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„Makler spielen schon jetzt eine tragende Rolle im Gewerbegeschäft“
19. März 2019

„Makler spielen schon jetzt eine tragende Rolle im Gewerbegeschäft“

Es wurde viel investiert, weiterentwickelt und umgesetzt: Die HDI hat ihren Firmenkunden-Bereich neu aufgestellt und bietet Maklern nun einen größeren „Werkzeugkasten“ für Gewerbeversicherungen an. Interview mit Dr. Tobias Warweg, Vorstand Makler- und Kooperationsvertrieb bei der HDI Vertriebs AG

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Es wurde viel investiert, weiterentwickelt und umgesetzt: Die HDI hat ihren Firmenkunden-Bereich neu aufgestellt und bietet Maklern nun einen größeren „Werkzeugkasten“ für Gewerbeversicherungen an. Interview mit Dr. Tobias Warweg, Vorstand Makler- und Kooperationsvertrieb bei der HDI Vertriebs AG

„Makler spielen schon jetzt eine tragende Rolle im Gewerbegeschäft“
Glauben Sie denn, dass Makler im Gewerbegeschäft künftig eine oder die dominante Rolle spielen werden?

Makler spielen schon jetzt eine tragende Rolle im Gewerbegeschäft. Und das wird auch in naher Zukunft so bleiben. Das heißt aber nicht, dass sich hier nichts verändern wird. Man muss klar trennen: Einmal haben wir das Standardgeschäft, das geprägt ist durch Digitalisierung. In diesem Segment wird das Direktgeschäft einen größeren Stellenwert bekommen, wenn auch erst nach und nach. Dann haben wir die Vergleichsportale, die auch in der Gewerbeversicherung über Plattformen wie Finanzchef24 für das Endkundengeschäft und Gewerbeversicherung24 als Abschluss und Ausschreibungsplattform immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und schließlich die Absicherung von komplexen Risiken außerhalb des klassischen Tarifgeschäfts, die es immer wieder in der Versicherung von Freiberuflern wie Ärzten, Rechtsanwälten oder Architekten, aber auch von Unternehmen gibt. Vor allem in diesem Segment ist die Expertise des Maklers notwendig und gefragt. Jetzt und in Zukunft. Diese Entwicklungen passen zum Trend, dass sich Makler zunehmend auf bestimmte Versicherungssparten oder Zielgruppen spezialisieren.

Welches Geschäft kommt denn im Allgemeinen über Makler an die HDI?

Im Geschäftsfeld „Freie Berufe“ sind es vor allem Berufshaftpflichtversicherungen mit einem Schwerpunkt auf verkammerte Berufe wie Architekten, Ingenieure, niedergelassene Ärzte oder Rechtsanwälte. Hier ist HDI einer der führenden Anbieter. Im Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen bieten wir Versicherungsschutz von Handel und Handwerk bis hin zu produzierenden Firmen und IT-Unternehmen. Aber wir haben auch für andere Freiberufler und Unternehmen unterschiedlichster Branchen den passenden Versicherungsschutz parat. Bis auf wenige Ausnahmen decken wir den gesamten Markt im deutschen Firmenversicherungsgeschäft ab. Und das mit einem Komplettangebot von der vollständigen Digitalanbindung im Standard­tarifsegment bis hin zum individuellen Einzel-Underwriting für Spitzenrisiken.

Mit HDI Compact bieten Sie eine Deckung branchenspezifisch und im Baukastensystem. Ist das Ihr wichtigstes Angebot im Maklerbereich?

HDI Compact ist unser Erfolgsmodell im Firmensegment. Es ist modular aufgebaut und auf die jeweilige Branche zugeschnitten. Dieses System hat den großen Vorteil, dass die einzelnen Komponenten exakt aufeinander abstimmbar sind. So können sich Unternehmen ganz einfach rundum versichern. Und das ohne die Gefahr von Doppelversicherung oder Deckungslücken. Dabei hilft der sogenannte Umbrella-Schutz. Bestehende Deckungen können so problemlos angerechnet und eingeschlossen werden. Das Thema Beratungspflicht können Makler und Vermittler bei den Risiken, die sich über Compact versichern lassen, also gewissenhaft abhaken. Und Compact ist sehr flexibel, da es über Zusatzbausteine und -deckungen für viele Fälle adaptierbar ist. Für Kunden und Vertriebspartner also eine runde Sache. Sobald Compact an seine Deckungsgrenzen stößt, ist die Expertise des Maklers gefragt, der dann Einzelpolicen für die unterschiedlichsten Gefahren und Sonderdeckungen kombinieren kann.

Welche anderen Themen könnten denn in den nächsten Monaten im Gewerbebereich interessante Vertriebsansätze bieten?

Wir wollen in diesem Jahr auf jeden Fall noch einen externen Vergleich in unsere FirmenDigital Strecke integrieren. Denn für unsere freien Vermittler ist beispielsweise der Best-Advice-Ansatz wichtiger Teil des Geschäftsmodells, das heißt die Auswahl im Preis- und Leistungsvergleich. Aber auch ganz allgemein entwickeln wir Firmen Digital kontinuierlich weiter.

Außerdem arbeiten wir an einer Schnelltari­fierung für Kleinrisiken bis 1 Mio. Euro Umsatz. Die werden wir noch im ersten Halbjahr 2019 an den Start bringen. Zu den weiteren Details sei nur so viel verraten: Auf der Basis von gerade einmal drei beziehungsweise vier Eingaben und entsprechend intelligenten Vorbelegungen werden dem Kunden drei Deckungsangebote, S, M und L, errechnet. Als Grundlage nutzen wir das Multi-Line-Produkt Compact, bei dem wir über 20 Jahre Erfahrung in die Zusammenstellung der Absicherung einfließen lassen können.

  • Das Interview sowie weitere Artikel zum Thema finden sich in unserem E-Paper zur Sonderedition „Gewerbeversicherung“, das im Rahmen des AssCompact Gewerbe-Symposiums entstanden ist. Eine Zusammenfassung der Veranstaltung lesen Sie hier.

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