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31. Juli 2019
Auf diese Zahlungsmittel setzen die Deutschen
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Auf diese Zahlungsmittel setzen die Deutschen

Bargeldloses Bezahlen hat es in Deutschland noch immer schwer. Allerdings freunden sich die Bundesbürger allmählich damit an. Vor allem ein Bezahldienst erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Management- und Technologieberatung BearingPoint.

Das Zahlungsverhalten der Deutschen war lange Zeit stabil. Während andere Länder schon fast vollständig auf Karten oder mobile Zahlungsweisen setzen, war Bargeld bei den Deutschen bis zuletzt ganz klar Trumpf. Aktuell gibt es aber auch hierzulande eine große Veränderungsbereitschaft. Zwar nutzen nach wie vor 80% häufig Bargeld. Jeder Zehnte verzichtet aber bereits darauf. Jeder Zweite gibt zudem an, sein Zahlungsverhalten in den kommenden zwei Jahren ändern zu wollen. Jeder Vierte kann sich sogar vorstellen, in fünf Jahren ganz auf Bargeld zu verzichten. Das geht aus aktuellen Umfragen von BearingPoint hervor.

Digitale Zahlverfahren auf dem Vormarsch

Digitale Bezahldienste gewinnen zudem stark an Beliebtheit. 58% der Befragten nutzen mittlerweile PayPal. Damit landet der Online-Bezahldienst auf Platz 2 der am häufigsten genutzten Zahlungsmethoden. PayPal wird damit sogar häufiger genutzt als die EC-Karte, die mit 41% auf Platz 3 der beliebtesten Zahlungsmittel der Deutschen rangiert. Auch die Nutzung von Payback Pay (8%) sowie die Mobile-Payment-Verfahren Google Pay (4%) und Apple Pay (2%) machen sich langsam statistisch bemerkbar.

Noch einige Hürden zu nehmen

Was bei vielen europäischen Nachbarn aber bereits Realität ist – nämlich selbst Kleinstbeträge immer und überall bargeldlos zu zahlen – liegt in Deutschland aber noch in weiter Ferne. Beim Mobile Payment sind vor allem die Älteren skeptisch. Nur 4% der über 55-Jährigen glauben, dass sie Apple oder Google Pay zukünftig nutzen werden. Damit sich digitale Zahlungsmittel noch stärker durchsetzen, sind laut BearingPoint noch einige Hürden zu nehmen. „Insbesondere in Sachen Sicherheit müssen Karten und mobile Zahlmöglichkeiten noch deutlich mehr punkten, um zum Champion aufzusteigen“, erläutert Zahlungsverkehrsexperte Christian Bruck. (mh)

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