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Corona-Pandemie: Trotz Umsatzverlusten nehmen nur wenige Makler neue Kredite auf
27. März 2020

Corona-Pandemie: Trotz Umsatzverlusten nehmen nur wenige Makler neue Kredite auf

Das Neugeschäft in den Vermittlerbüros bricht im Zuge der Corona-Krise ein. Dem folgen Umsatzverluste. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass schon jetzt 43% der Makler und Mehrfachagenten entsprechende Einbußen hinnehmen müssen. Zusätzliche Kredite sind zum jetzigen Zeitpunkt für die meisten aber noch kein Thema.


Das Neugeschäft in den Vermittlerbüros bricht im Zuge der Corona-Krise ein. Dem folgen Umsatzverluste. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass schon jetzt 43% der Makler und Mehrfachagenten entsprechende Einbußen hinnehmen müssen. Zusätzliche Kredite sind zum jetzigen Zeitpunkt für die meisten aber noch kein Thema.


Corona-Pandemie: Trotz Umsatzverlusten nehmen nur wenige Makler neue Kredite auf

Abgesagte Kundentermine und eine zumindest teilweise erschwerte Kundenkommunikation lassen das Neugeschäft bei unabhängigen Vermittlern einbrechen. Eine aktuelle Umfrage von AssCompact zusammen mit Prof. Dr. Matthias Beenken von der FH Dortmund hat ermittelt, dass rund 83% der entsprechenden Betriebe davon betroffen sind (AssCompact berichtete).

Umsatzeinbußen bei etwas mehr als 40% der Betriebe

Inwieweit der Einbruch zu Umsatzeinbußen führt, dürfte eng mit dem Geschäftsmodell der Versicherungsmakler und Mehrfachagenten und der Fokussierung auf Sparten, auf Zielgruppen und auf Neu- oder Bestandsgeschäft zusammenhängen. So hat die Online-Umfrage ergeben, dass 43% der teilnehmenden Betriebe schon jetzt Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben. Allerdings gibt es auch einen Anteil von 37% die – zumindest bisher – noch keine Rückgänge verbuchen. Und etwa jeder Fünfte verzeichnet wohl zumindest in Teilbereichen ein Minus.

Auswirkungen auf Kreditaufnahme

Nun sind die Entwicklungen aktuell mehr als dynamisch und Einschätzungen sowie Entscheidungen können sich beinahe in Sekundenschnelle ändern. Insofern gibt die Umfrage auch eher ein kurzfristiges Stimmungsbild wieder, wenn es um konkrete Maßnahmen zur weiteren Finanzierung geht. So stehen etwa die Soforthilfen und Förderprogramme noch am Anfang. Mitte der Woche jedoch gingen noch über drei Viertel der Befragten davon aus, keinen zusätzlichen Kredit zu benötigen. Und während sich jeder Zehnte noch unsicher fühlte, gingen 12% davon aus, einen weiteren Kredit zu benötigen.

Auch Kurzarbeit wurde schon beantragt

Des Weiteren zeigt die Befragung, dass es auch schon Maklerunternehmen gibt, die Kurzarbeitergeld für die Mitarbeiter beantragt haben oder zumindest in Erwägung ziehen. Dazu gehören rund 17% der Befragten. Die überwiegende Mehrheit denkt bisher aber nicht daran, diesen Weg zu gehen.

Jetzt investieren oder nicht?

Krisen veranlassen so manchen Betrieb zum Umdenken. Die aktuelle Krise zwingt sie sogar mehr oder weniger dazu. So könnten jetzt Investitionen in Technik und Digitalisierung nötig werden, um Kunden auf neuen Wegen zu bedienen. Und so sehen es auch fast 40% der Umfrage-Teilnehmer. Sie gehen davon aus, dass sie jetzt mehr investieren müssen. Mit rund 46% liegt der Anteil derer, die nicht an zusätzliche Ausgaben denken, aber etwas höher. (bh)

Über die AssCompact Umfrage

Am 23.03.2020 startete AssCompact eine Online-Umfrage unter Vermittlern und Mitarbeitern von Versicherungsunternehmen. Aufseiten der unabhängigen Vermittler, auf die sich der Artikel bezieht, haben innerhalb eines Tages 156 Personen teilgenommen. Ideengeber und Mitgestalter der Umfrage ist Prof. Dr. Matthias Beenken von der FH Dortmund.

Lesen Sie auch: Corona-Pandemie: Makler zwischen Home-Office, Schließung und Neugeschäftseinbruch

Bild: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com




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