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10. Juli 2026
AV-Depot: Das planen Franklin Templeton, DEVK und HANSAINVEST
AV-Depot: Das planen Franklin Templeton, DEVK und HANSAINVEST

AV-Depot: Das planen Franklin Templeton, DEVK und HANSAINVEST

Das Altersvorsorgedepot rückt näher – am 01.01.2027 soll es losgehen. Nach und nach bringen sich Investment- und Versicherungsunternehmen in Stellung für die neue Produktsorte. Franklin Templeton, HANSAINVEST und die DEVK Versicherungen haben nun auch ihre Pläne vorgestellt.

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Und das Altersvorsorgedepot ist für die private Altersvorsorge in Deutschland definitiv ein großes Ereignis. Die Investmentbranche gerät damit stärker in den Mittelpunkt, da ab dem 01.01.2027 nun auch über reine Investmentprodukte eine staatliche Förderung ins Spiel kommt.

Zwei weitere Fondsgesellschaften haben nun angekündigt, in welche Richtung es für sie geht – und auch die Versicherungsbranche steht nicht still.

Das planen Franklin Templeton und Finanzguru

Franklin Templeton hat bereits Ende Juni verkündet, dass man eine Kooperation mit der Finanzmanagement-App Finanzguru eingeht. Demnach werden ab dem 01.01.2027 private Anleger in Deutschland über Finanzguru einen digitalen Zugang zu staatlich geförderten Altersvorsorgedepot-Produkten von Franklin Templeton haben. Geplant sind hier neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Standardprodukt auch weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten, sodass die Kunden frei entscheiden können, welche Lösung besser zu ihren Präferenzen und Vorstellungen passt, teilt Franklin Templeton auf Nachfrage von AssCompact mit.

Altersvorsorgeverträge von HANSAINVEST

Auch HANSAINVEST, Fondshaus unter der SIGNAL IDUNA Gruppe, stellt die Weichen für das Altersvorsorgedepot. Ab dem 01.01.2027 will man in Zusammenarbeit mit bestehenden und auch neuen Partnern Altersvorsorgeverträge anbieten. Im Rahmen der geplanten Lösung setzt die HANSAINVEST auf ein partnerschaftliches Modell. Die Baader Bank übernimmt die Depotführung, während investify TECH die technische Infrastruktur bereitstellt. So soll eine skalierbare White-Label-Lösung entstehen, bei der sich Vermögensverwalter und auch Maklerpools auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen – Investment und Vertrieb – konzentrieren können.

Die Partnerschaft soll den nächsten Schritt in Richtung Altersvorsorgedepot darstellen, nachdem HANSAINVEST im Mai die Auflegung ihres ersten aktiven ETFs bekannt gegeben hat.

Pläne der DEVK Versicherungen

Die Kölner DEVK Versicherungen werden etwas konkreter mit ihrer Ankündigung. Die private Altersvorsorgereform in ihrer jetzigen Form entspreche dem Fokus der DEVK Versicherungen auf moderne Hybridprodukte aus Garantien und Fondsanlagen, besonders mit kosteneffizienten ETF-Konzepten, erläutert Leben- und Komposit-Vorstand Dr. Michael Zons.

Zunächst will die DEVK ab dem 01.01.2027 ein Standarddepot und später ein weiteres gefördertes individuelles Altersvorsorgeprodukt einführen. Beide Angebote richten sich an alle Kundengruppen und auch an Versicherte mit einer bestehenden DEVK-Riester-Police. Geplant sind zwei geförderte Varianten:

Zum einen entwickelt die DEVK ein Standarddepot ohne Kapitalgarantie, das höhere Renditechancen durch Investments in ETFs bietet. Kundinnen und Kunden können die Lösung online abschließen oder sich in den DEVK-Geschäftsstellen vor Ort beraten lassen. Die Kosten sollen deutlich unter der von der Regierung vorgesehenen Obergrenze von 1% pro Jahr liegen.

Zum anderen führt die DEVK im zweiten Quartal 2027 ein förderfähiges, individuelles Altersvorsorgeprodukt auf Basis der bereits bestehenden fondsgebundenen Rentenversicherung DEVK-Rente ZukunftPlus ein. Für dieses Modell werden unterschiedliche Garantievarianten zur Auswahl stehen. Möglich sind flexible Optionen für Zuzahlungen oder Beitragspausen. Der Abschluss erfolgt stets im Rahmen einer qualifizierten Beratung. Beide Varianten bieten entweder eine lebenslange Rentenzahlung oder einen Auszahlungsplan in Raten.

Infoservice für Riester-Versicherte

In Kürze soll es von der DEVK auch einen Online-Vergleichsrechner auf dem Kundeportal „meineDEVK“ geben, mit dem Versicherte berechnen können, welche Förderzulagen sie bislang erhalten und wie hoch die Zulage im neuen Fördersystem ausfallen würde. Ob sich ein Wechsel lohnt, sollte individuell geprüft werden, wobei die DEVK auch hier ihre Kunden unterstützen möchte. (mki)

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