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Publikumsfonds in Deutschland mit knapp 5 Mrd. Euro Nettozuflüssen

Der Fondsverband BVI hat seinen Bericht für das erste Quartal 2023 in der deutschen Fondsbranche veröffentlicht. Die Zahlen seien demnach erfreulich: Aktienfonds hätten ihren zweitbesten Jahresstart seit 2015 hingelegt.

Im ersten Quartal 2023 erzielte die Fondsbranche in Deutschland Nettozuflüsse von 15 Mrd. Euro. Dies sei ein „beachtlicher Absatz“ angesichts des stagnierenden Wirtschaftswachstums, wie es in einer Mitteilung des Fondsverbands BVI heißt. Die Treiber des Neugeschäfts seien erneut offene Spezialfonds mit 11,6 Mrd. Euro. Dahinter stehen institutionelle Anleger, wie zum Beispiel Versicherer und Versorgungswerke, die die regelmäßigen Beitragszahlungen ihrer Kunden in Spezialfonds investieren, so der BVI.

Offenen Publikumsfonds flossen 4,9 Mrd. Euro zu. Geschlossene Fonds verzeichneten 0,7 Mrd. Euro neue Gelder. Aus Mandaten zogen Anleger 2,2 Mrd. Euro ab.

Publikumsfonds in Deutschland mit knapp 5 Mrd. Euro Nettozuflüssen
Zweitbester Jahresstart seit 2015

Bei den offenen Publikumsfonds hatten Aktienfonds mit Zuflüssen von 6,6 Mrd. Euro die Nase vorn – der zweitbeste Jahresstart seit 2015 (bis Ende März 7,1 Mrd. Euro). Nur im ersten Quartal 2021 erzielten sie laut BVI mit 22,1 Mrd. Euro einen höheren Absatz.

Aktuell waren vor allem global investierende Fonds gefragt (6,1 Mrd. Euro). Rentenfonds erzielten – nach vier Quartalen mit Abflüssen – von Anfang Januar bis Ende März 2023 Zuflüsse von 2,5 Mrd. Euro. Davon entfielen 1,9 Mrd. Euro auf Fonds mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen. Immobilienfonds verzeichneten 0,7 Mrd. Euro neue Gelder. Aus Mischfonds flossen 2,4 Mrd. Euro ab. Dazu haben vor allem anleihebetonte Fonds (1,9 Mrd. Euro) beigetragen. Nettoabflüsse gab es dagegen seit Mitte 2022 bei Mischfonds zu verzeichnen.

Verwaltetes Vermögen stieg um 30%

Für Anleger in Deutschland verwalten Fondsgesellschaften insgesamt 3,898 Bio. Euro. Dieses Vermögen ist dem BVI zufolge in den letzten fünf Jahren um 30% gestiegen. Ende März 2018 seien es 2,985 Bio. Euro gewesen.

Mit 1,989 Bio. Euro entfalle ein großer Teil des verwalteten Vermögens auf das rein institutionelle Geschäft mit offenen Spezialfonds. Hierbei seien Altersvorsorgeeinrichtungen mit 675 Mrd. Euro und Versicherer mit 538 Mrd. Euro die beiden größten Anlegergruppen. Offene Publikumsfonds verwalten laut dem Bericht 1,275 Bio. Euro, wovon 553 Mrd. Euro auf Aktienfonds entfallen würden. Ihr Anteil sei in den letzten fünf Jahren von 36% auf 43% gestiegen. Es folgen Mischfonds mit 333 Mrd. Euro, die 2015 den zweiten Rang von den Rentenfonds übernommen hatten. Rentenfonds verwalten inzwischen 190 Mrd. Euro. Das Nettovermögen der Immobilienfonds beträgt 132 Mrd. Euro.

In geschlossenen Fonds weist die BVI-Statistik ein Vermögen von 51 Mrd. Euro aus. 583 Mrd. Euro managen die Fondsgesellschaften in Mandaten außerhalb der Fondshülle. (mki)

Bild: © Yellow duck – stock.adobe.com; Grafik: © Fondsverband BVI

 

Studie: ESG verbessert Rendite von Private Equity

Eine Studie der EBS Universität in Oestrich-Winkel im Rheingau soll zeigen, dass die nachhaltige Gestaltung von Geschäftsmodellen bei Private-Equity-Gesellschaften zu höheren Renditen führt. Doch mehrheitlich würden die Potenziale von ESG noch unterschätzt.

Im Auftrag der Strategieberatung EY-Parthenon hat die EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel eine Studie zur ESG-Implementierung bei Private-Equity-Gesellschaften durchgeführt. Das Ergebnis: Nachhaltige Geschäftsmodelle sorgen bei jenen Unternehmen für höhere Renditen, erhöhen die Reputation und tragen zu einer Minimierung von Risiken bei, teilt EY-Parthenon mit.

Insgesamt trage eine an ESG (Environmental, Social, Governance) ausgerichtete Strategie zu höheren Erträgen und mehr Wachstum bei. Um bis zu 7,8 Prozentpunkte soll die Rendite eines Private-Equity-Investors durch ESG nach oben gehen. Die Studie ist unter anderem auch deswegen von Interesse, da Private Equity zukünftig auch für Privatanleger interessant werden könnte, in erster Linie durch die neuen Bestimmungen des europäischen Parlaments zu European Long Term Investment Funds, die nun schon von mehreren Vermögensverwaltern angeboten werden (Aquila Capital legt ELTIF für Energieinfrastruktur auf, Dritter ELTIF für Privatanleger von Neuberger Berman, Schroders erweitert mit erstem ELTIF Zugang zu Private Assets).

Besseres Rating führt zu höherer Rendite

Die Studie zeigt, dass größere PE-Fonds mit Portfoliounternehmen, die über ein gutes ESG-Rating verfügen, deutlich attraktivere Renditen (+7,8%) erzielen. Demnach ermögliche ein um fünf Prozentpunkte erhöhtes Engagement eine Umsatzsteigerung von bis zu drei Prozentpunkten. Auch lägen die Kapitalkosten für Unternehmen mit guter ESG-Bewertung im Schnitt um 40 Basispunkte niedriger als bei solchen mit schlechterem Rating, so EY-Parthenon.

ESG-Potenziale mehrheitlich unterschätzt

Im Zuge der Erhebung der EBS Universität habe sich gezeigt, dass Nachhaltigkeit noch nicht als essenzieller Teil der Geschäftsstrategie eingeschätzt werde. Die Unternehmen würden ESG noch als reinen Compliance-, Reputations- und Risikomanagement-Aspekt sehen und werten. Für rund 70 bis 85% der Studienteilnehmer sei die Risikominimierung der Hauptgrund für ESG-Maßnahmen. Nur die Hälfte aller im Rahmen der Studie befragten PE-Häuser betrachte ESG als Teil ihrer Kernkompetenzen oder nutze es bewusst als Steuerungskriterium für ihr Portfoliounternehmen. Ebenfalls nur die Hälfte verfüge über ein institutionalisiertes, zentrales ESG-Kompetenzzentrum, über konkrete Wertsteigerungspläne oder ein spezielles ESG-Impact-Controlling.

