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Darum werden die Immobilienmärkte der Corona-Krise standhalten
01. Juli 2020

Darum werden die Immobilienmärkte der Corona-Krise standhalten

Die aktuelle Diskussion um die Corona-Pandemie und ihre Folge deutet an, dass eine nie dagewesene Disruption ansteht, die auch in extremer Form auf die Asset-Klassen der Immobilienmärkte durchschlagen wird. Tatsächlich dürften aber trotz Corona weitgehend stabile Märkte und eine rasche Erholung der Konjunktur nach der Krise vorzufinden sein.

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Die aktuelle Diskussion um die Corona-Pandemie und ihre Folge deutet an, dass eine nie dagewesene Disruption ansteht, die auch in extremer Form auf die Asset-Klassen der Immobilienmärkte durchschlagen wird. Tatsächlich dürften aber trotz Corona weitgehend stabile Märkte und eine rasche Erholung der Konjunktur nach der Krise vorzufinden sein.

Darum werden die Immobilienmärkte der Corona-Krise standhalten
Office und Geschäftsreisen werden Leben weiter prägen

Was man allerdings definitiv sagen kann, ist, dass die Corona-Krise auch langfristig keinen oder nur einen marginalen Einfluss auf die Office-Märkte in Deutschland haben wird. Denn natürlich wird die Insolvenzwelle ihre Opfer fordern. Da große Unternehmen bzw. Marken, die vor allem in den Top-Lagen unserer Städte zu Hause sind, hiervon weniger betroffen sein werden, meist sogar von der Entwicklung profitieren könnten, werden vor allem B- und C-Lagen an Stadträndern oder in Gewerbegebieten jenseits der Zentren darunter leiden. Grundsätzlich ist aber aktuell sogar eine unverminderte Nachfrage im Investmentbereich zu spüren.

Auch Projektentwicklungen und Büros kaum betroffen

Auch Projektentwicklungen sind nicht betroffen. Und auch wenn Work@home-Konzepte künftig ein noch wichtigeres Element der Arbeitswelt werden, vor allem um Flexibilität für Arbeitnehmer zu schaffen, hat die Krise auch gezeigt, dass vir­tuelles Arbeiten nie Ersatz für Zusammenarbeit vor Ort und echte soziale Kontakte sein kann. Zusätzlich hindern aktuell noch vielerorts IT-Sicherheitsthemen den noch stärkeren Einsatz flexibler Arbeitsmodelle. Ähnlich sieht es bei Geschäftsreisen aus. Video-Konferenzen können den Wert eines physischen Treffens nicht ansatzweise ersetzen, und dass sich Menschen face-to-face sehen möchten, liegt in unserer Natur. Vor allem in dezentralen Märkten wie Deutschland wird die Reisetätigkeit deshalb schnell wieder hochfahren. Spannend wird also eher die Frage sein, wie sich der Büromarkt in Zukunft weiterentwickeln wird, zum Beispiel durch modifizierte Office-Konzepte.

Perspektiven gefragt

Wichtig ist, dass Deutschland weiter seinen geordneten Weg aus der Krise geht und dass sowohl Märkten als auch Unternehmen echte Perspektiven aufgezeigt werden. Eine zentrale Rolle kommt Banken zu, die jetzt mit gutem Beispiel vorangehen, ihre Finanzierungspolitik überdenken und gegebenenfalls beim Thema Sicherheit etwas offener sein müssen, um der erlahmten Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Die deutsche Industrie und vor allem unsere Schlüsselbranchen wie Automobil und Luftfahrt müssen Rückenwind erhalten, ohne dass wieder dogmatische Umwelt- und CO2-Diskussionen angezettelt werden. Keine Ökologie ohne Ökonomie ist das Gebot der Stunde. Dann ist sicher, dass sich die Märkte rasch erholen werden und Deutschland weitgehend so leben wird und kann wie vor der Krise.

Den Artikel lesen Sie auch in AssCompact 06/2020 auf Seite 72f und in unserem ePaper.

© Gajus – stock.adobe.com


Christian Vogrincic Christian Vogrincic



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