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COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten
16. März 2020

COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten

Die Immobilienexperten von Savills haben sich mit den möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die deutschen Immobilienmärkte beschäftigt. Dabei haben sie neben den kurzfristigen Auswirkungen auch die mittel- bis langfristigen Folgen analysiert.

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Die Immobilienexperten von Savills haben sich mit den möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die deutschen Immobilienmärkte beschäftigt. Dabei haben sie neben den kurzfristigen Auswirkungen auch die mittel- bis langfristigen Folgen analysiert.


COVID-19: Das droht nun an den deutschen Immobilienmärkten
Langfristige Auswirkungen

Die Corona-Krise könnte Folgen weit über ihr Ende hinaus haben – wann auch immer sie überstanden sein wird. Bereits jetzt beeinflusst sie das Verhalten von Menschen und je länger sie das tut, desto wahrscheinlicher werden aus diesen Verhaltensweisen Gewohnheiten, die die Pandemie überdauern.

Beschleuniger des digitalen Wandels

Savills geht davon aus, dass die Pandemie in vielerlei Hinsicht jenen Wandel beschleunigen könnte, den die Digitalisierung in den letzten Jahren bereits eingeleitet hat. Viele der digitalen Technologien haben die Menschen in die Lage versetzt, Interaktionen online durchzuführen, die davor nicht ohne menschlichen Kontakt auskamen. Das Coronavirus zwingt die Menschen nun dazu, diese Möglichkeiten (intensiver) zu nutzen. Das erhöhe den Anreiz, auf menschlichen Kontakt zugunsten der Online-Interaktion zu verzichten. Insofern könnte das Coronavirus als Digitalisierungsbeschleuniger wirken und auch an den Immobilienmärkten Prozesse geradezu „vorspulen“, die bislang langsam abliefen.

Von dieser Entwicklung wäre auch der Einzelhandel betroffen. So ist laut Savills mit einer Umsatzverschiebung vom stationären zum digitalen Einzelhandel zu rechnen. Schneller als bislang zu erwarten war, könnte der Flächenbedarf stationärer Einzelhändler sinken. An alternativen Nutzungen wird es nicht mangeln – daran dürfte auch Corona nichts ändern.

Boom flexibler Arbeitsplätze

Eine alternative Nutzung könnten, mehr als ohnehin schon, Flexible Workspaces werden. Die Corona-Krise beschere derzeit jedenfalls das womöglich umfangreichste Home-Office-Experiment der Geschichte. Zwar könnten Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber dieses Experiment anschließend für gescheitert erklären. Savills hält es allerdings für wahrscheinlicher, dass damit durchaus auch überraschend positive Erfahrungen gesammelt werden. Da sich zugleich jedoch die wenigsten Wohnungen als ideale Arbeitsumgebung erweisen dürften, rücken wohnortnahe Flexible Workspaces noch stärker in den Fokus.

Rechenzentren rücken in den Investorenfokus

In diesem Zuge dürften auch Videokonferenzen und andere webbasierte Werkzeuge der Zusammenarbeit stark an Bedeutung gewinnen. Zusammen mit Online-Shopping, E-Learning, E-Gaming und so weiter treibt dies den Datenverkehr in neue Höhen und könnte Rechenzentren auf die Landkarte institutioneller Investoren katapultieren. Die Erkenntnisse über die Gefahren, die mit globalen Lieferketten verbunden sind, könnten abschließend dazu führen, dass wieder mehr Produktionskapazitäten in Deutschland angesiedelt werden – und damit zu einem stark steigenden Bedarf an Lagerflächen. (mh)

Bild: © scaliger – stock.adobe.com




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