Aus Sicht von EY-Parthenon würden die Unternehmen damit wertvolle Chancen vergeben. Denn würden die Firmen ihr Wissen über ESG-Management zentralisieren, obligatorische ESG-Optimierungspläne implementieren und ein rigoroses Controlling einführen, so könnten sie ihre Rendite merklich steigern. Der Zugewinn von 7,8 Prozentpunkten sei mithilfe eines „ganzheitlichen Managements“ gelungen, wobei die aktive und mitgestaltende Rolle des PE-Hauses, die Umsetzungs- und Optimierungspläne und das entsprechende Controlling eine entscheidende Rolle gespielt hätten.

Strategische und operationelle Anpassungen

Um von den Vorteilen profitieren zu können, bedürfe es strategischer und operativer Anpassungen, teilt EY-Parthenon mit. Dafür müsse man ESG-Vorgaben besonders umfassend interpretieren und z. B. nicht „nur“ die Reduktion der Emissionen darunter verstehen. So könnten Unternehmen einen zusätzlichen Wert schaffen, indem entsprechende Initiativen konsequent auf mögliche Auswirkungen auf Umsatz, Gewinn und Finanzierung überprüft würden. Entscheidend sei in jedem Fall die Kenntnis aller Faktoren, die den ESG-Themenkomplex beeinflussen, sowie das Wissen, dass je Industrie und Geschäftsmodell unterschiedliche Teilaspekte von ESG relevant seien. (mki)

Über die Studie

Die Private Equity Studie von EY-Parthenon und der EBS Universität in Oestrich-Winkel (Rheingau) hat die Investitionsaktivitäten von Private-Equity-Häusern (PE-Häusern) in Europa analysiert. Im Zeitraum November bis Dezember 2022 nahmen 25 Mitarbeiter von PE-Häusern an der Umfrage teil. Der Großteil der Befragten arbeitete für in Deutschland ansässige PE-Gesellschaften (etwa 80%) in leitender Funktion (etwa 56%), u. a. Partner oder Investment Director.

Die Fund-Analyse basiert auf 209 Buyout-Fonds über 102 PE-Häusern hinweg. Die Daten wurden von PitchBook erhoben. Es wurden ausschließlich Buyout-Fonds analysiert, die komplett oder teilweise in Europa investieren. Der geografische Split der Fonds zeigt, dass die meisten Fonds aus dem Vereinigten Königreich stammen (33%), gefolgt von den USA (25%), Frankreich (11%) und DACH (8%). Die Aufteilung der Fonds nach Größe ergab, dass 44% der Fonds weniger als 1 Mrd. US-Dollar umfassen, 33% zwischen 1 Mrd. und 5 Mrd. US-Dollar betragen und 22% über 5 Mrd. US-Dollar liegen.

Bild: © chaln – stock.adobe.com

 

UBS legt neuen Multi-Asset-Fonds für Schwellenländer auf

UBS Global Wealth Management lanciert einen neuen Schwellenländerfonds, fokussiert auf Multi-Asset-Anlagen. Der Fonds zielt darauf ab, das volle Potenzial von Anlagen in Schwellenländern bei reduziertem Risiko auszuschöpfen. UBS behilft sich dabei eines speziellen „Drei-Säulen-Ansatzes“.

Aus der Schweiz kommt ein neuer Emerging-Markets-Fonds. Die Schweizer Bank UBS, die im März größeres Medieninteresse aufgrund ihrer Übernahme der Credit Suisse erhielt und daraufhin zur mit Abstand größten Bank der Nation wurde (AssCompact berichtete: UBS übernimmt Credit Suisse für 3 Mrd. Franken), legt mit dem UBS Multi Asset Emerging Markets Dynamic Fund einen Fokus auf Schwellenländeranlagen. Dabei macht sich UBS einen speziellen Drei-Säulen-Ansatz zunutze.

Schwellenländerfonds von UBS

Laut UBS sprechen derzeit mehrere Faktoren für eine Investition in Schwellenländer, angesichts der derzeit niedrigen Bewertungen und der positiven Marktaussichten. Zum einen biete das schnellere Wachstum in Schwellenländern ein höheres Renditepotenzial als in den entwickelten Märkten. Auch seien die Volkswirtschaften der Schwellenländer wichtiger denn je – ihr Anteil an der Weltwirtschaft mache mehr als die Hälfte aus. Und: Die Wiedereröffnung Chinas dürfte UBS zufolge für Aufschwung sorgen und Schwellenländer über einen taktischen Zeithorizont hinweg attraktiv machen.

UBS Multi-Asset Emerging Markets Fonds mit Drei-Säulen-Ansatz

Mit der Multi-Asset-Emerging Markets-Dynamic-Strategie will UBS das Anlagepotenzial von Schwellenländern voll ausschöpfen und gleichzeitig ihre Risiken minimieren. Die Strategie verfügt über drei Säulen. Die erste Säule ist die Diversifizierung über Anlageklassen, Länder und Wertpapiere. Die zweite ist die Anwendung von aktiven Bottom-up-Auswahlmöglichkeiten und die dritte ein schwellenländerspezifisches systematisches Top-down-Aktienrisikomanagement.

In den letzten drei Jahren (2020 bis 2022) hätte diese Strategie die risikobereinigten Wertentwicklungen eines Portfolios verbessert und eine statische Multi-Asset-Benchmark für Schwellenländer moderat übertroffen, so UBS zu dem Fonds. Dies sei insofern bemerkenswert, da sich in diesem Zeitraum weder Schwellenländeranleihen noch -aktien positiv entwickelt hätten.

Der Fonds wird gemeinsam von UBS Asset Management und UBS Global Wealth Management verwaltet, die als Portfoliomanager bzw. Anlageberater fungieren werden. Er ist in verschiedenen Ländern in Europa und Asien erhältlich. (mki)

Bild: © ARMMY PICCA – stock.adobe.com

 

Laufzeitfonds: Universallösung gegen Volatilität?

Die volatile Lage am Kapitalmarkt sorgt bei vielen Anlegern für Unsicherheit. Doch vor allem Anleihen feierten in den letzten Monaten, nicht zuletzt durch die steigenden Zinsen, ein Comeback. Franklin Templeton will mit einem Laufzeitfonds für Anleihen ein attraktives, aber zuverlässiges Anlageprodukt liefern.

Interview mit Peter Gorynski, Director Territorial Sales Germany bei Franklin Templeton
Herr Gorynski, einleitend: Das Marktumfeld ist derzeit herausfordernd (Zinswende, Krieg, Inflation) – sowohl aus Unternehmens- als auch aus Anlegersicht. Wie schlägt sich Franklin Templeton?

