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15. September 2020
Corona-Krise beschleunigt Europas Abkehr vom Bargeld
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Corona-Krise beschleunigt Europas Abkehr vom Bargeld

Die Unternehmensberatung PwC Strategy& hat untersucht, wie sich die Corona-Krise auf das Bezahlverhalten in Europa auswirkt. Der Studie zufolge zahlt nur noch eine Minderheit am liebsten bar. Es gibt aber nach wie vor große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern.

Beschleunigt die Corona-Krise die Abkehr vom Bargeld? Dieser Frage ist die Unternehmensberatung PwC Strategy& in einer aktuellen Studie nachgegangen. Der Untersuchung zufolge bezahlen in den zehn betrachteten europäischen Ländern im Schnitt nur noch 36% der Verbraucher am liebsten bar. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 43%.

Weiterhin deutliche Länderunterschiede

Es gibt aber innerhalb Europas nach wie vor große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Vor allem im deutschsprachigen Raum steht Bargeld nach wie vor hoch im Kurs. In Deutschland und Österreich geben nach wie vor 56 bzw. 57% der Befragten an, am liebsten mit Bargeld zu bezahlen. Allerdings nimmt auch hier der Anteil deutlich ab. Vor einem Jahr lag er noch deutlich über 60%.

Schweden nutzen kaum noch Bargeld

In Schweden spielt Bargeld hingegen bereits heute eine sehr kleine Rolle. Nur noch 15% der Schweden zahlen bevorzugt mit Scheinen und Münzen. Auch in den Niederlanden und Frankreich hat es Bargeld mittlerweile schwer. In beiden Ländern bevorzugt nur noch etwa ein Fünftel der Bevölkerung das Bezahlen mit Scheinen und Münzen.

Karten und Apps auf der Überholspur

Gewinner dieser Entwicklung sind Debitkarten wie die Girocard und mobile Bezahl-Apps. 44% der 3.500 befragten Verbraucher in Europa gaben an, dass sie inzwischen häufiger mit Karten zahlen. Auf der anderen Seite gaben allerdings auch 15% an, dass sie seit der Corona-Krise öfter bar zahlen. Wesentliches Hemmnis für die Benutzung von Apps sind Datenschutzbedenken. Nur jeder Fünfte ist dazu bereit, persönliche Daten bei den persönlichen Finanzen zu teilen. 55% lehnen es ab. (mh)

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