8-AE23-F852697C786E"></div>

 

Absolute Return Fonds trotz schwacher Performance auf Rekordjagd

Absolute Return Fonds stehen bei den Anlegern so hoch im Kurs wie nie zuvor. Dabei war die Performance im ersten Halbjahr 2017 unterm Strich absolut ernüchternd. Die durchschnittliche Rendite lag sogar im negativen Bereich. Vor allem hedgefondsähnliche Strategien liegen im Trend.

<p>Im ersten Halbjahr 2017 ist das Volumen der Absolute Return Fonds und alternativen UCITS-konformen Fonds in Deutschland um rund ein Achtel auf einen neuen Höchststand von knapp 228 Mrd. Euro an. Besonders gefragt waren hedgefonds-ähnliche Anlagestrategien, von denen sich die Investoren eine Verbesserung der Diversifikation ihrer Portfolios versprechen. Das zeigt die von Lupus alpha durchgeführte Absolute-Return-Studie auf Basis der Daten des Fondsanalysehauses Thomson Reuters Lipper.</p><h5>Enttäuschende Halbjahresperformance</h5><p>Die Performance der 656 untersuchten Fonds konnte in den ersten sechs Monaten 2017 mit durchschnittlich –0,58% aus Anlegersicht nicht überzeugen. Gründe für diese Entwicklung sind laut Lupus Alpha vielfältig. Währungsdenominierte Strategien wiesen aufgrund der unerwarteten Euro-Stärke negative Ergebnisse auf. Dies habe sowohl Absolute Return-Fonds wie auch Long-/Short- Aktien-Strategien betroffen, die außerhalb des Euro-Raums anlegen. Aber auch Managed Futures und Global Macro-Fonds hätten sich in einem Umfeld stärkerer Währungsschwankungen und volatiler Anleiherenditen schwer getan.</p><h5>Langfristvergleich entscheidend</h5><p>Um zu beurteilen, ob eine Anlagestrategie ihr Leistungsversprechen einhält, ist laut Lupus Alpha aber die Betrachtung über einen Investitionszyklus hinweg sinnvoll. Im Langfristvergleich über fünf Jahre konnten demnach die unterschiedlichen Absolute-Return-Konzepte ihr Produktversprechen einlösen. So erzielten 87% aller untersuchten Fonds in diesem Zeitraum eine absolut positive Rendite. Die durchschnittliche Wertentwicklung lag bei 3% pro Jahr. Damit übertrafen sie die Wertentwicklung liquider Hedgefonds von 1,9%. </p><h5>Management wichtiger als Strategie</h5><p>Im Durchschnitt erwirtschaftete jede der untersuchten Absolute Return-und Alternatives-Strategien auf Fünfjahressicht positive Erträge. Je nach Strategie variierte die erzielte Performance. Gravierender sind jedoch die Unterschiede innerhalb der einzelnen Strategiesegmente. Während die schwächeren Fonds deutlich negativ rentierten, erzielten die besten Manager zweistellige Jahresrenditen. „Dies zeigt, dass nicht nur die Auswahl der geeigneten Strategie, sondern vor allem die Auswahl des einzelnen Fonds bzw. Managers entscheidend ist“, betont Ralf Lochmüller, Gründungspartner und Sprecher von Lupus alpha.</p><h5>Hedgefondsähnliche Strategien im Trend</h5><p>Innerhalb des Fondsuniversums hat sich der Trend hin zu spezialisierten, hedgefondsähnlichen Strategien verfestigt. Zwar entfällt noch immer gut die Hälfte der gesamten Assets in Höhe von 228 Mrd. Euro auf traditionelle Absolute-Return-Ansätze. Vor drei Jahren waren es aber noch fast zwei Drittel. Im Fokus standen im ersten Halbjahr 2017 Strategien, von denen sich Investoren eine bessere Diversifikation erwarten. Credit-Strategien erhielten das Gros der Nettomittelzuflüsse, auch alternative Multi-Strategiefonds, Global Macro und marktneutrale Aktienanlagen profitierten. Absolute Return-Konzepte und Long-/Short-Strategien mit Long Bias, das heißt mit einer Netto-„Long“-Position verzeichneten dagegen Mittelabflüsse. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/AB2D3E4B-22A2-4716-9C8E-B3525AE47B6C"></div>

 

Neuberger Berman startet neuen Fonds in Deutschland

Der Vermögensverwalter Neuberger Berman hat den Neuberger Berman European Senior Floating Rate Income Fund für den deutschen Markt zugelassen. Der Fonds investiert breit gestreut in etwa 100 europäische Emittenten von Senior Loans.

<p>Neuberger Berman erweitert die Palette seiner Produkte, die in Senior Floating Rate Loans anlegen, durch den Launch eines Fonds mit Fokus auf europ&auml;ischen Emittenten. Der Neuberger Berman European Senior Floating Rate Income Fund konzentriert sich auf qualitativ hochwertige Darlehen mit einem Kredit-Rating von B-/B3 oder besser. Er ist ab sofort f&uuml;r den Vertrieb in Deutschland zugelassen.</p>
<h5>
Diversifikation zu Hochzinsanleihen</h5>
<p>Der Fonds gibt Kunden unter anderem die M&ouml;glichkeit, bestehende Allokationen in Hochzinsanleihen zu diversifizieren. Die derzeit zu erzielenden Renditen im Bereich der europ&auml;ischen Loans bei entsprechend k&uuml;rzerer Duration von Loans im Vergleich zu Hochzinsanleihen k&ouml;nnen laut Christian Puschmann, Head of Client Coverage f&uuml;r Deutschland und &Ouml;sterreich bei Neuberger Berman, &uuml;ber den Fonds praktisch ohne gr&ouml;&szlig;eres Wechselkursrisiko vereinnahmt werden.</p>
<h5>
Zinsunabh&auml;ngig attraktiv</h5>
<p>Der Fonds wird von Senior Portfolio Manager Martin Rotheram in London verwaltet. Er und seine Kollegen Joseph Lynch und Stephen Casey, die gemeinsam auch die Globalen Loans Fonds verwalten, haben durchschnittlich mehr als 19 Jahre Erfahrung und sind Teil eines global aufgestellten Teams. Das Fondsmanagement strebt an, in etwa 100 europ&auml;ische Emittenten zu investieren. Aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften k&ouml;nnen Senior Loans laut Rotheram sowohl im Niedrigzinsumfeld als auch bei steigenden Zinsen attraktive Ertr&auml;ge bieten. Das disziplinierte Research ber&uuml;cksichtigt zudem auch &ouml;kologische und soziale Faktoren (ESG). (mh)</p>
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Deutsche Anleger setzen weiter auf persönliche Beratung

