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24. Juni 2026
Anhaltend hohe Nachfrage nach Micro-Living
Anhaltend hohe Nachfrage nach Micro-Living

Anhaltend hohe Nachfrage nach Micro-Living

Laut dem aktuellen Marktreport der Initiative Micro-Living stehen flexible Wohnformen weiter hoch im Kurs – und das lässt sich auch an der Entwicklung der Mieten ablesen. Wie der Bericht auf Basis der ausgewerteten Apartmenthäuser zudem zeigt, liegt die Auslastung bei 96%.

Die aktuelle Ausgabe des Marktreports der Initiative Micro-Living zeigt auf Basis der ausgewerteten Apartmenthäuser eine weiterhin hohe Nachfrage nach flexiblen Wohnformen. Mitte April belief sich die durchschnittliche All-In-Miete aller untersuchten Apartmenthäuser auf 616 Euro pro Monat, Das sind 2,8% mehr als im Vorjahr. Bereinigt um Bestände städtischer Wohnungsunternehmen liegt die durchschnittliche All-In-Miete privatwirtschaftlicher Apartmenthäuser bei 761 Euro pro Monat. “ Die aktuelle Untersuchung stützt sich auf Daten von 121 Apartmenthäusern mit rund 27.400 Einheiten. Mehr als 70% der erfassten Apartmenthäuser befinden sich in deutschen A-Städten.

Durchschnittliche Auslastung auf hohem Niveau von 96%

„Die Nachfrage nach Micro-Apartments bleibt unverändert hoch. Die Auslastung von 96% zeigt, dass flexible und professionell bewirtschaftete Wohnangebote weiterhin dringend benötigt werden. Gleichzeitig beobachten wir einen Trend zu größeren Apartments und eine zunehmende Ausrichtung auf unterschiedliche Zielgruppen wie Young Professionals, Berufspendler und Singles“, erläutert André Adami, Bereichsleiter Residential beim Analyseunternehmen bulwiengesa, das als unabhängige Instanz das Reporting der Initiative Micro-Living verantwortet.

Nachfrage und allgemeine Kostenentwicklung wirken auf Mieten

Neben der anhaltend hohen Nachfrage wirken sich auch die steigenden Energie- und Betriebskosten sowie die allgemeine Kostenentwicklung auf die Mieten aus. Rund 80% der befragten Marktteilnehmer haben vor, zusätzliche Nebenkosten bei Neuvermietungen vollständig an die Mieter weiterzugeben. „Die hohe Wohnraumnachfrage sowie steigende Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten sind maßgeblich für die kontinuierliche Mietpreisentwicklung in diesem Segment“, sagt Lena Schwesinger, Real Estate Consultant bei bulwiengesa. „Zudem sehen wir, dass moderne Apartmenthäuser mit umfangreichen Service- und Gemeinschaftsangeboten sowie digitalen Lösungen zunehmend nachgefragt werden. Diese Qualitätsanforderungen spiegeln sich auch im Mietniveau wider.“

Das Mietpreisniveau ist je nach Standort und Objektqualität unterschiedlich. In privatwirtschaftlichen Apartmenthäusern bewegt sich die monatliche All-In-Miete im Bereich von rund 450 Euro bis 1.620 Euro.

Durchschnittliche Fluktuationsquote von 31%

Zum ersten Mal wurde im aktuellen Marktreport die Fluktuation im Bereich Micro-Living unter die Lupe genommen. Die durchschnittliche Fluktuationsquote beträgt 31%. Besonders geringe Fluktuationen weisen die angespannten Wohnungsmärkte der A-Städte auf mit durchschnittlich 28%. Die höchsten Werte sind in D-Städten und sonstigen Städten mit jeweils rund 45% zu beobachten.

Mieten dürften in kommenden Jahren weiter steigen

Auch für die kommenden Jahre zeigen sich die Marktteilnehmer optimistisch. So rechnen die im Rahmen der Initiative Befragten für den Zeitraum von 2026 bis 2028 mit jährlichen Mietsteigerungen zwischen 2 und 6%.

Die Vermietung gestalte sich weiterhin unterschiedlich anspruchsvoll, wie es von bulwiengesa heißt. Während deutsche und europäische Studierende vergleichsweise leicht zu erreichen seien, stelle die Vermarktung an internationale Zielgruppen außerhalb Europas einen deutlich höheren Aufwand dar. Zudem bleibt die Vermietung hochpreisiger Apartments eine Herausforderung. Zum Erhebungsstichtag 15.04.2026 entfielen 34% der vermieteten Apartments auf Studierende. Die übrigen 66% machten insbesondere Singles, Young Professionals und Berufspendler aus.

Über die Initiative Micro-Living

Die Initiative Micro-Living (IML) wurde 2020 gegründet. Es handelt sich dabei um eine Plattform für Eigentümer, Betreiber und Verwalter von Apartmenthäusern. Gemeinsam verfolgen die Mitgliedsunternehmen das Ziel, Transparenz und Vergleichbarkeit im deutschen Micro-Living-Markt zu verbessern. Der Initiative gehören derzeit die Unternehmen aam2core, berlinovo, Commerz Real, FU.Life, Reos und talyo an. Aktuelle Datenpartner sind i Live, Greystar, Krams Immobilien sowie Union Investment. (tik)

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