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Steuern & Recht
3. Dezember 2020
Mehrheit der Deutschen erwartet höhere Steuern durch die Pandemie
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Mehrheit der Deutschen erwartet höhere Steuern durch die Pandemie

180 Mrd. Euro neue Schulden will die große Koalition im kommenden Jahr zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufnehmen. Die Mehrheit der Deutschen rechnet laut einer Umfrage damit, dass sich diese in steigenden Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern niederschlagen werden.

Die Deutschen gehen mehrheitlich davon aus, dass die Corona-Pandemie für sie mittelfristig gleich an mehreren Stellen Konsequenzen haben wird: steigende Sozialversicherungsbeiträge, eine höhere steuerliche Belastung und ein anhaltender Niedrigzins, der traditionelle Sparformen auf lange Sicht erheblich einschränkt. Das ergab die jüngste Umfrage im DIA-Deutschland-Trend, der vom Meinungsforschungsinstitut INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) Mitte November durchgeführt worden ist.

Zwei Drittel erwarten steigende Sozialversicherungsbeiträge

Die klare Mehrheit von 69% aller Befragten glaubt, dass die erhöhten Ausgaben im Zusammenhang mit der Pandemie, zum Beispiel für gesundheitliche Prävention und Behandlung, letztendlich zu höheren Sozialversicherungsbeiträgen führen werden. Diese Befürchtungen steigen mit zunehmendem Alter steil an. In der Gruppe ab 60 Jahre gehen sogar 80% davon aus. Lediglich zehn Prozent der Befragungsteilnehmer hegen eine solche Befürchtung nicht.

Drei von vier Bundesbürgern rechnete mit höheren Steuern

Ganz ähnlich ist das Meinungsbild zu den Folgen der gegenwärtig deutlich erhöhten Staatsausgaben, die für die Bewältigung der Krise in Deutschland anfallen. 73% fürchten für die Zukunft dadurch eine eigene höhere steuerliche Belastung, wenn die derzeit steil ansteigende Staatsverschuldung wieder zurückgeführt werden muss. Auch diese Erwartung ist unter den Älteren besonders häufig vertreten. In den Altersgruppen ab 50 Jahre nehmen mehr als 80% eine solche Entwicklung an.

Nachteile bei der Geldanlage

Dazu kommen nach Einschätzung einer Mehrheit Nachteile für die Kapitalanlage und Vermögensbildung. So gehen 54% der Befragten davon aus, dass die kreditfinanzierten Ausgaben der Staaten und Programme der Europäischen Union, die im Zuge der Pandemie entschieden wurden, dafür sorgen, dass die Zinsen niedrig bleiben. Die Sparer werden demnach mit traditionellen Anlageformen weiter auf lange Sicht wenig Möglichkeiten haben, Vermögen zu bilden. (mh)

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