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Deutsche Family Offices wollen Immobilienanteil deutlich erhöhen
14. Februar 2020

Deutsche Family Offices wollen Immobilienanteil deutlich erhöhen

Vermögende Privatpersonen und Family Offices sind nach institutionellen Investoren die zweitwichtigste Investorengruppe im Immobilienbereich – und sie wollen in Zukunft noch deutlich stärker auf Immobilien setzen. Das zeigt eine aktuelle Studie von Catella Research.


Vermögende Privatpersonen und Family Offices sind nach institutionellen Investoren die zweitwichtigste Investorengruppe im Immobilienbereich – und sie wollen in Zukunft noch deutlich stärker auf Immobilien setzen. Das zeigt eine aktuelle Studie von Catella Research.

Deutsche Family Offices wollen Immobilienanteil deutlich erhöhen

Die Investitionstätigkeit von Family Offices hat sich in den vergangenen zehn Jahren global sukzessive erhöht. Vermögende Privatpersonen und Family Offices sind gleich nach den institutionellen Investoren weltweit die zweitwichtigste Investorengruppe im Immobilienbereich. Dennoch sind diese Investoren noch immer eine sehr intransparente Käufergruppe. Ein umfassendes Bild dieser an den deutschen wie internationalen Immobilienmärkten zunehmend aktiv auftretenden Investorengruppe liegt bisher kaum vor. Deshalb hat Catella Research im November/Dezember 2019 auf Basis von Expertengesprächen und Datenbankanalysen rund 80 Family Offices auf ihre Immobilienaktivitäten hin analysiert.

42% Immobilienanteil bis 2025

Single Family Offices agieren der Untersuchung zufolge eher selektiv und opportunitätsgetrieben, mit einem hohen Real-Estate-Anteil. Multi Family Offices hingegen sind insgesamt stärker auf Alternative Investments fokussiert und damit auch geografisch selektiver. Der durchschnittliche Immobilienanteil von Family Offices liegt bei 34%. Er soll sich im Jahr 2021 auf 36,5% erhöhen. Bis 2025 wollen die Family Offices den Immobilienanteil sogar auf 42% ausbauen. Zum Vergleich: bei Multi-Asset-Investoren beträgt der Anteil lediglich ein Zehntel.

Risikobereitschaft steigt an

Bei den Risikoklassen liegt der Investitionsschwerpunkt aktuell mit 46% auf Core+, gefolgt von Core (31%) und Value Add (23%). Family Offices sind damit keineswegs nur eine ausschließlich sicherheitsfokussierte Investorengruppe. Zudem steigt die Risikoaffinität. Für das Jahr 2021 plant keiner der Befragten, die Investments im Core-Segment zu erhöhen.

Auf diese Immobilienklassen setzen Family Offices

Auf der Beliebtheitsskala steht weiterhin die Immobilienkategorie Büro an der Spitze, mittlerweile aber dicht gefolgt von Wohnen. Bei Hotels und Sozialimmobilien ist laut Catella Research bis 2025 mit der stärksten Nachfragesteigerung zu rechnen, auch Mikroapartments und Student Housing rücken vermehrt in den Investmentfokus. Für das Retail-Segment wird hingegen ein nachlassendes Investitionsinteresse prognostiziert.

Heimische Investments bevorzugt

Die Mehrheit investiert in lokale Teilmärkte. 60% der Befragten agieren regional in Deutschland. Das Transaktionsvolumen je Objekt liegt bei der Mehrheit der Befragten unter 10 Mio. Euro. Angesichts der 2019 erfolgten Zinssenkungen in den USA wollen einige Multi Family Offices aber auch ihre Aktivitäten in Richtung Nordamerika erweitern. (mh)

Die vollständige Studie ist zu finden unter https://www.catella.com/de/deutschland/research.

Bild: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com




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