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„Aktuell drohen dramatische Verluste für Sparer und Anleger“
25. November 2019

„Aktuell drohen dramatische Verluste für Sparer und Anleger“

Rolf B. Pieper, Chefstratege der EFM Europäische Finanzmanufaktur, sieht aktuell große Gefahren für Erspartes und Vermögenswerte. Es gebe nicht nur eine große Gefahr, sondern Blasen über Blasen. Sparer sollten daher schnellstmöglich umschichten auf neue Spar- und Anlagekonzepte.

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Rolf B. Pieper, Chefstratege der EFM Europäische Finanzmanufaktur, sieht aktuell große Gefahren für Erspartes und Vermögenswerte. Es gebe nicht nur eine große Gefahr, sondern Blasen über Blasen. Sparer sollten daher schnellstmöglich umschichten auf neue Spar- und Anlagekonzepte.


„Aktuell drohen dramatische Verluste für Sparer und Anleger“
Was sollen die Anleger genau tun?

Schnellstmöglich umschichten. In einer Welt der ausufernden Verschuldung ist es ganz schlecht, in Schuldtiteln gefangen zu sein. Festgeld, Tagesgeld, Bausparen, Lebensversicherungen, Staatsanleihen fußen auf Schulden. Der Anleger braucht Besitz und muss sich von Zinsmärkten und Volatilität unabhängig machen. Er muss raus aus der isolierten Produktlösung hin zum Konzept.

Wie kann das Konzept aussehen?

Gemeinsam mit der EFM Europäische Finanzmanufaktur habe ich ein Konzept entwickelt, das sich mit vier Themenbereichen beschäftigt: Liquidität, Rendite, Altersvorsorge und Werterhalt. Ich messe die Korrelation, kalkuliere die Risiken und suche passende Instrumente. Diesen neuen Ansatz nenne ich Triversifikation, denn die moderne Portfoliotheorie von Tobin und Markowitz hat einen großen Irrtum: Sachwerte kommen nicht vor. Zudem gibt es aktuell keinen risikolosen Zins. Bereits 2004 habe ich Sachwerte als Teil der Portfoliotheorie modelliert. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Das Risiko sinkt und die Rendite steigt.

Wie profitieren Anleger davon?

Zunächst mal findet ein Umdenken bei ihm statt. Wir zeigen ihm auf, dass wir Deutsche uns nach und nach entreichern. 2018 lag die weltweite Anlegerrendite bei 4,5%, die Deutsche bei 1,4%. Laut Europäischer Zentralbank liegt das durchschnittliche Vermögen der Deutschen auch deshalb bei 51.000 Euro. Bei den Spaniern sind es 183.000 Euro. Auch die Italiener haben mehr als das Dreifache und die Griechen mit 102.000 Euro immerhin das Doppelte. Das liegt an der deutschen Anlegermentalität. Der deutsche Sparer braucht ein Konzept, denn Konzept schlägt Produkt und Kondition. Dabei muss auch immer an Länderdiversifikation gedacht werden. Alles im Euroraum anzulegen, ist eine schlechte Idee.

Welche Länder empfehlen Sie?

Zuallererst das Naheliegende. Der Finanzplatz Liechtenstein bietet im schuldenfreien Umfeld abseits des Euros und fernab von ESM-Haftungsrisiken im Schweizer Frankenraum die höchste Sicherheit für Vermögenswerte. Das hat nichts mit Steuerlichkeit zu tun, vielmehr mit einem Schutzwall für Privatheit, Vermögen und Eigentum. Hier ist privates Eigentum das höchste Gut.


Rolf B. Pieper Rolf B. Pieper


Kommentare

von Wilfried Strassnig am 11.12.2019 um 18:28 Uhr
Da Aktien- Fonds- und ETFS Sondervermögen sind benötigt man den Finanzplatz Liechtenstein nicht unbedingt, er schadet allerdings auch nicht. Sehr wohl erzielen meine Kunden gegenüber direkter Fondsanlage höhere Gewinne. Aus steuerlichen Gründen-keine Abgeltungssteuer bei Umschichtungen, direkte Förderung bis 66% vom Nettoeinzahlungsbetrag, lebenslange Rente und Insolvenzschutz, ist der Vorteil offenkundig. Den größten Vorteil, hier nicht erwähnt, erfahren allerdings nur meine Kunden persönlich!

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