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10. Oktober 2013
„Mit Ausruhen ist in unserer Branche nichts getan“

„Mit Ausruhen ist in unserer Branche nichts getan“

Als Versicherungsmakler hat sich Peter Bartz zusammen mit seiner Frau Karin Bartz seit fast 25 Jahren auf die Absicherung landwirtschaftlicher Großbetriebe der Agrar- und Weinwirtschaft spezialisiert. Seit 15 Jahren fungiert das Maklerunternehmen bvm Versicherungsmakler GmbH in Herxheim bei Karlsruhe als einer der führenden Agrarspezialisten in Deutschland. Seit Ende 2012 haben sich die beiden Geschäftsführer zusätzlich einen unternehmerischen Partner als Kommanditisten und Prokuristen ins Boot geholt, dessen Hauptaugenmerk auf den Themen Vorsorge und Vermögensbildung liegt.

AssCompact: Networking ist ein bedeutendes Thema in der Branche. Was verstehen Sie darunter?

Peter Bartz: Viele Menschen benutzen diesen Begriff täglich und wissen gar nicht, was er bedeutet. Networking ist für mich ein wahres, faires und ehrliches Instrument von dem mehrere Seiten profitieren können. Wir setzen uns mit den Betreffenden zusammen und finden heraus, ob und was derjenige für uns erledigen kann. Als Beispiel: Es riefen Privatkunden bei uns an, die uns von Versicherern verwiesen worden sind. Da wir aber die ganze Zeit kein reines Privatkundengeschäft gemacht haben, verwies ich die Interessenten an einen Maklerkollegen in Landau, der mir als kompetenter Makler in dem Bereich bekannt war. Nach einiger Zeit rief er mich an und fragte, wie wir es mit der Provision regeln könnten. Aber ich wollte lediglich, dass er die Kunden gut bedient. Wichtig am Networking ist, dass sich die Beteiligten gegenseitig stärken, auch wenn diese Stärkung zunächst nur einseitig erfolgen mag. Leider gibt es aus meiner Sicht zu viele „Profitnetzwerke“, bei denen es vordergründig nicht darum geht, Know-how für den Kunden zu bündeln, sondern darum, möglichst hohe Provisionen zu generieren.

AC: Besteht für Sie die Notwendigkeit, Makler zur Weiterbildung zu verpflichten?

PB: Der Kunde erwartet einen Berater, der nicht dem letzten Euro hinterherrennen muss, sondern jemanden, der genug Geld verdient, um sich fundamental weiterbilden zu können, und später in der Lage ist, seriöse Ratschläge zu erteilen. Es interessiert den Kunden ja nicht, was sich der Berater vorab alles erarbeiten muss, damit er eine halbe Stunde seriöse Verkaufsberatung machen kann. Und wenn es niemanden interessiert, dann brauchen wir eigentlich auch keine Verpflichtung zur Weiterbildung. All diejenigen, die jetzt bereits erfolgreich langjährig in ihrem Mandantenkreis tätig sind, bilden sich heute schon permanent weiter und gehen so mit gutem Beispiel voran. Man sollte zudem das Thema Weiterbildung nicht als Pflicht oder notwendiges Übel ansehen, sondern als professionelle Chance, den Kunden mit dem erlangten Fachwissen wirklich einen Mehrwert bieten zu können.

AC: Wie führen Sie Ihr Erfolgsrezept in der Zukunft weiter?

PB: Solange ich im Berufsleben sein werde – und das will ich noch lange sein – wird es immer mit Anstrengungen verbunden sein, vorne dabei zu sein und auch zu bleiben. Das möchte ich jedoch stets sein und das Fünkchen mehr an Fachwissen bieten, wofür das Unternehmen als innovativ gilt. Die Aneignung des Fachwissens erfordert enormes Engagement, Denk- sowie Kombinationsvermögen, das alles macht den Unterschied zum Durchschnitt aus. Sich das zu bewahren und an das bvm Team weiterzugeben, ist eigentlich der Ansporn für die nächsten Jahre. Es gilt weiterhin, Personen zu finden, die sich diesem Gedanken anschließen und die auch bereit sind, sich persönlich diesem Anspruch zu stellen. Mit Ausruhen ist in unserer Branche überhaupt nichts getan. Daneben ist ein ständiges solides Wachstum erforderlich, um dem Maklerunternehmen seine ökonomische erforderliche Größe für die Zukunft zu sichern. Dazu tragen sowohl Akquise als auch ausgewählte Bestands-/Unternehmenskäufe bei. Gerade bei den Zukäufen eröffnen sich seit ein bis zwei Jahren interessante Optionen hinsichtlich solider Spezialbestände.

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