Individuelle Beratung statt flächendeckender Aktionen
Einigkeit herrscht bei der Frage, dass ein Wechsel in die neue Produktwelt immer von den individuellen Umständen und Voraussetzungen geprägt sein muss. So wird es beispielsweise Stand jetzt bei der R+V keine flächendeckenden Aktionen geben, so Andersch. „Unsere Riester-Bestandskunden haben sehr unterschiedliche Ausgangssituationen und es gibt keine pauschal empfohlene Vorgehensweise für alle Kunden. Wir werden unsere Kunden in Bezug auf ihre individuelle Situation hin beraten“, so Andersch.
Nicht immer hätte nämlich ein Wechsel nur Vorteile, erklärt die WWK. Manchmal kann er stattdessen mit „gewichtigen Nachteilen“ verbunden sein. „Ein Verzicht auf den attraktiven Rechnungszins des bestehenden Riester-Taifs will ebenso überlegt sein wie ein Wegfall der Garantie der eingezahlten Beiträge, der ein großes Risiko birgt“, warnt Gaßner. „Wir versuchen, unsere Kunden dafür zu sensibilisieren, dass es kein Zurück mehr gibt von einem Wechsel in die neue Welt und dass daher eine vorherige Beratung unbedingt und in jedem Fall zu empfehlen ist.“
Vermittler spielen zentrale Rolle
Wo es um Beratung geht, geht es natürlich auch um Vermittler. Welche Rolle spielen diese beim Übergang von der alten in die neue Fördersystematik? Bei der Allianz auf jeden Fall schreibt man Vermittlern eine „zentrale“ Rolle zu, um Kunden dabei zu unterstützen, den passenden Weg zu wählen.
Zudem würden auch Befragungen sowie persönliche Rückmeldungen der Kunden bei Vermittlern zeigen, dass die meisten Bestandskunden nicht unbedingt an einem Anbieterwechsel interessiert sind. „Die meisten Riester-Kunden wollen vor allem von bzw. zu ihrem jetzigen Anbieter beraten werden und möchten hier eine passende Lösung“, so Bastian. (js)
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Seite 1 AV-Depot: Wie Versicherer Riester-Sparer halten wollen
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