AssCompact suche
Home
Assekuranz
13. März 2026
Das hat die VIG mit der NÜRNBERGER vor
Das hat die VIG mit der NÜRNBERGER vor

Das hat die VIG mit der NÜRNBERGER vor

Die Vienna Insurance Group kann für das Geschäftsjahr 2025 „herausragende“ Ergebnisse vermelden. Im Zuge der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen hat die VIG auch dargelegt, wie die NÜRNBERGER künftig zum Wachstum und zur Diversifikation der Gruppe beitragen soll.

Die österreichische Vienna Insurance Group (VIG) – die im vergangenen Jahr Aufmerksamkeit durch die geplante Übernahme der NÜRNBERGER erregte – hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgelegt und kann ein „herausragendes“ Ergebnis präsentieren. Das Ergebnis vor Steuern steigt um fast ein Drittel (31,7%) auf 1,2 Mrd. Euro und nimmt damit zum ersten Mal die Milliardenhürde. Die Steigung der versicherungstechnischen Erträge resultiert aus allen Sparten, so die Gruppe. Die verrechneten Prämien steigen voraussichtlich um 7,1% gegenüber dem Vorjahr, während die Netto Combined Ratio um 3,3 Prozentpunkte sinkt und bei 90,1% liegt.

Closing für zweites Halbjahr angestrebt

Mit der geplanten Übernahme der NÜRNBERGER will die VIG die Ergebnissteigerung der Gruppe weiterhin vorantreiben und die Diversifikation weiter ausbauen. Aktuell hält die VIG 99,2% der Aktien der NÜRNBERGER. Das Closing der Transaktion wird für Beginn des zweiten Halbjahres erwartet, heißt es vonseiten der VIG. Der Erwerb steht derzeit noch unter Vorbehalt der notwendigen behördlichen Genehmigungen.

Zudem arbeiten die VIG und die NÜRNBERGER parallel an einem Integrationsplan, um den reibungslosen Übergang unmittelbar nach dem Closing sicherzustellen. Bis zum Closing operieren die Gruppen weiterhin als unabhängige Unternehmen.

Diese Rolle wird die NÜRNBERGER in der VIG spielen

Die VIG hofft insbesondere von der Fachkompetenz des fränkischen Anbieters in der Lebensversicherung zu profitieren. So soll die NÜRNBERGER auch innerhalb der VIG-Gruppe als richtunggebender Anbieter von Biometrieprodukten positioniert werden.

Derzeit ist die VIG nur über ihre Tochter InterRisk in Deutschland vertreten. Die NÜRNBERGER wird die Rolle der Gruppe hierzulande deutlich stärken. Eine Pro-forma-Rechnung der Prämien aus dem Jahr 2024 macht das klar: Bislang machten die Prämien aus dem deutschen Markt 2% des Gesamtvolumens der Gruppe aus. Inklusive der NÜRNBERGER wäre der Anteil 19%.

Im ihrem Kernmarkt, der CEE-Region, welche die zentral- und osteuropäischen Staaten umfasst, ist die VIG aktuell der größte Player. Hier hält sie aktuell einen Marktanteil von 19%, vor der Generali und UNIQA mit jeweils 11%.

Optimismus für 2026

Auch für das laufende Jahr ist die VIG optimistisch. Das Management strebe an, für das Gesamtjahr 2026 ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 Mrd. Euro bis 1,3 Mrd. Euro zu erzielen, heißt es. Die Zahlen sind ohne Berücksichtigung der NÜRNBERGER. (js)

Lesen Sie auch: Allianz, R+V & Co.: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen 2025