AssCompact suche
Home
Investment
27. April 2026
ETFs spielen immer größere Rolle bei Altersvorsorge

1 / 2

ETFs spielen immer größere Rolle bei Altersvorsorge

ETFs spielen immer größere Rolle bei Altersvorsorge

Die börsengehandelten Indexfonds breiten sich in der Bevölkerung weiter aus, wie eine aktuelle Umfrage von Franklin Templeton zeigt. Sie werden immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil der langfristigen Altersvorsorge. Allerdings bewerten viele ihr Wissen über ETFs auch als unzureichend.

Exchange Traded Funds (ETFs) gehören mittlerweile zu den bekanntesten Anlageprodukten in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage, die von Franklin Templeton in Zusammenarbeit mit forsa erstellt wurde. Die Umfrage wurde im Februar 2026 unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland durchgeführt.

Drei Viertel der Bevölkerung geben an, von ETFs gehört zu haben – jedoch gehe dieser hohe Bekanntheitsgrad nicht mit einem fundierten Verständnis einher. Denn trotz ihrer großen Beliebtheit beurteilen die Befragten ihr eigenes Wissen über ETFs kritisch. Im Durchschnitt bewerten sie es auf der deutschen Notenskala mit 4,5 (wobei 6 die schlechteste Note ist). Mehr als die Hälfte, nämlich 56%, bezeichnet ihr Wissen als unzureichend, während nur 12% es als gut oder sehr gut einschätzen. Gleichzeitig sind 61% der Meinung, dass die Deutschen insgesamt ihr Geld zu konservativ anlegen.

Die Unterschiede sind besonders ausgeprägt zwischen den Geschlechtern, Altersgruppe und Einkommensklassen. Männer geben deutlich häufiger als Frauen an, dass sie ETFs erklären können. Auch jüngere Befragte im Alter von 18 bis 34 Jahren sowie Haushalte mit höherem Einkommen bewerten ihr Wissen positiver.

Das Interesse ist da

Die Umfrage ergab Franklin Templeton zufolge außerdem, dass ETFs für viele Deutsche grundsätzlich attraktiv sind. Hätten sie heute 10.000 Euro frei verfügbar, würde mehr als ein Drittel davon in ETFs investieren, mehr als in jede andere Anlageform. Bei erfahrenen Anlegern steigt dieser Anteil auf fast 60%.

In der Realität dominieren jedoch nach wie vor konservative Produkte. Rund zwei Drittel der Deutschen nutzen Tagesgeldkonten, und mehr als die Hälfte setzt auf Sparkonten oder -bücher. Nur etwa drei von zehn Befragten halten derzeit indexierte ETFs, also ETFs, die einen Index regelbasiert nachbilden. Vielen ist bewusst, dass Untätigkeit an sich schon ein Risiko sein kann: Ein Drittel gibt an, mehr Angst davor zu haben, ihr Geld nicht anzulegen, als vor einem Marktcrash. Gleichzeitig fühlen sich 42% von der schieren Vielfalt der verfügbaren ETFs überfordert, was laut Franklin Templeton darauf hindeute, dass eher Orientierungslosigkeit als mangelndes Interesse ein wesentliches Hindernis für Investitionen darstellt.

Seite 1 ETFs spielen immer größere Rolle bei Altersvorsorge

Seite 2 Jüngere Anleger treiben Wandel hin zu ETF-Altersvorsorge an