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24. März 2026
Anleger unterschätzen Pflegeappartements als Investment
Anleger unterschätzen Pflegeappartements als Investment

Anleger unterschätzen Pflegeappartements als Investment

Was Pflegeappartements als Anlageform betrifft, klaffen laut einer Umfrage noch große Wissenslücken und die Renditemöglichkeiten sind weitestgehend unbekannt. Als größte Hemmnisse für ein Investment nennen die Befragten eben diese geringe Kenntnis und das Risiko eines unzuverlässigen Betreibers.

Infolge des demografischen Wandels wächst der Bedarf an Pflegeplätzen. Die Möglichkeit, in Pflegeappartments zu investieren, herrscht bei potenziellen Anlegern aber noch vielfach Unwissenheit. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag von Pecuria, einem Spezialisten für den Einzelvertrieb von Pflegeappartements, hervor, deren Ergebnisse im Rahmen einer Online-Presseveranstaltung vorgestellt wurden. Demnach geben rund 58% der Befragten an, die Möglichkeit, einzelne Pflegeappartements als Kapitalanlage zu erwerben, nicht zu kennen. Rund 7% sind sich über ihren Kenntnisstand unsicher. Damit ist die Anlagemöglichkeit immerhin rund 35 Prozent der potenziellen Anleger bekannt. Gut 10% wiederum kennen die Anlageform eigenen Angaben zufolge und schließen sie entweder nicht aus oder sind sogar bereits investiert. Dementsprechend sind 8,5% derjenigen, die die Anlagemöglichkeit kennen, sogar bereits investiert. Laut Pecuria ergibt sich hieraus in Kombination mit dem großen Anteil an Anlegern, die das Investment noch nicht kennen, ein deutliches Marktpotenzial.

Wissenslücken um Renditemöglichkeiten

Als Argumente für ein Investment in Pflegeappartments nennen etwa 36% den steigenden demografischen Pflegebedarf als wichtigsten Faktor. Rund 16% betrachten stabile und planbare Erträge als Vorzug dieser Anlageform, ebenfalls an die 16% führen steuerliche Vorteile an. Rund 13% wiederum t heben hervor, dass bei Zahlungsunfähigkeit der Bewohner der Staat einspringt, während rund 11% ein geringes Risiko als Argument anführen. Hohe Renditechancen geben nur 5,5% an und den Renditehebel durch Fremdkapital nennen nur fast 3%. Als auffällig bezeichnen es die Experten von Pecuria, dass an die 50% der Befragten keine konkreten Vorteile benennen können und mit „Weiß nicht“ oder „Nichts“ antworten.

Aufklärung gefragt

„Die größte Herausforderung für den Vertrieb von Pflegeimmobilien an Privatanleger ist deren Unwissenheit über den Markt. Denn wer meint, die Vor- und Nachteile eines Investments nicht gut einschätzen zu können, der zögert zu Recht auch bei seiner Anlageentscheidung“, sagt Edwin Thiemann, Geschäftsführer von Pecuria. Aufklärung und Transparenz seien somit wichtige Grundlagen für den Vertriebserfolg.

„Völlig unterschätzt bei der Anlageoption ‚Pflegeappartements‘ werden die Renditechancen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, die Investition über Fremdkapital zu hebeln“, erklärt Pascal Kleine, Geschäftsführer von Pecuria. Trotz der aktuellen Vorsicht vieler Banken seien auch derzeit sehr hohe Fremdfinanzierungsquoten von bis zu 100% möglich. Dadurch seien Eigenkapitalrenditen von 10% und mehr erreichbar, so Kleine weiter.

Betreiberrisiko und Informationsdefizite als Hemmnisse

Als mögliche Gegenargumente werden Unsicherheit und Informationslücken angeführt. So nennen etwa 36% das Risiko eines unzuverlässigen Betreibers als wesentliche Hürde, fast 35% die mangelnden Kenntnisse über das Investitionsmodell. Rund 26% sorgen sich um Konflikte in der Eigentümergemeinschaft, rund 18% haben Bedenken hinsichtlich eines Wiederverkaufs. Eine grundsätzlich geringe Pflegeplatznachfrage ist hingegen als Gegenargument kaum von Relevanz. Hier führt Pascal Kleine unter anderem an, Konflikte in der Eigentümergemeinschaft würden überschätzt und der Wiederverkauf von Appartements habe in den vergangenen Jahren problemlos stattgefunden.

Nähere Informationen zur Umfrage gibt es auf der Website von Pecuria. (tik)

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