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21. Juli 2026
Altersvorsorgedepot: J.P. Morgan sieht große Chancen für junge Leute
Altersvorsorgedepot: J.P. Morgan sieht größte Chancen für junge Anleger

Altersvorsorgedepot: J.P. Morgan sieht große Chancen für junge Leute

Junge Menschen blicken skeptisch auf ihre Altersvorsorge, obwohl sie von einem langen Anlagehorizont profitieren könnten. Das neue Altersvorsorgedepot soll hier ansetzen. Welche Schlüsse J.P. Morgan AM aus den Einschätzungen dieser Generation zieht und welche Strategie das Unternehmen empfiehlt.

Die Sorge um die eigene Altersvorsorge betrifft zwar alle Generationen, sie zeigt sich jedoch je nach Alter unterschiedlich. Besonders junge Erwachsene blicken häufig mit Skepsis auf ihre finanzielle Zukunft im Ruhestand, und dies, obwohl sie den längsten Zeitraum für den Vermögensaufbau vor sich haben. Das neue Altersvorsorgedepot, das zum 01.01.2027 eingeführt wird, setzt auch hier an und soll mehr Menschen zum frühzeitigen Vermögensaufbau motivieren. Vor diesem Hintergrund greift J.P. Morgan Asset Management Ergebnisse aus seinem Altersvorsorgebarometer auf, für das 1.000 Frauen und Männer in Deutschland Ende 2025 befragt wurden.

Fehlendes Finanzwissen verstärkt die Unsicherheit

Die Zahlen zeigen, wie groß die Verunsicherung insbesondere bei den Jüngeren ist: Nur gut jeder Dritte (35%) der 18– bis 34-Jährigen ist zuversichtlich, sich im Ruhestand den gewünschten Lebensstandard leisten zu können. Damit fällt die Zuversicht in dieser Altersgruppe deutlich geringer aus als bei den 35– bis 54-Jährigen (47%) und den über 55-Jährigen (46%). Entsprechend groß sind auch die Sorgen: Rund die Hälfte der jungen Erwachsenen gibt an, wenig oder gar nicht zuversichtlich zu sein, den gewünschten Lebensstandard im Ruhestand zu erreichen. In der mittleren Altersgruppe teilt nur etwa ein Drittel diese Sorge, bei den über 55-Jährigen sind es vier von zehn Befragten.

Woher diese Unsicherheit kommt, hat das Altersvorsorgebarometer ebenfalls untersucht. So fühlt sich mit 56% nur gut jeder zweite junge Erwachsene sicher, Entscheidungen rund ums Sparen und Investieren zu treffen. In der mittleren Altersgruppe liegt dieser Wert bei 62%, bei den über 55-Jährigen bei 61%. Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf das Finanzwissen: 38% der 18– bis 34-Jährigen nennen fehlendes Wissen als Hauptgrund für ihre Unsicherheit – nahezu doppelt so viele wie in der mittleren Altersgruppe (19%).

Altersvorsorgedepot: Chance für mehr Finanzbildung und langfristigen Vermögensaufbau

Aus Sicht von Holger Schröm, Leiter Finanzdienstleister bei J.P. Morgan Asset Management, bietet das Altersvorsorgedepot eine große Chance. Davon könnten grundsätzlich alle Altersgruppen profitieren, insbesondere jedoch jüngere Menschen, die aufgrund ihres langen Anlagehorizonts den Zinseszinseffekt besonders gut für den Vermögensaufbau nutzen können.

Mit Blick auf den geplanten Start des Altersvorsorgedepots empfiehlt Schröm daher, die verbleibenden Monate gezielt für Finanzbildung und Beratung zu nutzen. „Eine neue, erklärungsbedürftige Vorsorgeform trifft genau auf jene Wissenslücke, die viele junge Menschen als zentrale Unsicherheit benennen. Finanzbildung und verständliche Aufklärung sind deshalb eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Altersvorsorgedepot auch in der Breite zum Erfolg wird“, so Schröm. Positiv bewertet Schröm zudem, dass das Altersvorsorgedepot jungen Menschen einen frühen Einstieg in den Kapitalmarkt ermöglicht und hilft, eventuelle Berührungsängste gegenüber Investments abzubauen.

Anlagestrategie entscheidet über langfristigen Erfolg

Schröm zufolge kommt es beim Altersvorsorgedepot jedoch nicht nur auf den frühen Einstieg, sondern auch auf die passende Anlagestrategie an. Entsprechend lenkt er den Blick auf flexible, aktiv gemanagte Lösungen, die aus seiner Sicht verschiedene Vorteile bieten können. Dazu zählt insbesondere ein individuell anpassbares Ablaufmanagement vor der Auszahlungsphase sowie ein regelmäßiges Rebalancing, um das gewünschte Chancen-Risiko-Profil langfristig beizubehalten.

In seiner Funktion bei J.P. Morgan Asset Management verweist Schröm dabei besonders auf aktiv gemanagte Multi-Asset-ETFs als eine mögliche Lösung für die langfristige Ausgestaltung des Altersvorsorgedepots. Diese könnten aus seiner Sicht gerade für junge Anleger eine breit diversifizierte Anlage über verschiedene Regionen und Anlageklassen ermöglichen. „Mit einer ausgewogenen Mischung aus Aktien, Anleihen und eventuell ergänzt um alternative Anlageklassen lassen sich Risiken steuern und die Effizienz des Portfolios steigern“, so sein Fazit. (bh)