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12. März 2021
Nachfrage treibt Immobilienpreise in C- und D-Städten in die Höhe

Nachfrage treibt Immobilienpreise in C- und D-Städten in die Höhe

Der Immobilienboom ist längst nicht mehr nur auf die deutschen Metropolen beschränkt. Nach der zweiten erreicht er nun auch die dritte Reihe. Einer aktuellen Auswertung von Engel & Völkers Commercial zufolge treibt die hohe Nachfrage die Immobilienpreise in C- und D-Städten in die Höhe.

Die Kaufpreise von wohnwirtschaftlichen Anlageimmobilien in C- und D-Städten sind aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage von Investoren weiter gestiegen. Engel & Völkers Commercial erwartet in den 19 C- und 27 D-Städten im Umland der Metropolen einen weiter zunehmenden Druck auf die Renditen. In der Spitze liegen die Faktoren bereits beim 35-Fachen der Jahresnettokaltmiete. Allerdings sind die regionalen Unterschiede immens. So liegen die Quadratmeterpreise zwischen 325 und 5.500 Euro.

Wohnungssuchende verlassen häufiger Metropolen

Die 46 im „Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2021“ von Engel & Völkers Commercial analysierten C- und D-Städte liegen oftmals in Ballungsräumen oder im nahen Umfeld der 15 größten deutschen Städte und partizipieren am dortigen Nachfragedruck auf dem Wohnungsmarkt. Abseits der Metropolen stünden besonders Städte mit großen Universitäten, hoher Lebensqualität und erfolgreichen Unternehmen im Fokus der Investoren. So würden die vielen Studenten in Osnabrück, Erfurt, Jena, Magdeburg oder Aachen für Dynamik sorgen. Demgegenüber sichern beispielsweise die Naherholungsqualitäten der Ostsee die Wertstabilität von Immobilien in Rostock, Lübeck und Kiel. Darüber hinaus ziehe es vermehrt Investoren aus angespannten Märkten wie Frankfurt am Main ins Umland, etwa nach Hanau und Aschaffenburg. Die coronabedingten Flexibilisierungen der Arbeitsplätze dürften die Zuzüge in die Nachbarstädte nochmals verstärken.

Reges Transaktionsgeschehen in NRW

Bei Kapitalanlegern seien besonders die nordrhein-westfälischen C-Städte erneut sehr beliebt gewesen. Alleine in Wuppertal wurden 617 Wohn- und Geschäftshäuser veräußert. Die auf den Plätzen zwei bis vier gelegenen Städte Mülheim an der Ruhr (286), Mönchengladbach (283) und Aachen (266) verzeichneten jeweils weniger als die Hälfte der Transaktionen. Im süddeutschen Raum würden Anlagestandorte wie Regensburg, Heidelberg, Augsburg oder Konstanz attraktive Rahmenbedingungen für risikoaverse Kapitalanleger mit einem langfristigen Anlagehorizont bieten. Allerdings hat sich dort zuletzt die Renditekompression fortgesetzt. „In den genannten Städten sind Renditen über der 5%-Marke selbst in den einfachen Lagen die seltenen Ausnahmen“, erläutert Thies Schwarz, Research Analyst bei Engel & Völkers Commercial.

Niveau teilweise wie in den A-Städten

Die beliebten süddeutschen C- und D-Städte liegen mit Kaufpreisen von bis zu 5.500 Euro pro m² der Analyse zufolge teilweise bereits auf dem Niveau der A-Städte. Der durchschnittliche Angebotspreis in allen im Marktbericht von Engel & Völkers Commercial analysierten C- und D-Städten lag in Baden-Württemberg und Bayern im zweiten Halbjahr 2020 bei 2.192 Euro pro m² und damit 14% höher als ein Jahr zuvor. Im weiteren Bundesgebiet haben besonders C- und D-Städte im direkten Umland der Metropolen ein erhöhtes Preisniveau erreicht. So sei beispielsweise der durchschnittliche Angebotspreis in Potsdam mit 3.877 Euro pro m² im zweiten Halbjahr 2020 höher als im benachbarten Berlin.

Einfache Lagen bieten opportunistischen Investoren noch Chancen

In den einfachen Lagen fänden renditeorientierte Investoren weiterhin entwicklungsfähige Immobilien zu moderaten Kaufpreisen. Opportunistisch veranlagte Investoren könnten etwa in Leverkusen, Lübeck und Halle (Saale) noch Investments im niedrigen zweistelligen Faktorbereich für teilweise unter 1.000 Euro/m² finden. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach wohnwirtschaftlichen Anlageimmobilien werde die Situation auch ein weiteres Ausweichen von renditeorientierten Investoren auf die dezentraleren Standorte wie Chemnitz, Kassel oder Bremerhaven zur Folge haben. (mh)

© Bild: Kara – stock.adobe.com

 

Leserkommentare

Gespeichert von Wilfried Stras… am 15. März 2021 - 10:17

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Bei einem Bevölkerungsrückgang von 85 Millionen auf 65 Millionen könnten die Preise tief in den Keller gehen. Schon heute ist in teuren Lagen über Vermietung keine auskömmliche Rendite zu erzielen. Viel weniger Stress und Kosten kann man mit ETFs bei uns, mit bis 66% Förderung, lebenslanger Auszahlung und weitgehendem Insolvenzschutz, erzielen.

Kein Ärger mit Mietern, Hausverwaltungen, Instandsetzungen usw.. Wesentlich flexibler und Anpassungsfähiger. Auch Teilverkäufe sind möglich-geht mit dem Bad allein eher nicht.