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Erstes Sozialpartnermodell in Deutschland startet

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Erstes Sozialpartnermodell in Deutschland startet

Mit „Die Deutsche Betriebsrente“ startet das erste Sozialpartnermodell in Deutschland. Ab 01.07.2021 sollen Beschäftigte der Talanx Gruppe Versorgungsverhältnisse zeichnen können. Warum der Weg von den ersten Planungen bis zur Umsetzung so weit war und was sie sich für die Zukunft erhoffen, gaben die Konsortialpartner bei einem Pressegespräch bekannt.

„Die Deutsche Betriebsrente“ (DBR), eine Kooperation der Versicherer Talanx und Zurich, präsentiert das erste Sozialpartnermodell in Deutschland. Die Verhandlungen zwischen Talanx und ver.di sind abgeschlossen. Der Start des Modells soll nach der obligatorischen BaFin-Prüfung erfolgen. Dies wurde am 11.03.2021 im Rahmen eines Online-Pressegesprächs bekanntgegeben.

Blaupause für andere Branchen

Dr. Christopher Lohmann, im Vorstand der Talanx Gruppe verantwortlich für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland, bezeichnet die Einführung als einen „Meilenstein für die Altersversorgung in Deutschland“. Dr. Carsten Schildknecht, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland, merkt an, man habe „nach intensiven Verhandlungen mit Talanx und ver.di eine Blaupause kreiert, die ver.di auch auf andere Branchen in Deutschland anwenden kann.“ Ziel der DBR sei es nun, den Schwung der Verhandlungen mit ver.di aufzunehmen und weitere Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften von dem Zielrentenkonzept zu überzeugen.

bAV: Komplexität muss abgebaut werden

Hier sieht Lars Golatka, Bereichsvorstand bAV bei Zurich und Vorstandsvorsitzender der Deutscher Pensionsfonds AG (Konsortialführer des Konsortiums, das „Die Deutsche Betriebsrente“ durchführt), die Politik in der Pflicht: Man erwarte, „dass die Geringverdiener im Rahmen ihrer Anstrengungen um eine angemessene Altersvorsorge zusätzlich gestärkt und dynamisiert gefördert werden. Auch die Öffnung für Unternehmen ohne Zugang zu dieser tarifvertraglichen Lösung sollte konsequent vorangetrieben werden. Es gilt, die bisherige Komplexität der bAV durch Automatisierung und digitale Beratung weiter abzubauen.“

Als erste sollen nun ab dem 01.07.2021 rund 11.000 Beschäftigte der Talanx Gruppe ihre bAV auf Wunsch auch über die reine Beitragszusage abschließen können. Bei Talanx hofft man auf eine Beteiligung im guten vierstelligen Bereich, möchte sich aber nicht auf eine Mindesthöhe festlegen lassen, ab der das Modell als Erfolg gewertet werde.

Kollektive Sicherheit kommt ohne Garantien aus

Neben den Arbeitnehmerbeiträgen aus der Entgeltumwandlung fließen auch die gesetzlichen Arbeitgeberzuschüsse in Höhe von 15% in den Aufbau der Versorgung ein. Zudem leisten die Arbeitgeber auf jeden Euro Beitrag einen ergänzenden Sicherungsbeitrag, der dem Kollektiv als zusätzlicher Sicherheitspuffer zugutekommt. Damit habe das Sozialpartnermodell, auch wenn keine formellen Garantien ausgesprochen werden dürfen, ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Denn, wie beim Pressegespräch mehrfach betont wurde: „Kollektive Sicherheit braucht keine Garantien“. Mitarbeiter mit niedrigen Einkommen sollen eine zusätzliche Förderung erhalten.

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