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24. April 2026
„Digitale Gesundheitsangebote sind zentrales Entscheidungskriterium“

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„Digitale Gesundheitsangebote sind zentrales Entscheidungskriterium“

„Digitale Gesundheitsangebote sind zentrales Entscheidungskriterium“

Wie arbeiten Sie daran, den Anteil zu erhöhen?

Unser Ansatz ruht auf drei Säulen: Einfachheit, Aufklärung und erlebbarer Mehrwert.

Erstens integrieren wir ePA, E-Rezept und weitere Funktionen konsequent in die „Meine DKV“-App, sodass Kundinnen und Kunden nicht zwischen verschiedenen Apps springen müssen, sondern einen zentralen, einfachen Zugang haben.

Zweitens fördern wir digitale Gesundheitskompetenz: mit Videos und Erklärtexten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, In-App-Hilfen und gezielten Kampagnen.

Drittens verknüpfen wir unsere digitalen Services mit konkreten Alltagssituationen, um einen echten Mehrwert zu bieten – etwa beim Medikationsmanagement, bei Vorsorge- und Check-up-Terminen oder bei chronischen Erkrankungen wie Rückenbeschwerden und Schlafproblemen.

Welche Rolle spielen Makler dabei, Versicherten diese Innovationen näherzubringen? Wie unterstützen Sie Makler dabei bei der Beratung?

Makler sind für uns zentrale Partner, um Innovation in praktische Kundenvorteile zu übersetzen. Sie erleben sehr direkt, welche Fragen, Vorbehalte oder auch Erwartungen Kundinnen und Kunden gegenüber digitalen Angeboten haben und können diese im Beratungsgespräch adressieren.

Wir unterstützen Makler dabei unter anderem mit praxisnahen Webinaren und Schulungen zu ePA, E-Rezept, digitalen Gesundheitsanwendungen und digitaler Gesundheitskompetenz sowie mit klaren, verständlichen Unterlagen – von Erklärvideos bis zu kompakten Kundenbroschüren.

So können Makler nicht nur die positiven Leistungsmerkmale eines Tarifs erläutern, sondern auch über digitale Services sprechen und damit überzeugen.

Prävention wird in der Gesundheitsversorgung zunehmend wichtiger. Welche Rolle können digitale Anwendungen hier spielen, um die Gesundheit bzw. Gesundheitsvorsorge von Versicherten zu verbessern?

Die Ergebnisse unseres aktuellen DKV-Reports zeigen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung über eine unzureichende digitale Gesundheitskompetenz verfügt. Genau hier können digitale Anwendungen ansetzen und dem effektiv entgegenwirken.

Über unsere „Meine DKV“-App wollen wir Versicherte dafür sensibilisieren, Vorsorgeangebote wahrzunehmen, Impf- und Screening-Termine im Blick zu behalten und gesunde Verhaltensweisen in den Alltag zu integrieren. In Kombination mit Telemedizin und weiteren digitalen Gesundheitsanwendungen – etwa zu Bewegung, Ernährung, psychischer Gesundheit oder zum Umgang mit chronischen Erkrankungen – können wir Prävention alltagsnah, personalisiert und niedrigschwellig gestalten. Unser Ziel ist, so einen Beitrag zur Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz unserer Versicherten zu leisten, was wiederum zu mehr gesunder Lebenszeit führt.

Wie sehen Sie die Zukunft der PKV im digitalen Zeitalter und welche digitalen Kooperationen oder Dienstleistungen könnten Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren ausgebaut werden?

Bei ERGO insgesamt und der DKV werden wir unsere digitalen Angebote konsequent weiterentwickeln. Mit unserer App und dem Kundenportal bieten wir bereits eine integrierte und individuell gestaltbare Plattform statt vieler Einzellösungen an. Darauf werden wir aufbauen. Kooperationen mit digitalen Gesundheitsanbietern, Start-ups und Leistungserbringern sowie bessere digitale Services rund um Verwaltung und Abrechnung werden dabei maßgebliche Hebel sein.

Wichtig ist dabei, dass auch die Leistungserbringer Daten in Zukunft strukturiert austauschen. Dann könnten Rechnungen schneller geprüft und Versicherte schneller ihre Leistung erhalten.

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