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17. August 2026
Ein Blick auf die Immobilienpreise an deutschen Seen

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Blick auf die Immobilienpreise an den deutschen Seen

Ein Blick auf die Immobilienpreise an deutschen Seen

Immobilien in direkter Seelage sind wertstabil

„Immobilien in direkten Seelagen zeigen sich insgesamt deutlich wertstabiler. Während sich der allgemeine Wohnimmobilienmarkt stärker an Finanzierungskosten und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientiert, behaupten echte Seelagen ihre Sonderstellung. Einzigartige Merkmale wie direkter Wasserzugang und eigener Bootssteg bleiben die wesentlichen Werttreiber und sichern eine überdurchschnittliche Wertstabilität“, erläutert Mirko Roloff, Geschäftsstellenleiter bei VON POLL IMMOBILIEN Berlin – Nikolassee/Wannsee, Lichterfelde/Lankwitz und Grunewald.

Regional unterschiedliche Preisentwicklung, leichter Rückgang am Bodensee

Regional zeigt sich eine teils recht unterschiedliche Entwicklung. So sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise im ersten Halbjahr 2026 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum am Öjendorfer See um 4,4% und am Wannsee um 4,8% gestiegen. Der Eibsee weist mit einem Plus von 8,2% sogar das viertstärkste Wachstum innerhalb der Analyse auf. Am Bodensee haben die Preise dagegen leicht nachgegeben, und zwar um 2,2%. Am Chiemsee und am Königssee betrug der Rückgang sogar 4,3% bzw. 4,9%. Damit ist an beiden Seen die dritt- bzw. zweithöchste Preisverringerung im Ranking festzustellen.

Laut Raphaela Hübner, Geschäftsstelleninhaberin bei VON POLL IMMOBILIEN Konstanz am Bodensee, prägen insbesondere vermögende Eigennutzer, Kapitalanleger sowie Käufer den Markt, die einen Erst- oder Zweitwohnsitz mit hoher Lebensqualität suchen. Hinzu kommen Menschen, die dank flexibler Arbeitsmodelle ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft verlegen möchten. Die Nachfrage nach reinen Ferienimmobilien sei der Expertein zufolge etwas zurückhaltender, während dauerhaft nutzbare Wohnimmobilien an Relevanz zugelegt haben.

 

Blick auf die Immobilienpreise an den deutschen Seen

 

Seen mit Quadratmeterpreisen unter 4.000 Euro

Etwas weniger kosten Immobilien an folgenden Gewässern: So liegen die Preise am Brombachsee in Bayern bei circa 3.537 Euro pro Quadratmeter, am Großen Plöner See in Schleswig-Holstein bei 3.341 Euro, am Kulkwitzer See in Sachsen bei 3.340 Euro, am Schluchsee in Baden-Württemberg bei 3.299 Euro, am Steinhuder Meer in Niedersachsen bei 3.229 Euro, am Großen Stechlinsee in Brandenburg bei 3.169 Euro sowie an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern bei 3.088 Euro. Am Brombachsee sind die Preise für Wohneigentum im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5% günstiger geworden. In allen anderen Seeregionen waren laut VON POLL IMMOBILIEN dagegen teils deutliche Anstiege zu beobachten. Lag der Zuwachs Großen Stechlinsee lediglich bei 2%, waren es in den anderen Seeregionen zwischen 5,8% (Müritz) und 9% (Kulkwitzer See). Damit weisen der Kulkwitzer See und der Schluchsee mit einem Plus von 9% und 8,6% die zweit- und drittstärksten Preissteigerungen im Ranking auf.

In diesen Seeregionen kommt der Kauf deutlich günstiger

Mit Preisen zwischen 2.000 Euro pro Quadratmeter und 3.000 Euro pro Quadratmeter kommen Kaufinteressenten an folgenden Seen deutlich günstiger weg: Am Laacher See in Rheinland-Pfalz belaufen sich die Immobilienpreise auf rund 2.933 Euro pro Quadratmeter, am Schweriner See in Mecklenburg-Vorpommern auf 2.699 Euro pro Quadratmeter, am Biggesee in Nordrhein-Westfalen auf 2.683 Euro pro Quadratmeter, am Stausee Losheim im Saarland auf 2.401 Euro pro Quadratmeter und am Edersee in Hessen auf 2.149 Euro pro Quadratmeter. Auch hier zeigte die Preiskurve in den meisten Regionen nach oben: Am Biggesee beträgt der Anstieg 1,9%, am Laacher See 4,1% und am Stausee Losheim sowie am Schweriner See 6,7% bzw. 7,2%. Lediglich der Edersee weist einen Preisrückgang um 4% auf.

Die günstigsten Quadratmeterpreise für eine Immobilie am See sind am Großen Goitzschesee in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen mit 1.957 Euro sowie an der Bleilochtalsperre in Thüringen mit 1.661 Euro. (tik)

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