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„Jeder ist fasziniert, was die fliegenden Kameras alles können“
04. Juli 2019

„Jeder ist fasziniert, was die fliegenden Kameras alles können“

Der Drohnen-Boom ist ungebrochen. Um sich gegen Risiken abzusichern, gilt es für Drohnenpiloten, sich mit dem Thema Versicherungsschutz auseinanderzusetzen. Was es zu beachten gilt, erklärt Martin Krippner, Geschäftsführer der versicherDich GmbH, im Interview.


Der Drohnen-Boom ist ungebrochen. Um sich gegen Risiken abzusichern, gilt es für Drohnenpiloten, sich mit dem Thema Versicherungsschutz auseinanderzusetzen. Was es zu beachten gilt, erklärt Martin Krippner, Geschäftsführer der versicherDich GmbH, im Interview.


„Jeder ist fasziniert, was die fliegenden Kameras alles können“
Herr Krippner, was ist dem Drohnenpiloten seine Drohne?

Dem Gewerbetreibenden sein schönstes Arbeitswerkzeug und dem privaten Piloten sein liebstes Hobby. So oder so ein Erlebnis. Das Schöne bei dieser Art von Fotos ist, dass sie Perspektiven ermöglichen, die bislang nur durch großen Aufwand bzw. gar nicht möglich waren. Auch wenn sich die Nutzung noch zu 95% auf jede Art von Videos und Fotos beschränkt, ist jeder fasziniert, was die fliegenden Kameras alles können.

Was sind denn die gefragtesten Drohnen?

DJI ist sicherlich der Marktführer. Hier in Modelle zu unterscheiden, wird schwierig, vielleicht die Mavic in allen Varianten. Noch schwieriger aber wird es, wenn man zu den großen Profidrohnen kommt. Nicht selten geht es hier um einen hohen fünfstelligen Wert. Ganz zu schweigen von den Racedrones oder aber auch den Basteldrohnen.

Welche Risiken gibt es neben der Beschädigung der Drohne?

Oh, die Beschädigung der eigenen Drohne ist noch das kleinste Risiko von allen, wenn auch das häufigste. Man kann sich das wie bei einer Autoversicherung vorstellen. Es gibt Haftpflicht und Kasko. Die Haftpflicht deckt Personen- und Sachschäden, die die Drohne verursacht. Sie ist in Deutschland auch Pflicht für jede Art und jeden Gebrauch von Drohnen.

Braucht der Privatkunde also eine Versicherung und, wenn ja, eine eigene Police für die Drohne?

Ja, der Hobbypilot braucht auch mindestens eine Haftpflichtversicherung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: erstens eine reine Luftfahrthalterhaftpflicht, die ausschließlich für die Drohne abgeschlossen wird und der ein Bedingungswerk aus dem Bereich Luftfahrt zugrunde liegt, und zweitens den Einschluss in eine Privathaftpflichtversicherung. Dabei sind aber viele Dinge zu beachten, ich nenne mal ein paar Stichworte: Doppelversicherung, Halterhaftpflicht, Gefährdungshaftung und einiges mehr. Hier sollte genauestens geprüft werden.

Privat oder gewerblich – wo gibt es mehr Nachfrage nach Versicherungen?

In den letzten Jahren war es noch im privaten Bereich. Aber seit 2018 würde ich sagen, es teilt sich 50/50 auf. Wir verzeichnen definitiv einen Anstieg im gewerblichen Bereich.

Was sind Ihre drei wichtigsten Tipps, wenn jemand auf der Suche nach einer Versicherung ist?

Das ist sehr, sehr vielfältig, wir erhalten jeden Tag Anrufe und E-Mails und jedes Mal muss die Anfrage individuell beurteilt und beantwortet werden. Die wichtigsten Antworten, die man sich selbst geben sollte: Fliege ich privat oder gewerblich und will ich meine Drohne neben der Haftpflicht auch noch kaskoversichern? Im gewerblichen Bereich kommt natürlich noch die Frage nach dem „Einsatzgebiet“ hinzu. Es gibt spezielle Tarife, zum Beispiel für Agrar oder BOS (Behörden der Organisation und Sicherheit), für Flüge außerhalb Deutschlands, außerhalb Europas etc.

Das Wichtigste bei dieser Nischenversicherung, die viele Fragen aufwirft, ist aber sicherlich: Wie kommunikativ, flexibel und schnell ist mein Ansprechpartner bzw. meine Versicherung? Wir bieten hier einen vollumfänglichen Service. (Weitere Informationen finden sich unter versicherdich.de.)

Bild: © Ruslan Ivantsov – stock.adobe.com

Das Interview lesen Sie auch in AssCompact 06/2019, Seite 46 f. und in unserem ePaper.


Martin Krippner Martin Krippner



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