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Das verstehen Makler unter Nachhaltigkeit in der Versicherungsbranche
03. Dezember 2020

Das verstehen Makler unter Nachhaltigkeit in der Versicherungsbranche

Corona trübt weiterhin die Vertriebsstimmung unter den unabhängigen Vermittlern. Angesagt sind jetzt der richtige Umgang mit digitalen Tools im Arbeitsalltag und gute Vorsorgeprodukte für den Kundenbedarf. Aber auch Nachhaltigkeit ist und bleibt Trumpf. Wie Makler und Mehrfachagenten dieses Thema definieren, hat die Studie „AssCompact TRENDS IV/2020“ näher beleuchtet.


Corona trübt weiterhin die Vertriebsstimmung unter den unabhängigen Vermittlern. Angesagt sind jetzt der richtige Umgang mit digitalen Tools im Arbeitsalltag und gute Vorsorgeprodukte für den Kundenbedarf. Aber auch Nachhaltigkeit ist und bleibt Trumpf. Wie Makler und Mehrfachagenten dieses Thema definieren, hat die Studie „AssCompact TRENDS IV/2020“ näher beleuchtet.


Das verstehen Makler unter Nachhaltigkeit in der Versicherungsbranche

Die Vertriebsstimmung der unabhängigen Vermittler, die einmal im Quartal im Rahmen der AssCompact TRENDS Studien abgefragt wird, hat im aktuellen vierten Quartal wieder einen Dämpfer erhalten. Laut der Studie „AssCompact TRENDS IV/2020“ zeigen sich derzeit nur noch 49,1% der befragten unabhängigen Vermittler zufrieden, im Vergleich zu 49,4% im Vorquartal. Das wirkt sich auch negativ auf die Motivation aus: Aktuell sind noch 54,1% der Befragten motiviert (Vorquartal: 55,6%).

Corona sorgt für anhaltende Verunsicherung

Der Hauptgrund für die schlechte Stimmung ist schnell gefunden: Corona hat Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch immer fest im Griff und sorgt für Verunsicherung unter Maklern und deren Kunden. Deswegen stehen die Zeichen laut der aktuellen AssCompact TRENDS Studie mehr denn je auf Digitalisierung – will heißen: dem gekonnten Umgang mit den richtigen digitalen Tools für den Arbeitsalltag – und auf Vorsorge. Im Trend liegen im Moment besonders Produkte rund um Vermögensverwaltung, Grundfähigkeiten und private Pflege. Sicherlich werden diese Themen auch in Zukunft nichts an ihrer Bedeutung einbüßen.

Nachhaltiges Wirtschaften bleibt im Fokus

Ebenso bleibt nachhaltiges Wirtschaften auch in einer Gesellschaft „nach Corona“ weiterhin auf der Agenda. Daran erinnerte jüngst auch GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen im Rahmen eines Pressegesprächs rund um die Frage, wie die „Generation Mitte“ der 30– bis 59-Jährigen mit der derzeitigen Ausnahmesituation umgeht. Als riesiger institutioneller Investor ist die Assekuranz in Sachen nachhaltiges Wirtschaften an vorderster Stelle mit von der Partie. Die Studie „AssCompact TRENDS IV/2020“ hat daher in ihrem Sonderthema die Meinung der Makler und Mehrfachagenten zu nachhaltigen Versicherungsprodukten genauer unter die Lupe genommen.

Fehlende Kundennachfrage zum Nachhaltigkeitsthema

Hierbei ergibt sich ein gemischtes Bild: Einerseits sind sich die Befragten größtenteils einig, dass die Nachhaltigkeitsthematik allgemein an Bedeutung gewonnen hat, andererseits geben über zwei Fünftel der Befragten an, dass das Thema „nachhaltige Versicherungsprodukte“ bei ihnen noch nie in einem Beratungsgespräch aufgekommen sei. Auf die Frage, warum sie noch nicht zu nachhaltigen Versicherungsprodukten beraten hätten, nennt die große Mehrheit der unabhängigen Vermittler die diesbezüglich fehlende Kundennachfrage als Hauptgrund.