Außerordentlich gut! Letztes Jahr war eines unserer besten Jahre, und das hängt mit unserem Geschäftsmodell zusammen. Wir sind zum einen ein globales Unternehmen und zum anderen, was ich persönlich auch schön finde: Wir sind nicht der große Laden, der sagt „wir können übrigens alles“. Sondern dadurch, dass wir sehr viele einzelne Investmentboutiquen haben, sind wir sehr authentisch und diversifiziert. Das heißt, aufgrund dieses Umfeldes, mit dem wir über ganz viele verschiedene Lösungen verfügen, sind wir sehr breit aufgestellt. Wir propagieren also nicht nur gegenüber dem Kunden, dass er nicht alle Eier in ein Nest legen soll, sondern leben dies auch als Investmentgesellschaft. Breite Streuung also durch mehr als 20 verschiedene Investmentboutiquen, die ihre unabhängige Einschätzung haben. Breite Streuung auch mit Blick auf die Kundenstruktur: 50% unserer Kunden sind Retailkunden und 50% institutionelle Kunden. Und nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Anlageklassen. So sind wir breit diversifiziert in Aktien, Renten und Alternativen Investments.

Hat dieses Modell auch Nachteile?

Natürlich gibt es auch Nachteile. Es ist aufwendiger für mein Team, alle Strategien aller Investmentboutiqen zu kennen und vor allem in der Tiefe zu kennen – ohne Wenn und Aber. Hierfür nutzen wir dankenswerterweise ein Generalisten-Spezialisten-Modell. Interessiert den Kunden eine Strategie, die wir nicht kennen oder in der Tiefe nicht kennen, nehmen wir einen Experten der jeweiligen Boutique dazu und treten eher als Moderator auf. Für den Kunden hat dies den charmanten Vorteil, dass es keine Top-Down-Strategie gibt, die jeder Vertriebler umsetzen muss, sondern dass der Kunde die Richtung vorgibt und dann jede Boutique ihren einzigartigen Investmentansatz glaubhaft präsentieren darf. Wir als Team fokussieren uns zudem in der Breite auf maximal zwei bis drei Themen, die wir attraktiv finden, beispielsweise defensive und börsennotierte Infrastrukturunternemen sowie Anleihefonds mit einer festen Laufzeit, um das Zinsänderungsrisiko zu vermeiden.

In Deutschland gibt es immer mehr Aktionäre – 2022 gab es ein Rekordhoch. Trotzdem war es ein schwieriges Jahr. Wie spiegeln sich diese Entwicklungen bei Franklin Templeton wider?

Gerade im letzten Jahr waren alle Marktteilnehmer sehr positiv, sehr „bullisch“ orientiert, das stimmt. Das haben wir auch an den Absätzen gemerkt, d. h., die Strategien wurden mehr nachgefragt, die Sparpläne sind gestiegen etc. Ein guter Indikator ist auch das ETF-Business. Da sind die Zahlen bekanntlich rasant gestiegen, natürlich gestützt dadurch, dass es vor allem immer mehr jüngere Anleger gibt. In diesem Bereich merkt man stark, dass man davon profitiert. Mit Blick auf 2023 ist diese Stimmung nun deutlich verhaltener, was man zum Beispiel auch daran sieht, dass nicht nur weniger Sparpläne abgeschlossen, sondern auch bestehende reduziert werden. Die Aktienquote bei den Anlegern ist zwar höher und auch das Anlageverhalten ist etwas stabiler als in den Jahren vorher, aber sobald es unsicher wird, wird eher abgebrochen und reduziert – obwohl dies doch genau das Umfeld ist, das man braucht, um sein Vermögen aufzubauen.

Bei Franklin Templeton läuft derzeit die Orderfrist für den „Franklin Responsible Income 2028 Fund“ – ein Laufzeitfonds für Anleihen. Sind Anleihen in der aktuellen Lage also wieder attraktiver?

Definitiv. In den letzten Jahren war man im High-Yield-Bereich bei Anleihen vielleicht bei etwas über 2% Rendite. Da musste man sich schon sehr, sehr weit strecken, um einen Anleihenfonds attraktiv zu machen. Jetzt jedoch liegen Sie bei europäischen Investment-Grade-Anlagen im Durchschnitt bei Renditen um die 4%, im High-Yield-Bereich um die 7%. Das ist superattraktiv und auch etwas, was wir in den ganzen letzten Jahren so nicht gesehen haben. Das hat uns dazu bewogen, den „28er“ konservativer zu gestalten und den Fokus auf Qualität zu setzen, also mehr auf Investment Grade und weniger auf High Yield. Bei Anlagen von mindestens 60% in Investment Grade und maximal 40% in High Yield kann man beim Responsible Income 2028 mit einer Rendite von etwa 4 bis 5% rechnen, sofern das Marktniveau Ende Juli dem aktuellen entspricht. Angestrebt sind attraktive Ausschüttungen, die bei den aktuellen Marktgegebenheiten bei etwa 3 bis 4% liegen sollten, und die Rückzahlung des Ausgabekurses von 100%, wobei es sich nicht um eine Garantie handelt.

Wie unterstützen Sie denn Berater bei der Vermittlung des Fonds?

Ein Produkt ist dann erfolgreich, wenn es von A bis Z für den Kunden durchdacht ist. Unsere Kunden sind auch die Makler und die Banken. Bei einer Zeichnungsphase von zwei Monaten wird es das Produkt nicht schnell genug in den Vertrieb schaffen, sodass Berater überhaupt mit Kunden darüber reden könnten. Deshalb haben wir eine Orderfrist von sechs Monaten, vom 23. Januar bis 23. Juli 2023. Damit geben wir den Beratern genug Zeit, das Produkt zu analysieren, um es schlussendlich in den Vertrieb mit aufzunehmen. Sie können so täglich mit ihren Kunden ins Gespräch gehen und entscheiden, ob das Produkt attraktiv ist, da wir jeden Tag einen Anteilspreis zeigen. Zudem können die Berater sich das Portfolio im wöchentlichen Factsheet anschauen, um über die Attraktivität zu entscheiden.

Was sind die Auswahlkriterien für den Fonds, sprich: Wie landen Sie am Ende bei den „richtigen“ Anleihen?

Unabhängig vom Laufzeitfonds gibt es einen riesigen Prozess, was die Qualität einzelner Anleihen betrifft. Über ein proprietäres System werden zahlreiche Indikatoren unter anderem hinsichtlich der Rendite, des Risikos, der Nachhaltigkeit, der Bewertung und vieler anderer Gesichtspunkte für den Auswahlprozess zurate gezogen. Beim Laufzeitfonds hat man noch die Besonderheit der Fristigkeit. Wir wählen Anleihen mit einer Fälligkeit bis 2028 aus – analog zur Fälligkeit des Fonds. Dies schränkt das Universum schon etwas ein, da beispielsweise zehnjährige Anleihen nicht mehr infrage kommen.

Warum also genau ein Laufzeitfonds? Wo liegen hier die Vorteile? Ein paar Jahre ist das Geld dann schließlich gebunden.

Wir befinden uns in einem unsicheren, durch geopolitische Risiken und Zinsänderungsrisiken geprägten Umfeld. Der Vorteil bei diesem Laufzeitfonds liegt darin, dass der Fonds zwar während seiner Laufzeit formal schwanken kann, wir aber zum Ende hin in der Nähe der 100 sein werden und der Anleger so ein wesentliches Risiko eliminiert: das Zinsänderungsrisiko. Bei einem „gewöhnlichen“ Anleihenfonds oder -index haben sie unterschiedliche Laufzeitstrukturen, die sich immer wieder anhand der Einschätzung des Managers oder der Zusammenstellung des Index ändern. Also volles Zinsänderungsrisiko. Bei acht Jahren Laufzeit zum Beispiel hätten Sie mit einem Zinsanstieg von 1% schon ca. 10% Kursverlust eingepreist.

