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25. November 2019
„Aktuell drohen dramatische Verluste für Sparer und Anleger“

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„Aktuell drohen dramatische Verluste für Sparer und Anleger“

Zu welcher Portfoliostruktur raten Sie?

Vorwiegend zu allen Anlageklassen, die auch institutionelle Investoren nutzen. Deren Renditestruktur liegt bei angemessenem Ausfallrisiko im zweistelligen Bereich. Beispielsweise bieten Rohstoffe im physischen Besitz hervorragende Möglichkeiten. Wir nutzen aber auch andere Investmentgelegenheiten in anderen Ländern. Natürlich gehören auch enteigungsgeschützte Edelmetalle dazu. Sie sind das „bessere Geld“, schützen vor Inflation und sind bester Wertspeicher, aber kein Renditelieferant. Als Fluchtwährung haben sich seit 5.000 Jahren auch Edelsteine bewährt.

Unsere Orientierung holen wir uns bei Adam Smith. 1776 hat er es in seinem Buch „Der Wohlstand der Nationen“ auf den Punkt gebracht: die wichtigsten Renditefaktoren sind Arbeitskraft plus Kapital plus Rohstoffe plus Wissen. Die Rendite für deutsche Staatsanleihen ist auf ein neues Rekordtief gefallen. Alle Bundesanleihen bringen erstmals negative Renditen, das kann keine gute Idee für Anleger sein. Das Motto muss heißen: Knappheit ist der beste Nährboden für Rendite.

Auf welches Szenario müssen wir uns kurzfristig einstellen?

Es gibt nicht ein Szenario, sondern viele. Weltwirtschaft, Verschuldung, ungedeckte Geldvermehrung, Nullzins, Inflation, Bargeldverbot, Enteignung, Bankencrash, Demografie und die vielen Blasen liefern einen gefährlichen toxischen Cocktail. Und vielleicht auch Krieg. Aber nicht mit Waffen, das macht man heute anders – es geht um Wissen, Informationen und wertvolle Rohstoffressourcen. Ich will mich nicht bei den vielen Crashpropheten einreihen, dennoch kann es in den nächsten Monaten und Jahren zu großen Verwerfungen kommen. Übrigens: Alle großen Krisen dieser Erde fanden zum Jahrzehntewechsel statt: 1719/1720, 1929/1930, 1999/2000 und zuletzt 2008/2010.

Wie können sich Anleger und Berater informieren?

Bis zum Ende des Jahres planen wir noch 50 Veranstaltungen für Berater und Anleger. Beim Beratercampus und beim Anlegercampus von meet the experts können sich Interessenten informieren. Wir nennen diese Deutschlandkonferenzen. Unsere Strategien für Vermögensaufbau, Vermögensschutz, Investment und Wohlstandsstrategien stellen wir dort vor. Teilweise mit prominenter Unterstützung.

Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 11/2019 auf Seite 88f und in unserem ePaper.

Bild: © pathdoc – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Rolf B. Pieper

Leserkommentare

Gespeichert von Wilfried Strassnig am 11. Dezember 2019 - 18:28

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Da Aktien- Fonds- und ETFS Sondervermögen sind benötigt man den Finanzplatz Liechtenstein nicht unbedingt, er schadet allerdings auch nicht. Sehr wohl erzielen meine Kunden gegenüber direkter Fondsanlage höhere Gewinne. Aus steuerlichen Gründen-keine Abgeltungssteuer bei Umschichtungen, direkte Förderung bis 66% vom Nettoeinzahlungsbetrag, lebenslange Rente und Insolvenzschutz, ist der Vorteil offenkundig. Den größten Vorteil, hier nicht erwähnt, erfahren allerdings nur meine Kunden persönlich!