Die Continentale hat die ersten Ergebnisse aus ihrer Studie „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“ veröffentlicht. Die Studie zeigt, dass Menschen mit persönlichem Versicherungsvermittler insbesondere bei existenziellen Vorsorgethemen häufiger besser abgesichert sind als Personen ohne Vermittler und sich außerdem besser informiert und orientiert fühlen.
Lücken bei der existenziellen Absicherung
Dennoch bestehen bei der Absicherung existenzieller Vorsorgerisiken weiterhin erhebliche Lücken, heißt es. Besonders groß seien die Defizite bei Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit und Pflege. Nahezu alle Befragten verfügen über mindestens eine Kompositversicherung. Privathaftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherungen zählen für mehr als drei Viertel der Bevölkerung zum Standard und werden zugleich als besonders relevant eingestuft.
Allerdings hat nur knapp die Hälfte der Befragten eine private Altersvorsorge. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen trifft dies sogar nur auf rund jeden Fünften zu, so die Studie. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben knapp 21% aller Befragten abgeschlossen, eine private Pflegezusatzversicherung rund 19%.
Personen mit persönlicher Beratung sorgen häufiger fürs Alter vor
Besonders deutlich werden die Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Vermittler: Personen mit persönlicher Beratung verfügen signifikant häufiger über mindestens eine private Altersvorsorge (53% gegenüber 34%), eine Berufsunfähigkeitsversicherung (24% gegenüber 14%) sowie eine private Pflegezusatzversicherung (15% gegenüber 8%).
Junge Erwachsene erkennen das Risiko Berufsunfähigkeit
Bemerkenswert bei der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen ist laut der Untersuchung: In dieser Altersgruppe zählt die Berufsunfähigkeitsversicherung bereits zu den wichtigsten Versicherungen. 64% stufen sie als unverzichtbar ein. Damit rangiert sie auf Platz 3 hinter der Kfz-Versicherung (68%) und der Privathaftpflichtversicherung (87%).
Zugleich zeigt sich ein erhebliches Marktpotenzial: Rund 40% der jungen Erwachsenen würde bei zusätzlichem finanziellen Spielraum bevorzugt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Damit landet sie auf Platz 1 der Absicherungswünsche, vor der Rechtsschutzversicherung (30%) und einem Altersvorsorgeprodukt (23%). (mki)
Zur Continentale-Studie
Die Continentale-Studie erscheint seit dem Jahr 2000 jährlich. Die diesjährige Studie mit dem Schwerpunktthema „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“ wird in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs- und Beratungsinstitut HEUTE UND MORGEN erstellt. Bundesweit wurden für den Hauptteil 1.387 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt. Zentrale soziodemografische Kennziffern wie Alter, Geschlecht, Bildungsgrad oder Einkommen entsprechen in etwa der tatsächlichen Verteilung in dieser Gruppe. Seit 2001 ermittelt die Continentale-Studie zudem jährlich die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem Gesundheitswesen. 2019 kamen Trendfragen zum Thema Altersvorsorge hinzu. Die vollständige Studie inklusive der Trendfragen wird im September 2026 erscheinen.
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