Die Rechtsschutzversicherung ist im Schaden- und Unfallgeschäft vergleichsweise erfolgreich. So konnte die Sparte im Jahr 2024 laut dem Branchenmonitor Rechtsschutzversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH eine Combined Ratio (CR) von durchschnittlich 90,3% aufweisen – ein Wert, von dem die Kfz-Versicherung oder Wohngebäudeversicherung zu diesem Zeitpunkt weit entfernt waren.
Der Branchenmonitor analysiert die Zahlen der 25 größten Rechtsschutzversicherer am deutschen Markt, die gemeinsam 99% des Marktes abdecken, und zeigt, dass im Jahr 2024 – wie bereits im Vorjahr – nur einer der Anbieter bei einer individuellen CR von über 100% lag.
Diese Anbieter haben die größten Bestände
Auch das versicherungstechnische Ergebnis konnte sich sehen lassen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 wuchs der versicherungstechnische Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um fast 10% auf 17,17 Mio. Euro an. Und auch der Vertragsbestand kletterte nach oben. So hatten die Versicherer Ende 2024 im Schnitt 1.115.437 Verträge im Bestand (Vorjahr: 1.108.609). Der deutlich führende Anbieter ist in diesem Bereich die ARAG. Sie hatte im Jahr 2024 mehr als 5,29 Millionen Verträge im Bestand, und damit fast doppelt so viele wie die Allianz, die mit mehr als 2,65 Millionen Verträgen auf dem 2. Platz rangiert, gefolgt von der ÖRAG mit 2,14 Millionen Verträgen.
Den kleinsten Bestand verzeichnet dagegen DMB Rechtsschutz. Der Anbieter hatte im Jahr 2024 141.577 Verträge im Bestand. Die zweitkleinste Anzahl an Versicherungsverträgen hielt die Continentale mit 153.563 Verträgen, die Badische Rechtsschutz hatte 155.951 Verträge im Bestand.
Die Versicherer mit den höchsten und niedrigsten Durchschnittsprämien
Einen neuen „Rekordwert“ verzeichneten die Durchschnittsprämien im Jahr 2024. Sie stiegen deutlich von 196,76 Euro im Vorjahr auf 204,76 Euro. Damit knackten die Prämien im Schnitt erstmals die 200-Euro-Marke.
Bei welchen Versicherern zahlen Kunden im Durchschnitt die höchsten Prämien? Am meisten zahlten Kunden im Jahr 2024 beim Anbieter ROLAND Rechtsschutz, wo der durchschnittliche Vertrag bei 312,86 Euro lag, gefolgt von DMB Rechtschutz mit durchschnittlich 278,40 Euro. Die dritthöchste Durchschnittsprämie zahlten Versicherte bei der Concordia mit 264,85 Euro pro Vertrag.
Die niedrigste Prämie zahlten Versicherte im Schnitt bei der ADAC Versicherung. Hier lag die Durchschnittsprämie bei 108,00 Euro. Etwas teurer war sie bei der WGV-Versicherung mit 110, 86 Euro. Bei der HUK24 zahlten Versicherte im Schnitt 130,31 Euro für ihren Rechtsschutzvertrag.
Der führende Anbieter ARAG lag mit einer Durchschnittsprämie von 176,28 Euro im unteren Mittelfeld, bei der Allianz zahlten Versicherte im Schnitt 230,82 Euro. (js)
Lesen Sie auch:
Mehr Beschwerden gegen Versicherer – diese Sparten vorn
Privater Rechtsschutz: Die aktuellen Maklerfavoriten
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können