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5. September 2021
Assistance als Serviceversprechen einer nachhaltigen Exzellenz

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Assistance als Serviceversprechen einer nachhaltigen Exzellenz

Wozu Kunden für bessere Leistungen bereit sind

Im Sinne der Gestaltung einer lebenslangen, den Versicherungsnehmerbedürfnissen entsprechenden Unterstützung („lifetime partnership“) können Assistanceleistungen den Nachhaltigkeitsaspekt durch Schaffung sozialer Ökosysteme ideal erfüllen – entsprechend versuchen Versicherungsunternehmen die Ökosysteme ihrer Kunden mittels digitaler Angebote zu ergründen. Im Assistance-Barometer 2021 wäre eine zu den Vorjahren leicht ansteigende Minderheit von 33% der Befragten (6 Prozentpunkte über Mittelwert) zur Weitergabe von Daten zu Bewegungs-, Fitness- und Medikamenteneinnahme-Gewohnheiten bereit, um präventive Leistungen bei Kranken-, Unfall-/Lebensversicherungen zu erhalten. Als Bestätigung der Vorjahre (bisheriger Mittelwert 74%) würden aktuell 76% der Haushalte bei Notfällen oder der Suche von Hilfe im Alltag die Möglichkeit einer persönlichen Kontaktaufnahme als wichtig einschätzen. Mit einer gegenüber dem Vorjahr sowie dem bisherigen Mittelwert von 57% ansteigenden Zustimmung würden aktuell 63% der Haushalte Sachprämien oder Preisnachlässe der Lebens-/Krankenversicherung bei nachgewiesener gesunder Lebensweise als sinnvoll erachten. Ebenso 64% (bisheriger Mittelwert 61%) würden Sachprämien oder Preisnachlässe der Kfz-Ver­sicherung bei nachgewiesener vorsichtiger Fahrweise bevorzugen. Dagegen würde weiterhin nur eine Minderheit von 35% (bisheriger Mittelwert 39%) der befragten Haushalte ihre Wohnung/ihr Haus technologisch vernetzen lassen, um Zugang zu einer technischen Beratungs- und Notfallhotline respektive einen Preisnachlass ihrer Gebäude- oder Hausratversicherung zu erhalten.

In der digitalen Welt der sogenannten Digital Natives (Generationen Y/Z) werden jegliche Transaktions- und Kommunikationsprozesse über das Smartphone gesteuert. Konsequent befragt das Assistance-Barometer seit dem Jahr 2012 die privaten Haushalte zur Nutzung technischer Serviceleistungen in Form von Handy-Applications. Infolge der Digitalisierung haben sich InsurTechs auf die Entwicklung von Versicherungs-Apps spezialisiert und versuchen, dem Versicherungsnehmer Problemlösungen auf technischem Wege zu ermöglichen. Die Zustimmung zu diesen Serviceelementen erweist sich dabei als heterogen – deutlich differenziert nach personen- und sachbezogenen Serviceinhalten. Im aktuellen Assistance-Barometer 2021 erfährt das Angebot einer Notruf-App (im Falle einer bedrohlichen Situation wird per Tastendruck ein Notruf ausgesandt) eine gegenüber den Vorjahren nochmals zunehmende Wertschätzung. Mit einer Zustimmung von 75% der Haushalte wird der bisherige Zustimmungsmittelwert um 20 Prozentpunkte übertroffen. Die Zustimmung zur Arztfinder-App (über eine App werden Ärzte aller Fachrichtungen in der Nähe des aktuellen Aufenthaltsortes empfohlen) nimmt im Vergleich zu den letzten drei Jahren auf nur noch 50% ab, liegt damit aber immer noch knapp 5 Prozentpunkte über dem bisherigen Mittelwert. Im aktuellen Assistance-­Barometer 2021 wird das geringe, seit 2016 sich reduzierende Interesse an einer Werkstattfinder-App (Kfz-Werkstätten in der Nähe werden via App empfohlen) mit einer Zustimmung von nur noch 30% bestätigt. Im Vorjahr wurde erstmals das Interesse an einer Abschlepp-App (App ruft standortbezogen eigenständig einen Abschleppwagen und verfolgt dessen Anfahrt) ermittelt. Analog zum Vorjahr würden 46% der Befragten diese Serviceleistung als sehr wichtig/wichtig einstufen – ein eher zurückhaltendes Bekenntnis zu diesem Serviceangebot. Auch die Handwerker-App (App empfiehlt Handwerksbetriebe in der Nähe) kann als Serviceangebot keine Zustimmung generieren. Mit permanent abnehmendem Interesse würden nur noch 24% der Haushalte diesen Service nachfragen. Zum zweiten Mal nach 2020 wurden die privaten Haushalte um die Zustimmung zu einer Schaden-App (ein Avatar erfasst im Dialog den Schadenfall und leitet eigenständig Servicemaßnahmen ein) gebeten. Mit einer Steigerung von 5 Prozentpunkten würden nun 50% der Haushalte diesen Service befürworten – ein offensichtlich ausbaufähiger Service.