Beim Responsible Income 2028 Fund hat man aber auch die Möglichkeit, jederzeit zu verkaufen – ohne Exit Fees, die in der Regel bei 1 bis 2% liegen. Das haben wir vermieden, da es sich um ein Retail-Produkt handelt, das nicht auf institutionelle Kunden ausgerichtet ist. Das Zinsänderungsrisiko jedoch wird nur dann eliminiert, wenn man bis 2028 investiert bleibt, daher lohnt es sich auf jeden Fall zu warten.

Greenwashing ist derzeit in aller Munde. Der Fonds ist als Artikel-8-Fonds auf nachhaltige Investitionen ausgelegt. Es ist kein 9er-Fonds, aber dennoch: Wie wollen Sie hier eine Einhaltung der ESG-Kriterien und gleichzeitig gute Rendite garantieren?

Zunächst einmal: ESG-Kriterien und gute Rendite schließen sich nicht aus. Nachhaltige Produkte werden in Zukunft immer mehr im Fokus stehen. Wir bei Franklin Templeton nutzen für den Responsible Income 2028 diverse Ratings, unter anderem das MSCI-ESG-Rating, das zu den am häufigsten genutzten zählt. Der Charme eines Artikel-8-Produktes liegt schon darin, dass mindestens 90% unserer Investitionen geratet sein müssen, und zwar mindestens mit der Bewertung B. Zusätzlich legen wir einen Fokus auf CO2-Neutralität und wollen daher schwerpunktmäßig Unternehmen einbeziehen, die diese CO2-Reduktion vorantreiben. Ein positives Beispiel wäre hier „Thames Water“, ein Wasserversorgungsunternehmen, das sich um einen Großteil der Abwasserverarbeitung in London kümmert. Da sprechen wir wirklich von einer „grünen Anleihe“.

Weiterhin gibt es bei Artikel-8-Fonds auch noch zahlreiche Ausschlüsse, beispielsweise Unternehmen, die an der Herstellung von umstrittenen Waffen beteiligt sind. Firmen mit ESG-Ratings von CCC sind ausgeschlossen. Innerhalb der Sektoren fallen weiterhin die letzten 20% weg. Wir wollen zwar eine breitere Diversifizierung, wir wollen aber auch in die Unternehmen investieren, die im Rahmen der Net-Zero-Initiative besonders voranschreiten.

Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 05/2023, S. 56 f., und in unserem ePaper.

Bild: © Peter Gorynski, Franklin Templeton

 
Ein Interview mit
Peter Gorynski

Investieren in Kunst: Neuer Trend der „Fractional Ownership“

Der Online-Erwerb von Kunst- und Sammlerstücken als Geldanlage hat insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie großen Aufwind bekommen. Auch 2022 ist der Markt weitergewachsen. Nach NFTs tut sich nun ein weiterer Trend auf: die Investition in „Kunstbruchteile“.

<p>10,8 Mrd. US-Dollar – auf diesen Wert ist der Online-Verkauf von Kunst- und Sammlerstücken im Jahr 2022 schätzungsweise gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 6%, nach zwei turbulenten Corona-Jahren, in denen das Wachstum „beispiellos“ gewesen sei und einen zweistelligen Prozentwert zu verzeichnen hatte, so heißt es im aktuellen Hiscox Online Art Trade Report. Laut dessen Ergebnissen sei allerdings nicht nur das Ende der Beschränkungen für den Wachstumsrückgang verantwortlich, sondern auch die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit. So geben 30% aller Kunstkäufer an, dass sie in den nächsten zwölf Monaten weniger kaufen würden, weil sie über weniger Einkommen verfügen. Bei jüngeren und neuen Kunstkäufern sei dieser Anteil etwas höher (32% und 35%).</p><h5>Digitale Kunst als Investitions- und Spekulationsobjekt</h5><p>Immer mehr Menschen betrachten Kunst als Investition. Fast zwei Drittel aller Kunstkäufer (63%) sehen die Geldanlage als starken Anreiz für den Kauf von Kunst. Bei jüngeren Käufern ist dieses Motiv Hiscox zufolge besonders ausgeprägt (68%). Diese Motivation sei nicht neu, der British Rail Pension Fund von 1974 und der Fine Art Fund von 2001 seien dafür Beispiele. Auf digitaler Ebene sei der regelrechte Hype um NFTs (Non-Fungible-Tokens) während der Pandemie der erste Ausschlag in diese Richtung gewesen. 82% der NFT-Käufer gaben im Rahmen der Hiscox-Befragung 2022 an, dass es ihnen mehr um die Investition als um die Kunst gehe.</p><p>Doch dieser Hype habe sich rasant abgekühlt, spätestens seit den Zusammenbrüchen „bedeutender Player“ wie FTX oder Luna. In fast allen Bereichen, einschließlich Volumen und Preis, liegen NFT-Verkäufe um mehr als 90% niedriger als im Vorjahr. Im aktuellen Hiscox Online Art Trade Report heißt es außerdem, dass der Anteil derer, die bereits ein NFT erworben haben, über das vergangene Jahr lediglich von 19% auf 20% gestiegen sei, und nur 12% der Kunstkäufer würden in den kommenden zwölf Monaten wahrscheinlich ein NFT (gegenüber 27% im Jahr 2022).</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||„Fractional Ownership“: neuer Trend im Digital Art Investment--><h5>„Fractional Ownership“: neuer Trend im Digital Art Investment</h5><p>Die Lücke, die NFTs im digitalen Kunstmarkt hinterlassen, ist nach den Ergebnissen des Hiscox Online Art Trade Report 2023 offenbar nicht unbesetzt geblieben. Der Trend des „Fractional Ownership“ zeige demnach deutliches Potenzial. Dabei handelt es sich um eine Form von Besitz, bei dem meist wertvolle Gegenstände gemeinsam beschafft und genutzt werden. Obwohl aktuell nur 9% der befragten Kunstkäufer aussagen, in den letzten zwölf Monaten in einen Anteil an einem Kunstwerk oder Sammlerstück investiert zu haben, gaben 61% an, dass sie dies in den nächsten zwölf Monaten wahrscheinlich tun würden. Bei den jüngeren Käufern sind es laut Hiscox sogar mehr als drei Viertel (78%).</p><p>Das liege vermutlich an der Erschwinglichkeit, oder vielmehr an dem Mangel der Erschwinglichkeit von Kunstinvestitionen. Anlagewürdige Kunst sei für die meisten Sammler und Investoren unerschwinglich geworden, durch die Preisinflation auf dem Kunstmarkt in den letzten 20 Jahren. Obwohl fast ein Fünftel (18%) bereit wäre, mehr als 100.000 US-Dollar auszugeben, werde der Großteil (64%) der potenziellen Käufer von sogenanntem Bruchteilseigentum im Jahr2023 weniger als 10.000 US-Dollar ausgeben. Damit weise dieses Modell deutliche Parallelen zum Anlageverhalten der Neobroker auf.</p><p>Denn gleichzeitig sorge die Volatilität der Wirtschaftslage dafür, dass das Thema Sicherheit eine stärkere Rolle in der Investitionsstrategie spielt. ETFs sind bei den Neobrokern derzeit deutlich gefragter als zuvor, weil sie als vergleichsweise risikoarmes Vehikel gelten. Analog dazu weisen auch Kunstwerke eine überdurchschnittliche Wert- und Krisenstabilität auf, weshalb die überwiegende Mehrheit (86%) der Kunstkäufer, die in den nächsten zwölf Monaten den Erwerb von Anteilseigentum in Erwägung ziehen, ihr Anlageportfolio erweitern wollen. (mki)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Kalyakan – stock.adobe.com</i></p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/kunst-zwischen-authentizit%C3%A4t…; target="_blank" >Lesen Sie auch: Kunst zwischen Authentizität, Echtheit und Fälschung</a></p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/kunst-im-schadenfall-geht-es-um-m…; target="_blank" >Lesen Sie auch: Kunst: Im Schadenfall geht es um mehr als Sachschaden</a></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/29F2004D-EF5D-4255-8571-396AF1406A02"></div>

