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1. Juli 2020
Darum werden die Immobilienmärkte der Corona-Krise standhalten

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Darum werden die Immobilienmärkte der Corona-Krise standhalten

Hotel und Retail am meisten tangiert

Am gravierendsten werden sicherlich die Nutzungsklassen Hotel und Retail betroffen sein. Allerdings ist selbst im Hotelsektor, wo Häuser seit Wochen komplett leer stehen, bei der Verhandlung von Zukunftsprojekten aktuell kein merklicher Preisverfall spürbar. Die dezentrale Struktur Deutschlands mit seinen unterschiedlichen Business-Zentren – von München bis Hamburg, von Düsseldorf bis Berlin – kommt dem nationalen Markt hier sicherlich zugute, aber auch, dass selbst reine Business-Hotels mit rund 25% touristischen Reisen rechnen. Hier wird das alte Marktniveau rasch wieder erreicht werden. Ähnlich sieht es beim Thema Shopping aus. Natürlich hat die Krise Überläufer mit sich gebracht, die das digitale Einkaufen jetzt für sich entdecken. An der grundsätzlichen Attraktivität und Anziehungskraft der Innenstädte als Orte der Begegnung und des physischen Einkaufserlebnisses wird dies aber nichts ändern, sodass zentrale Einkaufslagen, die bisher stark frequentiert waren, das auch künftig wieder sein werden und solche Retail-Immobilien für Investoren auch künftig attraktiv bleiben.

Katalysator für Trends

Die Krise ist ein Beschleuniger gewisser Trends, die es schon vor Corona gab. Zum Beispiel die Innenstädte als Einkaufserlebnis für High-Involvement-Produkte, eine stärkere Verlagerung von Retail auf Gastronomie und – wie schon erläutert – der beschleunigte Niedergang ohnehin schon dem Tod geweihter Konzepte und Geschäftsmodelle. Möglicherweise wird es auch einen schnelleren Schub im Bereich Showrooming und der damit verbundenen Last-Mile-Logistik geben, wobei sich hier noch keine eindeutige Prognose abgeben lässt.

 
Ein Artikel von
Christian Vogrincic