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7. Juli 2025
„Frauen investieren strategischer und disziplinierter“

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„Frauen investieren strategischer und disziplinierter“

„Frauen investieren strategischer und disziplinierter“

Welche Unterschiede beobachten Sie selbst im Anlageverhalten zwischen Frauen und Männern?

Frauen investieren strategischer und disziplinierter. Die Entscheidung für eine Anlagestrategie dauert oft länger, aber dafür können sie dann auch sehr gut mit Schwankungen umgehen und bleiben langfristig dabei.

Unterstützt wird das Ganze auch dadurch, dass Frauen häufig breit gestreut investieren und dadurch auch seltener Transaktionen notwendig sind.

Gibt es bestimmte Produkte, die bei Frauen mehr „im Trend“ sind als bei Männern? Welche und warum?

Als „Produkt“ würde ich den ETF nennen. Da Frauen sich häufig eine Strategie wünschen, bei der sie nicht ständig das Gefühl haben, sich kümmern zu müssen, sind Einzeltitel nicht so stark gefragt. Oft wird hier auch sofort das Thema „Nachhaltigkeit“ genannt. Das stimmt auch, Frauen sprechen die Nachhaltigkeit häufiger an als Männer. Generell hat das Interesse aber stark nachgelassen und oft ist die Enttäuschung über das, was als nachhaltig ausgewiesen wird, groß.

Was sind denn Ihre persönlichen Top-3-Trends in der Geldanlage?

Viele private Anlegerinnen und Anleger haben vor allem seit der Pandemie gelernt: „Mehr Aktien sind immer besser und Diversifikation kostet Rendite.“ Hier ist eine deutliche Veränderung spürbar. Die Rückkehr der Anlageklasse Anleihen ist ein wichtiges Thema, und viele Anlegerinnen und Anleger, die ihre eigene Anlagestrategie bislang ausschließlich in Aktien ausgerichtet haben, brauchen hier dringend Unterstützung.

Dann der Abbau der hohen US-Gewichtungen in den Depots: Spätestens seit der großen Zolloffensive Trumps und der darauffolgenden Korrekturen an den Aktienmärkten ist das Thema für viele Anlegerinnen und Anleger präsent. Der MSCI World bleibt ein wichtiger Bestandteil in vielen Depots, aber es herrscht Verunsicherung.

Und das Thema Rüstung und Verteidigung: Für viele war es lange selbstverständlich, nicht in Rüstung zu investieren. Diese Einstellung hat sich stark verändert, was man nicht zuletzt auch an den Mittelzuflüssen in die Rüstungs- und Defense-ETFs sieht.

Lesen Sie auch: Absicherung von Frauen: Umdenken in der Beratung, aber wie?

Diesen Beitrag lesen Sie auch in AssCompact 07/2025 und in unserem ePaper.

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Ein Interview mit
Lisa Hassenzahl

Leserkommentare

Comments

Gespeichert von Wilfried Stras… am 08. Juli 2025 - 09:34

Nachweisbar ist bei gleicher Einkommens- und Vermögenssituation der Unterschied beim Aktiensparen nur gering. Wegen mehr Teilzeit und Mutterschaft steht hier Frauen, vor allem Alleinerziehenden, weniger oder kein Geld für zusätzliche Altersversorgungen zur Verfügung. Die aktuelle ausbezahlte Durchschnittsrente (Einkommen € 50.000) beträgt € 805,00. Beamte, ohne Beiträge das VIERFACHE!  Bei angenommenen 6% Bruttorendite, minus ca. 3% Fonds/Versicherer Kosten, minus 3% Garantie und selbst bei nur 2% Inflation-nach 30 Jahren 45% Kaufkraftverlust, erreicht fast niemand, auch über BAV, positive Realrenditen. Nach Umsetzung unserer Innovation mit allen 7 Erfolgsfaktoren, für deutlich höhere Erträge durch einen Vorstand mit Alleinstellung, schafft es bei zwingender Nachahmung, die gesamte Branche, haftungssicheres Geschäft, sogar weltweit, zum Wohle aller zu generieren. Die Bürger die seit vielen Jahren auf Zukunft sichernde Renditen erwarten, die Wirtschaft wegen der Inlandsnachfrage und die Sozialsysteme, die fast überall vor dem Kollaps stehen. Nur andere Denkansätze-umgesetzt natürlich, schaffen lebenslange adäquate Renten für fast alle Erdbürger.