 

Partielles Provisionsverbot: Wird es den Neobrokern schaden?

Für Finanzberater ist ein Provisionsverbot vorerst vom Tisch – nicht aber für „Execution-Only“-Geschäfte. Das könnte Simon-Kucher zufolge u. a. das Geschäftsmodell von Neobrokern stark beeinträchtigen. Trade Republic und Scalable Capital haben sich gegenüber AssCompact geäußert.

Die EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness verkündete Ende April, dass vorerst kein EU-weites Provisionsverbot für Finanzberater eingeführt werden soll (AssCompact berichtete: EU-Kommission verzichtet auf Provisionsverbot – vorerst). Die EU-Kleinanlegerstrategie, die am 24.05.2023 vorgestellt werden soll, werde ihren Angaben zufolge zwar eine Revisionsklausel enthalten, um ein Provisionsverbot auch hinterher noch durchsetzen zu können, für den Moment jedoch ist die Debatte vom Tisch.

Zumindest für Provisionen für Finanzberater. An anderer Stelle will die EU-Finanzkommissarin dennoch regulieren, so z. B. bei sogenannten „Execution-Only“-Geschäften, bei denen die Finanzdienstleister ohne jegliche Beratungsdienstleistung eine reine Orderausführung übernehmen. Nach Ansicht von Partner Max Biesenbach und Senior Director Sonia King von der globalen Strategieberatung Simon-Kucher könne dies für „spürbare Konsequenzen für Finanzdienstleister und Verbraucher“ sorgen.

Provisionsverbot bei „Execution-Only-Geschäften“

Die oben beschriebenen „Execution-Only“-Geschäfte werden in erster Linie von den im deutschen Onlinebroker-Markt führenden Direktbanken sowie den extrem erfolgreich gewachsenen Neobrokern durchgeführt. Je nachdem, wie umfassend die EU-Kommission ein „Provisionsverbot“ für diese Geschäfte auslegt, wären jeweils beim Kauf eines Fonds anfallende Ausgabeprovisionen, jährlich wiederkehrende Bestandsprovisionen für das Halten von Fonds im Bestand, aber ggf. auch die bei Neobrokern besonders umsatzrelevanten und jeweils beim Kauf von ETFs anfallenden Kickbacks betroffen, so heißt es von Simon-Kucher.

Sollten neben „Execution-Only“-Geschäften auch beratungsfreie Transaktionen vom Provisionsverbot betroffen sein, wäre insbesondere das Geschäftsmodell der Neobroker, also bspw. Trade Republic und Scalable Capital, von diesem Schritt betroffen. Simon-Kucher hält eine Einführung von monatlichen Abogebühren oder auch die Erhöhung von Transaktionsgebühren für denkbare Folgen. Doch nicht nur Direktbanken und Neobroker wären betroffen, auch klassische Filialbanken könnten die „drastischen Auswirkungen“ auf ihr Geschäftsmodell spüren, sollte die EU-Kommission auch die im Rahmen eines beratenen Wertpapierdepots anfallenden beratungsfreien Geschäfte mit einem Provisionsverbot versehen. Simon-Kucher zufolge sei es heute weit verbreitete Praxis, dass Anleger beratene und beratungsfreie Transaktionen in einem einzigen Wertpapierdepot mischen. Wenn die Filialbanken ihre Erträge sichern wollen, dann hätte ein Provisionsverbot für diese Transaktionen eine deutlich stärkere Trennung dieser Geschäfte und auch eine unterschiedliche Bepreisung zur Folge.

Das sagen Trade Republic und Scalable Capital

Auf Nachfrage von AssCompact haben sich die beiden großen deutschen Neobroker zu der Thematik geäußert. Trade Republic möchte derzeit noch nicht mit einem medialen Statement in den Prozess eingreifen, da sich die „Ausgestaltung des Provisionsverbots vonseiten der EU-Kommission noch im Verhandlungsmodus“ befinde. Das Berliner Unternehmen versicherte AssCompact jedoch, dass es die aktuellen Entwicklungen rund um ein potenzielles Verbot von „Execution-Only“ intensiv beobachte.

Scalable Capital wurde etwas deutlicher. Für die Münchner sei ein solcher Vorschlag „nicht im Einklang mit den Zielen der Kommission, neue Möglichkeiten für Sparer:innen und Anleger:innen zu schaffen und die EU zu einem noch sichereren Ort für langfristiges Sparen und Investieren zu machen“. Es sei bereits mit den bestehenden gesetzlichen Regelungen sichergestellt, dass Zuwendungen ausschließlich für qualitätsverbessernde Maßnahmen verwendet und offengelegt werden. Ein einseitiges Verbot von Zuwendungen wäre zum Nachteil von Millionen von Privatanlegerinnen und -anlegern und würde eine Vergrößerung der Rentenlücke riskieren, so Scalable Capital. Das Unternehmen verfolge die Debatte dazu ebenfalls eng und werde den Vorschlag der Kommission bewerten und sich weiterhin für Privatanlegerinnen und -anleger einsetzen. (mki)

Bild: © Thapana_Studio – stock.adobe.com

 

Rezession in Europa: Kommt sie oder kommt sie nicht?

Unter dem Motto „Wohlstand sichern in einer volatilen Welt“ fand diese Woche die zweite Investmentkonferenz des französischen Vermögensverwalters Amundi statt. Die Amundi-Experten beschäftigten sich auch mit der Frage einer wirtschaftlichen Rezession und geopolitischen Risiken.

Portfoliomanager, Anlageberater und allgemein Dienstleister in der Investmentbranche sind momentan wohl nur schwer zu beneiden. Denn die Märkte entwickeln sich derzeit häufig unvorhersehbar, sind dementsprechend schwer zu lesen. In solch einem volatilen Umfeld sind Anlageentscheidungen schwierig zu treffen. Und genau unter diesem Motto fand am Mittwoch, 03.05.2023, die zweite Investmentkonferenz von Amundi statt: „Wohlstand sichern in einer volatilen Welt“.

