Beim Feuerrisiko zeigt sich deutliches Nord-Süd-Gefälle | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Whats App AssCompact - Whats App

Beim Feuerrisiko zeigt sich deutliches Nord-Süd-Gefälle
20. Juni 2019

Beim Feuerrisiko zeigt sich deutliches Nord-Süd-Gefälle

Wie aktuelle Zahlen des GDV belegen, ist die Feuergefahr in Deutschlands Norden am größten. Während das Risiko für Feuerschäden in Schleswig-Holstein rund 50% über dem Durchschnitt liegt, ist das Risiko im Süden deutlich geringer. Bundesweit sind die Kosten für Schäden im Jahr 2018 gestiegen.


Wie aktuelle Zahlen des GDV belegen, ist die Feuergefahr in Deutschlands Norden am größten. Während das Risiko für Feuerschäden in Schleswig-Holstein rund 50% über dem Durchschnitt liegt, ist das Risiko im Süden deutlich geringer. Bundesweit sind die Kosten für Schäden im Jahr 2018 gestiegen.


Beim Feuerrisiko zeigt sich deutliches Nord-Süd-Gefälle

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat erstmals regionale Zahlen zur Feuergefährdung für Deutschland vorgelegt. Hiefür haben die Versicherer die Feuerschäden pro Regierungsbezirk und bei kleineren Ländern pro Bundesland ermittelt. Den Schadenaufwand hat der GDV ins Verhältnis zur Versicherungssumme der Wohngebäudeversicherung im jeweiligen Regierungsbezirk gesetzt. Laut Auswertungen ist die Feuergefahr im Norden Deutschlands am größten. So liegt der Index für Feuerschäden in Schleswig-Holstein bei 147 und damit rund 50% über dem bundesweiten Durchschnitt. Auf Rang 2 und 3 rangieren Mecklenburg-Vorpommern und Lüneburg mit Indexwerten von 135 beziehungsweise 132.

 

Beim Feuerrisiko zeigt sich deutliches Nord-Süd-Gefälle

 

Geringeres Risiko im Süden

Die Auswertung des GDV zeigen ein Nord-Süd-Gefälle: Nach Süden hin geht das Feuerrisiko deutlich zurück. So ist die Feuergefahr in den bayerischen Regierungsbezirken Mittelfranken, Schwaben und Oberbayern gegenüber den nördlichen Regierungsbezirken nur etwa halb so groß.

Regionale Unterschiede bei Brandursachen

Nach Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) zählen Elektrizität (33%) und menschliches Fehlverhalten (17%) zu den häufigsten Brandursachen. Daneben ergeben sich aber auch regionale Unterschiede. „Während im Norden Brandstiftungen eine größere Rolle spielen, bereiten Blitz- und Überspannungsschäden im Süden Probleme“, erklärt Oliver Hauner, Leiter Sach- und Technische Versicherung, Schadenverhütung, Statistik beim GDV. Oft sei es Unwissenheit und Leichtsinn, die zur Katastrophe führen würden. Zudem würden die Folgeschäden eines Brandes unterschätzt, wie Hauner unterstreicht.

Alle drei Minuten ein Feuerschaden

Wie der GDV weiter mitteilt, zählen die Wohngebäudeversicherer deutschlandweit rund 200.000 Feuerschäden pro Jahr. Das heißt, hierzulande kommt es im Schnitt etwa alle drei Minuten zu einer Schadenmeldung. Die Kosten für 2018 belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 1,2 Mrd. Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um 150 Mio. Euro im Vergleich zu 2017. Die Zahl der Schäden blieb zwar konstant, allerdings erhöhte sich der Aufwand für einen durchschnittlichen Schaden um rund 700 Euro auf geschätzt 5.730 Euro. Im vergangenen Jahr leisteten die Wohngebäudeversicherer insgesamt rund 6,1 Mrd. Euro. (tk)

Bild: © Sergey Nivens – stock.adobe.com




Ähnliche News

In Deutschland gibt es an die 500.000 Kleingärten. Ihre Besitzer investieren in die Pflege Arbeit, Zeit und Geld. Eine Lauben- oder Kleingartenversicherung kann das grüne Kleinod gegen Schäden absichern. Worauf dabei zu achten ist, erklärt Olaf Bergann, Experte für Kleingartenversicherungen von kvs-versicherungsmakler.de. weiterlesen
Wer eine Immobilie kauft, investiert viel Geld. Da stellt sich kaum die Frage, diese auch gut abzusichern. Entsprechend nimmt die Wohngebäudeversicherung einen wichtigen Platz im Beratungsportfolio von Vermittlern ein. Allerdings war die Sparte auch geprägt von Sanierungen und Produktneuheiten. Makler und Mehrfachagenten schauen also bei den Produktgebern genau hin – und vermitteln ihr Geschäft am liebsten an einen Anbieter. weiterlesen
Jeder dritte Hausbesitzer beschäftigt sich infolge des Klimawandels intensiver mit der Absicherung seiner Immobilie, so eine Umfrage der Nürnberger. Klimaschutz war auch am Tag der Immobilienwirtschaft Thema. Gefordert wird, die Erreichung der Klimaschutzziele wieder auf die politische Tagesordnung zu setzen weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.