In Deutschland haben etwa die Hälfte der Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge (bAV), vor allem in kleinen und mittelständischen Betrieben ist aber weiterhin viel Luft nach oben. Die Politik würde dies gerne ändern: in den Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission fordern die Experten, noch im laufenden Jahr im Rahmen eines Sozialpartnerdialogs konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, die die Verbreitung der bAV insbesondere in bisher unterversorgen Bereichen deutlich erhöhen. Perspektivisch sei eine annähernd flächendeckende Verbreitung der bAV anzustreben.
bAV essenziell, aber komplex
Die bAV ist einer der wichtigsten, doch gleichzeitig auch der komplexeste Eckpfeiler der Altersvorsorge, so das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP).
Aus diesem Grund sei es von Bedeutung, das Angebot nicht nur von Produktseite aus zu betrachten, sondern auch die Kompetenz der Anbieter im bAV-Bereich zu beleuchten, so das IVFP. Nun hat das Ratinghaus sein aktuelles bAV-Kompetenz-Rating vorgelegt. Für die diesjährige Auflage wurden insgesamt 20 Versicherungsgesellschaften auf bis zu 89 Kriterien untersucht. Die Gesamtnote setzt sich dabei aus den Teilbereichen Beratung, Haftung, Service und Verwaltung zusammen. Innerhalb der Gesamtbewertung sowie in den Teilbereichen werden die Anbieter alphabetisch sortiert.
Das Kompetenzrating wird in enger Zusammenarbeit mit Versicherern erstellt, die hierzu einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten müssen. Die Beantwortung erfordert den Einsatz erheblicher interner Ressourcen, da detaillierte Informationen zu Prozessen, Strukturen und Strategien offengelegt werden müssen. Das Rating geht damit weit über eine reine Produktbewertung hinaus, so das IVFP.
bAV entwickelt sich ständig weiter
Die bAV entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue gesetzlichen Rahmenbedingungen, die zunehmende Verzahnung mit weiteren Employee Benefits sowie steigende Anforderungen an Dokumente, Prozesse und Haftung führen dazu, dass fachliche Kompetenz stetig an Bedeutung gewinnt.
Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der Bewertung des IVFP wider: So liegt im aktuellen Jahrgang ein besonderer Schwerpunkt auf der Frage, wie Anbieter die Wechselwirkungen zwischen der bAV und weiteren Benefits wie der betrieblichen Krankenversicherung oder Zeitwertkonten unterstützen. Auch die Messung und Verbesserung der fachlichen Kompetenz über den gesamten Lebenszyklus einer bAV hinweg steht im Fokus, genau wie die Frage, wie zentrale Unternehmensprozesse auch unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen abgesichert werden, um Stabilität und Verlässlichkeit bestehender Versorgungszusagen langfristig sicherzustellen.
Seite 1 bAV: Diese Anbieter sind laut IVFP am kompetentesten
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