Kapitalanlage und Technik passt für deutsche Investoren noch nicht unbedingt zusammen. Bei der Geldanlage vertrauen die Deutschen weiterhin vor allem auf persönliche Beratung. Das zeigt der diesjährige Global Investment Survey des Vermögensverwalters Legg Mason.

<p>Die Bundesbürger sind bei der Geldanlage im internationalen Vergleich wenig technikaffin. 53% der Deutschen nutzen das Internet, um ihre persönlichen Finanzen zu regeln oder um Zugang zu einem Broker oder einer Investmentgesellschaft zu erhalten. Damit liegt der Wert leicht unter dem weltweiten Durchschnitt von 59%. </p><h5>Apps mit schwerem Stand</h5><p>Besonders schwer haben es hierzulande Apps. Nicht einmal jeder fünfte befragte Investor in Deutschland nutzt sie. Weltweit nutzt immerhin rund ein Drittel der Anleger Finanz-Apps. Auch der Internetzugang über Smartphones wird von den Deutschen vergleichsweise wenig genutzt. Nur 43% der Befragten hierzulande nutzen von unterwegs aus ihr Smartphone täglich, um ins Internet zu kommen, weltweit sind es 56%. </p><h5>Über Jahre etablierte Verhaltensmuster</h5><p>„Über die Jahre etablierte Verhaltensmuster ändern sich nur sehr langsam. Entsprechend vorsichtig öffnen sich Anleger in Deutschland gegenüber neuen Technologien. Die Kapitalanlage ist für Investoren nicht selten mit Vertrauen zum Berater verbunden. Daher halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Menschen künftig ausschließlich über Computer oder Smartphone investieren“, interpretiert Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Country Head Deutschland &amp; Österreich bei Legg Mason, die Ergebnisse der Global Investment Survey. Das Modell der Zukunft werde eine Mischung aus Mensch und Maschine sein, gerade weil das Vertrauen bei der Kapitalanlage eine so große Rolle spiele.</p><h5>Kritik an vorhandenem Angebot</h5><p>Eine mögliche Erklärung für die Zurückhaltung deutscher Anleger gegenüber digitalen Finanzprodukten und -dienstleistungen sieht Legg Mason in der geringen Zufriedenheit mit dem derzeitigen Angebot. Der Zufriedenheitswert liegt bei nur 3,29. Vor allem das Fonds-Research sowie die Internet-basierten Handelssysteme werden von deutschen Anlegern kritisiert. Lediglich 18 bzw. 17% bewerten Produkte in diesen beiden Kategorien als zufriedenstellend. „Der persönliche Kontakt mit einem Berater vor Ort wird in Deutschland ein wesentlich stärkeres Element der Spar- und Anlageprozesse bleiben, als es vielleicht in anderen Ländern der Fall sein wird“, lautet daher das Fazit des Legg Mason-Deutschlandchefs Dahmann. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/67265849-6A1F-41F4-BB44-E195C6EFECE3"></div>

 

Viele Fondsgesellschaften nicht ausreichend für MiFID 2 gerüstet

MiFID 2 rückt mit großen Schritten näher. Ein Großteil der Fondsgesellschaften fühlt sich aber laut einer aktuellen Studie noch immer schlecht dafür gerüstet. Eine deutliche Mehrheit sieht sogar ein hohes bis mittleres Risiko, dass sie die MiFID-2-Regeln nicht bis zum Start einhalten können.

<p>Zwei von drei Fondsgesellschaften in Europa stehen in Bezug auf die Umsetzung der neuen Finanzmarktregeln MiFID 2 noch im Anfangsstadium. Viele Asset-Manager haben bisher noch nicht einmal genau geprüft, in welcher Form genau sie von den neuen Finanzmarktregeln betroffen sind und welche Hausaufgaben erledigt werden müssen, um die Vorgaben zu erfüllen. Das geht aus einer aktuellen eine Umfrage der Unternehmensberatung JWG hervor.</p><h5>Mittleres bis hohes Risiko</h5><p>Neun von zehn Befragten sehen der Umfrage zufolge ein hohes bis mittleres Risiko, dass sie nicht in der Lage sein werden, die MiFID-2-Regeln bis zum Start Anfang 2018 einzuhalten. Im Schnitt beschäftigen sich weniger als fünf Mitarbeiter pro Anbieter mit dem neuen Regelwerk. Laut der Studie beschäftigen sich im Schnitt weniger als fünf Mitarbeiter mit den Auswirkungen des neuen Regelwerks. Rund ein Drittel der Anbieter versucht in dem neuen Regelwerk auch Chancen zu sehen und Wettbewerbsvorteil durch einen cleveren Umgang damit zu verschaffen. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/BD692D59-B6AC-4698-86DA-4C4F5640DB7B"></div>