Mehrere Experten des französischen Vermögensverwalters versuchten in der zweistündigen Veranstaltung, moderiert von ntv-Wirtschaftsjournalistin Sabrina Marggraf, Licht ins Dunkel der wirtschaftlichen Zukunft zu bringen.

Kommt die Rezession oder kommt sie nicht?

Thomas Kruse, CIO von Amundi Deutschland, und Prof. Dr. Michael Heise, ehemaliger Chefvolkswirt der Allianz und seit 2020 Beiratsmitglied bei Amundi, beschäftigten sich in erster Linie mit der Frage „Rezession in Deutschland: ja oder nein?“ und insbesondere Prof. Heise sieht die Frage nicht ganz so pessimistisch. Er rechne eher mit einem „schwachen Wachstum“. Bereits letztes Jahr wurde über eine mögliche Rezession gesprochen, die aber trotz der enormen Belastungen wie dem Ukraine-Krieg oder dem „beispiellosen Energiepreisschock“ ausblieb. Die Eurozone habe sich dementsprechend deutlich besser geschlagen als gedacht.

Dennoch glaubt Heise an ein eher schwaches Wirtschaftswachstum, denn die Belastungen seien eben noch nicht alle vorbei. Die Inflation ist noch sehr hoch, zehrt an der Kaufkraft der Bürger und werde, so Heise, auch nur teilweise durch Lohnerhöhungen kompensiert. Außerdem seien Kredite weiterhin etwas knapp. Positiv anzumerken sei aber, dass der Euroraum besser abschneiden werde als die US-Wirtschaft, da Europa stärker vom Rückgang der Energiepreise und vom wirtschaftlichen Aufschwung in China profitiere, der nach dem Exit aus der Zero-Covid-Politik einsetzte.

Amundi führte während der Konferenz auch Umfragen unter den rund 1.100 Zuschauern durch – die erste war gleich die Einschätzung, ob diese in Deutschland mit einer Rezession rechnen. Das Ergebnis war sehr ausgeglichen. 52% glaubten nicht an eine Rezession, 48% schon. Für Thomas Kruse bestätige dies die These von Prof. Heise, nämlich dass sich wahrscheinlich keine Rezession, sondern ein nur gemächliches Wachstum einstellen werde.

Geopolitische Risiken und Geldanlage

Ein großer Bestandteil der Konferenz war auch ein Vortrag von Anna Rosenberg, der Expertin für geopolitische Risiken bei Amundi. In den letzten Jahren sei ihren Aussagen zufolge die Geopolitik ein immer wichtigerer Aspekt der Finanzmärkte geworden, insbesondere seit dem Brexit und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Herbst 2016. Durch die Corona-Pandemie sei dieser Prozess noch verschnellert worden. Viele Länder würden jetzt mehr Entscheidungen treffen, die in ihrem eigenen strategischen Interesse sind. Dies führe zu mehr Friktion, zu mehr Verhandlungen und bilde somit für Unternehmen eine schwierigere Grundlage, erfolgreich zu sein.

Ein großer Faktor im Rahmen der geopolitischen Risiken ist Rosenberg zufolge die Spannung zwischen den USA und China. Denn das „Reich der Mitte“ trete als neuer Akteur auf der Weltbühne wesentlich proaktiver auf. Zwischen den beiden Großmächten werde es nach Rosenbergs Ansicht in den nächsten Jahren einen Abwärtstrend geben – abhängig davon, welche Rolle China im Ukraine-Krieg spielen wird und wie sich der Konflikt mit Taiwan weiterentwickelt. Sollte China Waffen an Russland liefern, würde dies einen Bruch mit der Europäischen Union bedeuten. Da China dies, so Rosenberg, nicht anstrebt, halte Amundi dies für unwahrscheinlich – außer in dem Fall, dass sich eine Niederlage Russlands im Ukraine-Krieg abzeichnen sollte, oder aber die Beziehung Chinas zu den Vereinigten Staaten zerbricht.

Als Anleger müsse man in einem derartigen geopolitischen Umfeld genau darauf schauen, welche Aspekte des Weltgeschehens marktrelevant sind, beobachten, wer welche Entscheidungen trifft und was daraufhin passiert. Geopolitische Risiken spielen bei Amundi eine immer größere Rolle im Haus. Rosenberg arbeitet seit Herbst 2022 als Head of Geopolitics bei der Investmentgesellschaft. Helen Windischbauer, Managerin für Multi-Assets, betonte in der Diskussionsrunde, dass man auch ein Stück weit in die Zukunft vorausdenken müsse. Bei Amundi gebe es diverse Arbeitsgruppen, die sich mit Geopolitik beschäftigen und deren Meinungen direkt in die Makrostrategie des Hauses einfließen würden. (mki)

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Nach Preissteigerungen: Goldanleger füllen Bestände auf

Anfang 2023 erlebte Gold einen erheblichen Aufschwung. Im selben Zuge konnten damit gehörige Gewinne erzielt werden. Doch mittlerweile gehen auch die Bestandskäufe wieder in die Höhe. Und: Die deutschen Goldanleger sind nicht mehr so dominant wie zuvor.

Aurum – der Zufluchtsort für Anleger in volatilen Zeiten. Anfang 2023 erlebte Gold einen starken Aufschwung, die Preise gingen richtig in die Höhe. Beachtliche Gewinnmitnahmen waren die Folge. Mittlerweile jedoch haben sich die Anleger wohl an die hohen Preise gewöhnt, denn die Bestände werden wieder aufgestockt, so BullionVault, der weltweit größte Online-Anbieter für Edelmetallanlagen, zu ihrem Gold-Investor-Index. Dabei wurden im letzten Monat neue Rekordwerte von durchschnittlich 2.000 US-Dollar und 1.600 Euro pro Feinunze erreicht.

Deutschland weniger dominant beim GII

Der Gold-Investor-Index, kurz GII, ist ein Stimmungsbarometer für Edelmetalle, das aus den tatsächlichen Kauf- und Verkaufsentscheidungen des BullionVault-Marktplatzes ermittelt wird. Ein ideales Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern würde einen Wert von 50,0 ergeben. Im vergangenen Monat stieg der GII Deutschland um 0,9 Punkte auf 54,1.

 

Nach Preissteigerungen: Goldanleger füllen Bestände auf

 

Während der Wert immer noch höher als der GII ohne Deutschland (53,8) war, konnte der Rest der Welt den Index um ganze 2,0 Punkte steigern. Dadurch wurde der Abstand auf nur noch 0,3 Punkte verringert. Das sei BullionVault zufolge der geringste Abstand seit Dezember 2014. Die Dominanz der Deutschen unter den westlichen Geldinvestoren hat sich also verringert, obwohl deutsche Sparer als Goldanleger bekannt seien. Insbesondere in den letzten sechs Monaten sei der Unterschied zwischen Deutschland und anderen Ländern „dramatisch geschrumpft“, so Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault. Fast ein Jahrzehnt lang hätten die deutschen Haushalte die Goldinvestitionen des westlichen Einzelhandels dominiert. Weltweit stünden sie damit auf Platz 4 der größten Goldverbraucher, einschließlich Schmuck – nach China, Indien und den USA.

