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3. Mai 2021
In diesem Punkt hat Corona offene Immobilienfonds ausgebremst
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In diesem Punkt hat Corona offene Immobilienfonds ausgebremst

Die Ratingagentur Scope hat erneut den Markt der offenen Immobilienfonds in Deutschland analysiert. Den Experten zufolge hat die Corona-Krise den Höhenflug bei einer der wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung solcher Fonds gestoppt.

Dass Corona Spuren in den Portfolios der offenen Immobilienfonds hinterlassen würde, war zu erwarten. Wie stark die Auswirkungen konkret sein werden, zeichnet sich jedoch erst langsam ab. So ist mit der Vermietungsquote eine der wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung von offenen Immobilienfonds und der entstandenen „Corona-Schäden“ 2020 spürbar gesunken. Der seit 2011 intakte Aufwärtstrend ist damit vorerst beendet. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Ratingagentur Scope. Sie hat die Vermietungsquoten der 20 offenen Immobilienpublikumsfonds untersucht, die vor 2019 aufgelegt wurden oder über ein Scope-Rating verfügen. Zusammen verwalten diese Fonds mehr als 100 Mrd. Euro.

Vermietungsquote sinkt um 1,7 Prozentpunkte

Die durchschnittliche nach Verkehrswertvolumen gewichtete Vermietungsquote ist der Analyse zufolge 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Konkret gab sie um 1,7 Prozentpunkte auf 94,3% nach. Spektrum der Vermietungsquoten reichte Ende 2020 von 89,8% bis 100%. Von den 20 untersuchten Immobilienfonds konnten im vergangenen Jahr lediglich vier ihre Vermietungsquote steigern. Auffällig: Drei dieser Fonds fokussieren sich auf Wohnimmobilien. Die größten Rückgänge verzeichneten vor allem global ausgerichtete bzw. stark in den USA investierende Fonds mit Fokus auf Büro- und Hotelimmobilien.

Fortsetzung des negativen Trends im ersten Quartal 2021

Der Rückgang der durchschnittlichen Vermietungsquote setzte sich laut vorläufigen Scope-Zahlen auch im ersten Quartal dieses Jahres fort. Zum 31.03.2021 waren die betrachteten Fonds nur noch zu 93,9% vermietet. Das bedeutet eine weitere Reduktion um 0,4 Prozentpunkte. Trotz des spürbaren Rückgangs liegen die Vermietungsquoten der Ratingagentur zufolge aber weiterhin auf einem soliden Niveau. 2011, als die Fonds noch den Auswirkungen der Finanzkrise ausgesetzt waren, betrug die durchschnittliche Vermietungsquote zum Beispiel lediglich 91,8%. (mh)

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