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31. Oktober 2021
ÖD – Alles andere als öde

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ÖD – Alles andere als öde

ÖD – Alles andere als öde

Der öffentliche Dienst ist für Makler wie Versicherer ein wachsender Absatzmarkt. Trotzdem schrecken viele Vermittler vor einem Engagement zurück, weil beim Beamtentum viele Eigenheiten zu berücksichtigen sind. Mit Spezialwissen, etwa mithilfe der DBV, gelingt aber auch der Weg durch den Verwaltungsdschungel.

Ein Beitrag von Kai Kuklinski, Vertriebsvorstand AXA Konzern AG

So mancher Makler mag bei seiner ersten Beschäftigung mit Besoldungsgruppen, Beamtenlaufbahnen, Zulagen und Dienstverhältnissen denken: „ÖD – oje!“ Denn Beamter ist nicht gleich Beamter bzw. Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes. Die Zielgruppen sind sehr divers, unterscheiden sich beispielsweise nach Bundesland, Laufbahn und Segment (z. B. innere Sicherheit und Bildung). Viele fachliche Voraussetzungen und Regularien ändern sich dynamischer als bei Mitarbeitenden der Privatwirtschaft. Vor allem bei Fokusbedürfnissen wie Dienstunfähigkeit, Diensthaftpflicht, Beihilfe und Heilfürsorge. Damit keine Versorgungslücken für die Versicherten entstehen, müssen zum Beispiel jedes Jahr mehrere hundert Beihilfeänderungen im Tarifwerk und bei der Beratung abgebildet werden.

Kompliziert, aber attraktiv

Klingt kompliziert. Ist es auch. Dabei sollte aber ein entscheidender Punkt nicht aus dem Blick geraten: Auch wegen der hohen Kundenloyalität ist der öffentliche Dienst für Makler und Versicherer ein äußerst attraktives Betätigungsfeld. Darüber hinaus steht er vor fundamentalen Herausforderungen und hat gerade in Krisenzeiten seine Leistungsfähigkeit und Bedeutung für ein funktionierendes Staatswesen bewiesen.

Die Zielgruppe ÖD ist ein Wachstumsmarkt! Seit Jahren steigt die Zahl der Beamten und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst in Deutschland. Rund 5 Millionen Menschen waren 2020 in diesem Sektor beschäftigt – 83.200 mehr als im Jahr zuvor, ein Plus von 1,7%. Einige Segmente legten beson­ders stark zu, etwa die Polizei (+2,1%). Von 2010 bis 2020 stieg die Zahl der Polizistinnen und Polizisten in Deutschland sogar um 11% (33.300 Personen).

Die Zahl der Neueinstellungen – und damit der möglichen Neukunden – dürfte auch wegen der demografischen Entwicklung hoch bleiben. Bis 2030 werden dem Deutschen Beamtenbund zufolge rund 1,3 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den Ruhestand gehen. Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind eine solvente Zielgruppe mit hoher Arbeitsplatzsicherheit. Das macht den Bereich zu einem attraktiven Arbeitgeber für junge Menschen, wie auch intensive Marktforschung im Auftrag der DBV ergeben hat. Zahlreiche qualitative und quantitative Untersuchungen und Befragungen bestätigten darüber hinaus, dass der Beratungsbedarf hoch ist. Jeder Zweite fühlt sich in Versicherungs- und Vorsorge­fragen tendenziell überfordert, schätzt aber die hohe Bedeutung dieser Themen richtig ein.

Denn die drohende Versorgungslücke ohne eigene Absicherung steigt. Beamte tragen oft besondere berufliche Risiken. Gerade junge Beschäftigte, die noch auf Widerruf oder Probe verbeamtet sind, müssen selbst vorsorgen. Auf eine Absicherung der Dienstunfähigkeit durch den Dienstherrn können sie erst nach Verbeamtung auf Lebenszeit und erfüllter 60-monatiger Wartezeit zählen.

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Ein Artikel von
Kai Kuklinski