COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten
16. März 2020

COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten

Die Immobilienexperten von Savills haben sich mit den möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die deutschen Immobilienmärkte beschäftigt. Dabei haben sie neben den kurzfristigen Auswirkungen auch die mittel- bis langfristigen Folgen analysiert.

2 / 3


Die Immobilienexperten von Savills haben sich mit den möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die deutschen Immobilienmärkte beschäftigt. Dabei haben sie neben den kurzfristigen Auswirkungen auch die mittel- bis langfristigen Folgen analysiert.


COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten
Mittelfristige Auswirkungen

Für den weiteren Jahresverlauf stellt Savills vor allem zwei Szenarien in Aussicht. Im günstigeren Szenario erreicht die Zahl der weltweit Infizierten in den kommenden Wochen ihren Gipfel, um dann abzuflachen. Für die Konjunktur ergäbe sich dann ein U-Verlauf, das heißt ein rasches Einbrechen der wirtschaftlichen Aktivität, gefolgt von einer kurzen Talsohle und einer zügigen Erholung inklusive Nachholeffekten. In diesem Fall wären die Auswirkungen auf die deutschen Immobilienmärkte begrenzt. Zudem würden die kurzfristigen Effekte für einige Zeit Bestand haben, aber im Wesentlichen temporärer Natur sein. Gleichwohl rechnet Savills auch in diesem Szenario mit einem etwas höheren Mietausfallrisiko über alle gewerblichen Nutzungsarten hinweg, vor allem in den besonders betroffenen Segmenten.

Geringere Flächenumsätze und Transaktionsvolumina

Die Risikoprämien bei den Renditen würden auch in diesem Szenario vermutlich zunächst auf einem etwas höheren Niveau als zuletzt verharren. Die temporäre Unsicherheit dürfte sich zudem negativ auf die Verfügbarkeit von Fremdkapital auswirken. Dadurch, dass bereits jetzt Abschlüsse an den Investment- und Vermietungsmärkten verschoben werden und sich somit das gesamte Transaktionsgeschehen nach hinten verschiebt, geht Savills für das laufende Jahr von geringeren Flächenumsätzen und Transaktionsvolumina aus.

Szenario 2: Weltweite Rezession

Im zweiten, ungünstigeren Szenario steigt die Zahl der Infizierten auch in den nächsten Monaten an und erreicht erst in der zweiten Jahreshälfte ihren Gipfel. Eine weltweite Rezession wäre dann kaum zu vermeiden. Für die Immobilienmärkte würde dies in allen Segmenten voraussichtlich deutlich sinkende Nachfrage, Flächenumsätze und Mieten sowie steigende Leerstände bedeuten. Auch die Nachfrage an den Wohnungsmärkten wäre in diesem Szenario wegen steigender Arbeitslosigkeit bzw. sinkender Einkommen negativ betroffen. Am Investmentmarkt würden die Transaktionsvolumina sinken, weil erhöhte Risikoaversion auf steigende Marktrisiken träfe und Fremdkapital nur noch eingeschränkt zur Verfügung stünde. Die rückläufige Nachfrage träfe auf steigende Verkaufsbereitschaft und die Anfangsrenditen würden steigen.




Ähnliche News

Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hat mit der DF Deutsche Finance Development GmbH eine Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft gegründet. Sie fokussiert sich auf Gewerbe- und Wohnimmobilien im deutschen Immobilienmarkt. weiterlesen
Das Bundeskabinett hat die Modernisierung des Wohnungseigentumgsgesetzes (WEG) beschlossen. Das 1951 erlassene Gesetz soll durch die Änderungen an die geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, umweltpolitischen Herausforderungen und technischen Möglichkeiten angepasst werden. weiterlesen
Das Coronavirus konnte dem Immobilienmarkt bisher nicht viel anhaben. Nun hat sich die Stimmung am deutschen Immobilien-Investmentmarkt aber binnen kürzester Zeit massiv verschlechtert. Die Krise trifft die verschiedenen Immobiliensegmente zwar sehr unterschiedlich, doch selbst Finanzierungen sehen Experten massiv in Gefahr. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.