Edelmetalle als sicherer Hafen

In Ländern, in denen politische und finanzielle Krisen herrschen, erlebe die Edelmetallindustrie das steilste Wachstum, meldet BullionVault. Besonders in den USA wachse das Interesse an Edelmetallinvestitionen, da das Schuldenmoratorium die Angst vor dem Bankensektor verstärke. Dies erinnere an die Reaktion deutscher und anderer Anleger in der Eurozone auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine im Frühjahr 2022 und an die Reaktion britischer Anleger auf den „desaströsen Mini-Haushalt“ der britischen Regierung im September.

Im April ging die Zahl der weltweiten Erstanleger in Edelmetalle gegenüber dem Jahreshöchststand vom März 2023 zurück. In den USA stieg die monatliche Zahl jedoch wieder an. Sie erreichte den höchsten Stand seit April 2021 und hat sich gegenüber dem vorherigen Zwölfmonatsdurchschnitt mehr als verdoppelt. Diesem Anstieg von 109,3% steht ein Rückgang von 29,0% für Deutschland im Vergleich zum vorherigen Zwölfmonatsdurchschnitt gegenüber und einem Rückgang von 3,3% für den Rest der Eurozone. (mki)

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Ifa kritisiert EU-Kleinanlegerstudie zu Provisionsverbot

Im Mai 2022 veröffentlichte Kantar die „Kleinanleger-Studie“, in der unter anderem festgehalten wurde, dass Anlageprodukte mit Provision deutlich mehr kosten als ohne. Nach einem eingeräumten Berechnungsfehler im Februar 2023 wird der Studie nun eine weitere Abfuhr erteilt.

Die Debatte um ein Provisionsverbot in der Finanzanlagenberatung reißt nicht ab – eher im Gegenteil. Durch die Blume wird die Diskussion immer hitziger. Vor etwa einem Jahr wurde im Auftrag der EU-Kommission die EU-Kleinanlegerstudie von Kantar veröffentlicht, in der es hieß, dass durch Provisionsberatung vertriebene Finanzprodukte mit 35% höheren Kosten versehen sind als Produkte ohne Provisionsberatung. Im Februar 2023 mussten die Studienautoren allerdings einen Berechnungsfehler einräumen: In Wirklichkeit sollten es nur 24 bis 26% sein, wie es in der korrigierten Fassung der Studie „Disclosure, inducements and suitability rules for retail investors“ heißt.

Dann gab es Anfang April 2023 eine Studie von der Uni Regensburg, die darlegen soll, dass Provisionsverbote eine durchaus nennenswerte Auswirkung auf die Anlagerenditen hätten, nämlich 1,7% p. a. (AssCompact berichtete: Würde ein Provisionsverbot eine höhere Rendite einbringen?). Und nun bringt eine weitere Untersuchung vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften der Universität Ulm Feuer in die Debatte. Jene Untersuchung von Prof. Dr. Jochen Ruß, Prof. Dr. Alexander Kling und Dr. Andreas Seyboth, erstellt im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV), stellt nicht nur die Brauchbarkeit der Kantar-Studie im Allgemeinen infrage, sondern will zusätzlich belegen, dass eine Koexistenz von Provision- und Honorarberatung in jedem Fall notwendig sei.

Kantar-Studie sollte die Diskussion nicht derart beeinflussen

Mairead McGuinness, die Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Finanzstabilität und Kapitalmarktunion in der EU-Kommission hatte die Kantar-Studie ursprünglich in Auftrag gegeben, um den politischen Entscheidern eine Basis zu geben, auf der die Debatte um ein mögliches Provisionsverbot geführt werden kann. Doch genau darin liegt das Dilemma, wie auch das ifa in einer Mitteilung zu seiner neuen Studie schildert. Die Argumente und Ergebnisse der Kantar-Studie wurden wegweisend für die politische Diskussion über Provision – dabei allerdings Ruß, Kling und Seyboth zufolge oft fehlinterpretiert.

Es gebe keinen quantitativen Beitrag zur Frage, ob für Verbraucher, die bei finanziellen Entscheidungen Beratung wünschen, eine nicht mit Provisionen finanzierte Form der Beratung besser geeignet wäre. Die Kantar-Studie zeige lediglich, dass ausgewählte Fonds, in welche Vergütungen für den Vertrieb eingepreist sind, teurer seien als ausgewählte Fonds, bei denen das nicht der Fall ist. Eine den ifa-Studienautoren zufolge „banale Aussage“, die aber fälschlicherweise als Nachteil provisionsbasierter Beratung verstanden und außerdem auf Versicherungs- und Altersvorsorgeprodukte gleich mit übertragen wurde. Über diese gebe es weder irgendeine Aussage noch seien dazu Analysen durchgeführt worden.

Weiterhin würden Argumente jenseits einer reinen Kostenbetrachtung gänzlich ausgeblendet. Beispielsweise könne in Ländern mit Provisionsverbot beobachtet werden, dass diejenigen Verbraucher, die Beratung am dringendsten benötigen, nicht bereit bzw. in der Lage seien, alternative Beratungsvergütungen wie Honorare zu bezahlen.

Quantitative Argumente für eine Koexistenz von Provision und Honorar

Prof. Ruß und sein Team haben also im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater e. V. eine Studie angefertigt, um zu untersuchen, für welche Typen von Verbrauchern welche Form der Beratungsvergütung kostengünstiger ist. Hierzu wurden quantitative Analysen anhand verschiedener Vergütungsmodelle durchgeführt und jeweils die Beitragshöhe ermittelt, unterhalb der eine provisionsbasierte Beratung günstiger ist als eine Honorarberatung.

Hier habe sich deutlich ergeben, dass für Verbraucher, die regelmäßig eher kleine Summen sparen (die also im Rahmen der EU-Kleinanlegerstrategie besondere Beachtung erhalten müssten) provisionsbasierte Modelle meist kostengünstiger seien als Honorarmodelle. Bei monatlichen Sparraten von unter 100 Euro schneide ein Verbraucher stets günstiger ab. Bei in der Altersvorsorge typischen Vertragslaufzeiten von 20 bzw. 30 Jahren sei das Provisionsmodell sogar bis zu einem monatlichen Beitrag von 186 bzw. 129 Euro günstiger.

Es sei also erstrebenswert, dass Provisionsberatung und Honorarberatung miteinander existieren, finden die Studienautoren – selbst wenn man ausschließlich mit Kosten der Beratung argumentiere und alle anderen Argumente außer Acht lässt. Die Behauptung, dass ein Modell stets dem anderen Modell überlegen sei, sei „schlicht unsinnig“.

Die Studie Provisionsverbot und Kleinanlegerstrategie auf der Website des ifa Ulm frei zum Download verfügbar.

