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11. Juni 2026
Bei diesen Sportarten passieren die meisten Unfälle
Bei diesen Sportarten passieren die meisten Unfälle

Bei diesen Sportarten passieren die meisten Unfälle

Die ERGO Unfallversicherung hat wieder ihre jährliche Unfallstatistik veröffentlicht. Sie zeigt, bei welchen Sportarten Versicherte die meisten Unfälle erleiden. Tatsächlich tritt die Mehrheit der Verletzungen bei lediglich drei Sportarten auf.

Wer später gesünder sein will, der macht auch heute schon Sport – egal ob im Verein, professionell oder in der Freizeit. Doch leider passieren bei der Bewegung auch gerne Unfälle. Die aktuelle Auswertung der ERGO Unfallversicherung zeigt, bei welchen Sportarten Versicherte sich 2025 besonders häufig verletzten. Insgesamt verzeichnete die ERGO Unfallstatistik 2025 6.487 Sportunfälle. Diese verteilten sich über zahlreiche Sportarten, allerdings in sehr unterschiedlicher Gewichtung. Die zehn Sportarten mit den meistens Unfallmeldungen stehen für knapp 73% aller Unfälle. Doch auch diese Zahl sei nur bedingt aussagekräftig, so die ERGO.

Die zehn unfallträchtigsten Sportarten sind dieselben wie im Vorjahr – nur die Reihenfolge hat sich geändert.

Platz 1: Fußball

Fußball bleibt mit großem Abstand an der Spitze der Statistik. 2.308 Unfälle wurden 2025 beim Kampf ums Runde gemeldet. Das entspricht 35,6%. Trotz eines leichten Rückgangs um 4,8% gegenüber dem Vorjahr bleibt Fußball damit die Sportart mit den meisten Unfällen. Angesichts der großen Zahl aktiver Fußballer überrascht das jedoch kaum, so die ERGO. Fußball gehört seit jeher zu den populärsten Sportarten in Deutschland. Die durchschnittliche Leistung je Unfall liegt bei 4.806 Euro.

Platz 2: Skisport

Der Skisport, inklusive Skibob, liegt mit 1.001 Unfällen auf Platz 2. Das entspricht 15,4%. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der gemeldeten Unfälle um 7,8%. Besonders Stürze auf der Piste oder Zusammenstöße führten häufig zu Verletzungen. Einer der Hauptgründe für Unfälle ist der Mangel an natürlichem Schnee. Einerseits mache der verstärkte Einsatz von Kunstschnee die Pisten deutlich härter und schneller, andererseits erhöhe sich das Verletzungsrisiko auch an den Pistenrändern, wenn wegen des fehlenden Schnees die befahrbaren Stellen verengt sind. Unter den Top-10-Sportarten verursachen Skiunfälle die höchsten durchschnittlichen Kosten, nämlich rund 7.224 Euro.

Platz 3: Fahrradfahren

Mit 579 Unfällen (8,9%) belegt Fahrradfahren den 3. Platz. Stürze oder Zusammenstöße gehören hier zu den häufigsten Unfallursachen.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der gemeldeten Fahrradunfälle allerdings deutlich zurück, so die ERGO – nämlich um 15,4%. Gleichzeitig bleibt Radfahren eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland: Nicht zuletzt durch den Boom von E-Bikes und Pedelecs nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad in Freizeit und Alltag. Deutet der Rückgang bei den Unfällen auf eine verbesserte Sicherheitstechnik hin? Pro Unfall beträgt die durchschnittliche Leistung 6.136 Euro.

Platz 4: Handball

Mit 189 Unfällen (2,9%) liegt Handball auf Platz 4 der Statistik. Hier kommt es aufgrund der vielen Zweikämpfe und Sprünge häufig zu Verletzungen an Gelenken oder Bändern.

Handball gehört zu den beliebtesten Mannschaftssportarten in Deutschland und wird sowohl im Vereins- als auch im Schulsport häufig gespielt. Die Europameisterschaft 2024 im eigenen Land hat das Interesse am Sport noch einmal verstärkt.

Platz 5: Reitsport

Beim Reitsport (einschließlich Polo) wurden 162 Unfälle (2,5%) verzeichnet. Stürze vom Pferd können mitunter schwerwiegende Folgen haben – vergleichen mit vielen anderen Sportarten führen Reitunfälle besonders oft zu schwereren Verletzungen.

Platz 6: Volleyball

Volleyball liegt mit 145 Unfällen (2,2%) auf Platz 6. Verletzungen entstehen hier häufig durch Sprünge mit missglückten Landungen oder durch unglückliche Bewegungen im Spiel.

Seit Langem wird der Sport sowohl im Verein als auch im Freizeitbereich häufig gespielt. Eine recht neue Entwicklung ist die zunehmende Popularität von Beachvolleyball – es gibt im Sommer immer mehr Spielflächen auf öffentlichen Plätzen und in Freizeiteinrichtungen.

Platz 7: Basketball

Mit 133 Unfällen (2,1%) belegt Basketball Rang 7. Das schnelle Spiel mit vielen Richtungswechseln und Sprüngen birgt ein erhöhtes Risiko für Verstauchungen oder Bänderverletzungen, so die ERGO. Nach dem WM-Sieg der deutschen Herren-Nationalmannschaft 2023 profitierte Basketball von einem neuen Popularitätsschub. Der Gewinn der Europameisterschaft 2025 dürfte dafür gesorgt haben, dass der Boom nicht so bald endet.

Platz 8: Tennis

Beim Tennis registrierte ERGO 80 Unfälle (1,2%). Auch hier können schnelle Bewegungen und abrupte Stopps zu Verletzungen führen. Der Sport erlebt seit einigen Jahren wieder steigende Beliebtheit. Besonders während der Pandemie entdeckten viele Menschen Tennis als kontaktarmen Freiluftsport für sich – ein Trend, der in vielen Vereinen weiterhin spürbar ist.

Platz 9 und 10: Schlittschuhlaufen und Wassersport

Wie im Vorjahr liegen Schlittschuhlaufen und Wassersport am Ende des Top-10-Rankings. Schlittschuhlaufen steht mit 65 Unfällen (1%) auf Platz 9 der Statistik. Dass Stürze auf der Eisfläche zu Verletzungen führen können, bezweifelt wohl niemand, der bei seinen ersten Gehversuchen auf Kufen schon einmal Bekanntschaft mit der Härte gefrorenen Wassers gemacht hat.

Auch in flüssigem Zustand ist Wasser nicht immer unproblematisch: Mit 60 Unfällen (0,9%) komplettiert Wassersport (inklusive Wasserball) die Top 10.

Längerfristige Trends: Alles bleibt beim Alten

Ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass die drei Sportarten, die die Statistik 2025 anführen, auch zuvor schon am unfallträchtigsten waren: Auch im gesamten Zeitraum 2016 bis 2025 entfielen die meisten Sportunfälle auf Fußball (32,6%). Dahinter folgen Skisport (15%) und Fahrradfahren (11,2%). Aktuell und auch schon im Vorjahr aus den Top 10 herausgefallen ist die Leichtathletik, die über die letzten zehn Jahre mit einem Anteil von 1,4% an allen Unfällen durchaus noch prominent vertreten war. Neue Sportarten schieben sich in der Unfallstatistik nur langsam nach vorne. Dabei weisen einige Trendsportarten wie etwa Padel-Tennis durchaus ein erhöhtes Verletzungsrisiko auf.

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