Versicherer: ökologisch, ethisch, sozial ausgewogenes Angebot

Doch wie macht sich nach Meinung der Makler und Mehrfachagenten Nachhaltigkeit in der Versicherungsbranche überhaupt bemerkbar? Bezogen auf die Versicherungsgesellschaften verstehen über drei Viertel der Befragten unter Nachhaltigkeit ökologisch, ethisch und sozial ausgewogene Kapitalanlagen des Versicherers. 70% sind der Meinung, ein langfristig ausgerichtetes Management des Versicherers zeuge von Nachhaltigkeit. 68,4% setzen Nachhaltigkeit in der Versicherungsbranche gleich mit der dauerhaften Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge.

Maklerbüro: ökologischer Bereich wichtig

Die Frage, ob sie sich in ihrem eigenen Maklerbüro bereits mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt haben, bejahen 56% der Befragten, was einen Anstieg um 3,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2017, in dem im Rahmen einer AssCompact Studie schon einmal nach Nachhaltigkeit gefragt wurde, bedeutet. Die überwiegende Mehrheit der Umfrageteilnehmer gibt an, sich im ökologischen Bereich (beispielsweise durch verändertes Mobilitätsverhalten, Energieeinsparung, Abfallreduzierung im Büro und Klimaschutz) mit der Nachhaltigkeitsthematik auseinanderzusetzen.

Über die Studie

Die Online-Befragung zur Studie „AssCompact TRENDS IV/2020“ wurde vom 21.09.2020 bis zum 09.10.2020 durchgeführt. Nach einer Qualitätsprüfung flossen die Stimmen von 311 Vermittlern aus der Finanz- und Versicherungsbranche in die Stichprobe ein, die ein sehr gutes Abbild der Assekuranz- und Finanzvermittler hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur darstellt.

Sie können diese Studie hier kostenpflichtig bestellen.

Informationen zu allen weiteren AssCompact Studien sind unter asscompact.de/studien zu finden.

Bild: © sompong_tom – stock.adobe.com



Kommentare

von Thorsten Geise am 03.12.2020 um 10:23 Uhr
Dieser Begriff ist so simpel erklärt - jedoch so schwer umzusetzen.
Breits in der Schule (bei uns hieß es POS) kannten wir den Begriff sehr genau. Im Ingenieurstudium wurde er dann vertieft. Selbst Marx definierte Ihn in seinem „Das Kapital“. Die Diskussion heute ist so armselig wie verlogen.
Wenn ich das was ich gerade verwende. so oder in einer anderen Form weiterverwenden kann, ist das Nachhaltig. Also dass Papier einer Versicherungspolice recyceln und als anderes Papier verwenden ist nachhaltig. Dies bereits in der Herstellung berücksichtigt heißt: Das Papier muss recycelbar sein, Die Druckerpatrone sollte wiederverwendbar oder Recycelbar sein und Hersteller sollten verpflichtet werden jedes Produkt so herzustellen, dass es wiederverwendbar ist - in welcher Form auch immer.
Es wäre sogar sehr Nachhaltig, wenn Versicherungsbedingungen und AVB´s kurz und verständlich geschrieben werden würden und der Inhalt sich ausschließlich und nur auf das gewünschte Produkt bezieht und nicht noch ein Rattenschwanz von Produkten erfasst wird welche der Kunde gar nicht hat. Das nenne ich faul, aber nicht nachhaltig!
Dazu kommt noch das Erstellen von super Glanzwerbeprospekten die sich nichtmal zerreißen lassen und deren Inhalt völlig nutzlos ist. Gerade in unserer Branche muss ich doch solchen Müll gar nicht erst produzieren! Die Halbwertzeit beträgt hier maximal 6 Monate.
Wahrscheinlich tut sich deswegen auch die EU so schwer, den Begriff "Nachhaltig" zu definieren - aber alle machen erstmal mit.
Thorsten Geise


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