Zeidler und Schwintowski appellieren zum Schulterschluss

Auch die beiden Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski und Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler wandten sich in einem offenen Brief an die Branche. Für sie sei ein vollständiger Systemwechsel von der freien Wahl zwischen Honorar und Provision hin zum Zwang zur Honorarberatung eine Entmündigung der Verbraucher. Nicht nur würde solch ein Wechsel viele Kollateralschäden bringen, sondern er wäre auch überflüssig. Denn die in den letzten Jahren entstandenen DIN-Normen für eine unternehmensübergreifende, objektive und neutrale Finanzanalyse von Privathaushalten und zur Risikoprofilierung von Privatanlegern seien bestens geeignet, Fehlanreize und Interessenkonflikte weitestgehend aus der Finanzberatung zu eliminieren.

So stelle zum Beispiel die DIN-Norm 77230 "Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte" die kundenindividuell als relevant ermittelten Finanzthemen in eine feste, wissenschaftlich fundierte und nicht von Vertrieben oder Beratern manipulierbare Rangfolge. Aktuell sei diese Norm auf dem Weg von einer deutschen zur europäischen Norm. Ein Provisionsverbot wäre dann in absehbarer Zeit auch für die anderen europäischen Staaten obsolet, so Zeidler und Schwintewski. Sie appellieren daher, den Schulterschluss aller beratend Tätigen zu suchen und auf Mitgliedsunternehmen und Mitarbeitende einzuwirken, dass sie sich durch die aktive Umsetzung der vorhandenen DIN-Normen für Verlässlichkeit und konsequente Kundenorientierung und damit gegen Fehlanreize in der Finanzberatung positionieren und so ein starkes Signal gegen die Sinnhaftigkeit eines Provisionsverbots setzen können. (mki)

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Fondspolicen: Das sind die besten gemanagten Fonds

Die Rating-Agentur Assekurata hat 92 Fonds bei fondsgebundenen Rentenversicherungen im Jahr 2022 auf ihre Performance untersucht und die besten herausgefiltert. Eine Versicherungsgesellschaft konnte sich zugleich die Plätze 1 und 2 sichern.

Fondsgebundene Rentenversicherungen stellen bei vielen Versicherungen ein häufig vertriebenes Modell dar, mit dem Kunden ihre private Rente aufbessern wollen. Mit inbegriffen ist dabei auch, einen Schritt in Richtung Kapitalmarkt zu gehen, denn ein Teil des monatlichen Sparbetrags wird dabei in aktiv gemanagte Investmentfonds und ETFs investiert. Manche dieser Fonds performen so wie gewünscht – andere nicht.

Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH hat nun im Auftrag des Handelsblatts zum vierten Mal eine Studie durchgeführt, um die Fonds zu ermitteln, die am besten gemanagt wurden und somit als zuverlässige Produkte im Rahmen der Fondspolicen zu bewerten waren. Und auch wenn viele Kunden den Versicherern die konkrete Wahl der Fonds überlassen und damit in der Vergangenheit gute Ergebnisse für sich generieren konnten, habe man sich 2022 dem „Negativtrend an den Finanzmärkten nicht entziehen“ können, so Romina Köpke, Analystin und Leiterin der Studie bei Assekurata.

92 Fonds, 19 Versicherungsgesellschaften

Assekurata hat die Untersuchung für das Handelsblatt nun das vierte Mal durchgeführt. Die Versicherungsgesellschaften waren beauftragt, einen ausführlichen Fragebogen zu ihren Fondspolicen auszufüllen und der Rating-Agentur zurückzuschicken. Die Bewertung erfolgte schließlich über ein Jahr, drei Jahre und fünf Jahre in je vier Kategorien: Rendite, Risiko, Reaktionsvermögen sowie Risikoentlohnung. Teilgenommen an der Untersuchung haben schließlich 19 Versicherungsgesellschaften, 92 Fonds konnten so bewertet werden. Keine Reaktion im Vergleich zum Vorjahr kam von Allianz und Canada Life. Neu hinzu kam die Württembergische.

Fonds haben sich deutlich verschlechtert

Im Vergleich zum Vorjahr schnitten die gemanagten Fonds durchschnittlich deutlich schlechter ab. In der letzten Auswertung erzielten sie noch durchschnittlich 69 Punkte, nun nur noch 56. Die Note „sehr gut“ wurde nur sechsmal vergeben, im Vorjahr 17-mal. Ein „Gut“ erhielten allerdings fünf Fonds, in der letzten Untersuchung waren es nur zwei. Acht Gesellschaften müssen sich mit einem „Befriedigend“ begnügen, im Vorjahr war es nur eine. Vor allem die jungen Fondsprodukte seien durch die schwierigen Marktbedingungen in Mitleidenschaft gezogen worden, sagt Röpke. Abgesehen von einem Fonds wurden alle Produkte, die erst ein oder zwei Jahre auf dem Markt waren, mit „befriedigend“ oder schlechter bewertet.

Das sind die besten gemanagten Fonds

Klarer Sieger des Rankings ist der Pangaea Life Blue Living, ein 2021 aufgelegter, nachhaltiger Immobilienfonds. Er erreichte 2022 eine Rendite von 7,98% bei 93 Punkten, und ist der eine „neue“ Fonds, der besser als „befriedigend“ abschnitt. Auf Platz 2 folgt ein weiterer nachhaltiger Fonds von Pangaea Life, der Tochter der Bayerischen, nämlich der Pangaea Life Blue Energy, der mit nahezu 500 Mio. Euro Kundengeldern in Windparks, Solaranlagen, Wasserkraftwerke und Batteriespeicher in Europa investiert ist. Im letzten Jahr erzielte er eine Rendite von 16,72%, auf drei Jahre gerechnet 9,52% p. a. Bereits zum vierten Mal nimmt der Blue Energy an der Untersuchung teil und landete bisher immer auf Platz 1.

Die beiden Fonds sind auch die Hauptverantwortlichen dafür, dass nachhaltige Fonds nicht noch schlechter abschnitten als ohnehin schon. Zwar nehme die Bedeutung des Themas an der Börse zu – 44 der 92 Fonds sind inzwischen als nachhaltig gekennzeichnet, 2020 waren es nur sechs – doch die Durchschnittsperformance dieser Fonds lag 2022 mit 52 vier Punkte unter dem Gesamtdurchschnitt. Grund dafür sei die „hervorragende“ Performance der Energie- und Rohstoffaktien.

Der dritte und letzte Fonds, der die Note „sehr gut“ erhielt, ist der „Strategie chancenreich“ von HanseMerkur. Die Rendite lag letztes Jahr bei –6,59%, über die letzten drei Jahre 5,75% und über die letzten fünf Jahre bei 5,59%.

Diese Versicherer wurden am besten bewertet

Aufgrund der Top-Wertungen für den Blue Energy und den Blue Living ist BL die Bayerische auch der Top-Versicherer der Untersuchung. Mit 91 Punkten liegen die Münchener mit Abstand auf Platz 1. Rang 2 mit 75 Punkten sichert sich mit nur einem einzigen ETF-Fonds, dem „Global ETF Portfolio“ die Deutsche Ärzteversicherung (DÄV). Der ETF habe aufgrund einiger strategischer Entscheidungen den MSCI World übertreffen können, sagt Christian Hein, Fondsmanager des Portfolios bei der APO Asset Management.

Ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet wurden die HUK-COBURG (66 Punkte), HanseMerkur (61 Punkte), Zurich Deutscher Herold (61 Punkte) und die Barmenia (60 Punkte).

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