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16. Juli 2026
41% der jungen Frauen verlassen sich nur auf gesetzliche Rente
41% der jungen Frauen verlassen sich nur auf gesetzliche Rente

41% der jungen Frauen verlassen sich nur auf gesetzliche Rente

Frauen sorgen laut einer aktuellen Studie seltener als Männer oder sogar gar nicht privat für das Alter vor. Viele setzen nur auf die gesetzliche Rente. Doch besonders Frauen rechnen auch damit, ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten zu können. Ein Bewusstsein scheint also da zu sein.

Frauen sorgen generationsübergreifend seltener als Männer oder gar nicht privat für das Alter vor. Das zeigt die HDI Rentner-Studie 2026 zum Themenschwerpunkt „Frauen und Altersvorsorge“. Das betrifft sowohl junge Frauen zwischen 18 und 35 Jahren als auch heutige Rentnerinnen zwischen 63 und 70 Jahren. Zugleich sind junge Frauen deutlich skeptischer, was ihre Versorgung im Alter betrifft, und berichten häufiger von finanziellen Sorgen. Die finanzielle Absicherung von Frauen im Ruhestand werde häufig bereits in jungen Jahren geprägt, heißt es von HDI.

„Altersvorsorge muss künftig noch stärker auf mehreren Säulen stehen“

„Die aktuellen Empfehlungen der Rentenkommission zeigen, dass die Altersvorsorge künftig noch stärker auf mehreren Säulen stehen muss. Umso wichtiger ist es, insbesondere Frauen frühzeitig für die private Altersvorsorge zu sensibilisieren. Wer seine finanzielle Sicherheit im Alter stärken will, muss die Voraussetzung für den Vermögensaufbau bereits in jungen Jahren schaffen“, so Holm Diez, Mitglied des Vorstands der HDI Deutschland AG und verantwortlich für das Ressort Leben & Bancassurance.

Junge Frauen: 41% setzen ausschließlich auf gesetzliche Rente

 

41% der jungen Frauen verlassen sich nur auf gesetzliche Rente

 

Unter den 18- bis 35-Jährigen verlassen sich laut der Studie 41% der Frauen ausschließlich auf die gesetzliche Rente, bei den Männern geben dies 28% an. Doch lediglich 28% der jungen Frauen sorgen zusätzlich freiwillig privat vor (Männer: 38%). In der heutigen Rentnergeneration haben sogar 61% der Rentnerinnen ausschließlich gesetzlich für das Alter vorgesorgt. Nur 32% sind zusätzlich privat abgesichert. HDI weist daher darauf hin, dass Unterschiede im Vorsorgeverhalten bereits bei jungen Erwachsenen sichtbar seien und sich auch in der heutigen Rentnergeneration finden.

Werden junge Leute ihren Lebensstandard im Alter halten können?

 

41% der jungen Frauen verlassen sich nur auf gesetzliche Rente

 

Außerdem meinen nur 7% der jungen Frauen, ihren Lebensstandard im Alter ohne Einschränkungen halten zu können, 26% rechnen damit, ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten zu können. Bei den befragten Männern glauben 19%, ihren Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten zu können, während 16% nicht davon überzeugt sind. Weitere 22% der weiblichen Befragten sind zudem unsicher bei der Frage oder wollen keine Angaben machen (junge Männer: 11%). Für HDI bedeutet das: Junge Frauen setzen sich früh mit ihrer finanziellen Zukunft auseinander, bewerten ihre Absicherung im Alter aber auch deutlich skeptischer als Männer.

Lebenshaltungskosten und Wirtschaft bereiten Jüngeren Sorgen

Für 58% der jungen Frauen sind steigende Lebenshaltungskosten einer der größten finanziellen Sorgenfaktoren (junge Männer: 43%). Ihre wirtschaftlichen Perspektiven bewerten junge Frauen deutlich kritischer: 43% halten die wirtschaftliche Lage der jungen Generation für eher schlecht bis schlecht. Die Situation der heutigen Rentnergeneration wird deutlich positiver eingeschätzt (gut: 29%, schlecht: 33%).

Sparkonten oder Bargeld vor allem bei Frauen weiterhin hoch im Kurs

Was die konkrete Vorsorge betrifft, setzen junge Frauen mit 42% häufiger auf Sparkonten oder Bargeld (junge Männer: 33%). Nur 38% investieren in Wertpapiere, 9% in Kryptowährungen, während bei den jungen Männern jeweils 48% bzw. 21% dabei sind.

Aufgaben für Gesetzgeber und Versicherer

Junge Frauen seien sich über die Herausforderungen ihrer Altersvorsorge sehr bewusst, meint Diez. Gleichzeitig fühlen sich viele mit ihren Sorgen und Erwartungen nicht ausreichend gehört. Im Zuge der Reform der Altersvorsorge müsse der Gesetzgeber Rahmenbedingungen schaffen, die Vermögensaufbau und private Vorsorge erleichtern – frühzeitig, verständlich und auch in finanziell herausfordernden Lebensphasen.

Und weiter: „Unsere Aufgabe als Versicherer ist es, Frauen Vorsorgelösungen anzubieten, die zu ihrem Leben passen: flexibel, verständlich und auf eine auskömmliche Altersrente ausgerichtet. Lebensentwürfe und Erwerbsbiografien sind vielfältig. Es braucht daher individuelle Produktlösungen, die sich an unterschiedliche Lebensphasen anpassen. Kompetente Beraterinnen und Berater unterstützen Frauen bei der Wahl der passenden Vorsorgelösungen.“ (lg)

Über die Studie

Die HDI Rentner-Studie wurde 2026 zum dritten Mal in Folge gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Befragt wurden im YouGov-Panel insgesamt 1.079 Rentnerinnen und Rentner zwischen 63 und 70 Jahren sowie 1.021 Personen zwischen 18 und 35 Jahren in Deutschland, die quotiert nach Geschlecht eingeladen wurden (547 Rentnerinnen und 532 Rentner zwischen 63 und 70 Jahren; 530 Frauen und 491 Männer zwischen 18 und 35 Jahren). Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 27.03. und dem 08.04.2026.

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Grafiken: © HDI