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10. Juni 2026
EZB-Zinserhöhung erwartet – was machen die Bauzinsen?

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EZB-Zinserhöhung erwartet – was machen die Bauzinsen?

EZB-Zinserhöhung erwartet – was machen die Bauzinsen?

Viele Marktexperten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag die Leitzinsen erhöhen wird. Die Inflation im Euroraum ist auf 3,2% gestiegen und liegt damit über dem erklärten Ziel der EZB von 2,0%. Wie haben sich indes die Bauzinsen zuletzt entwickelt?

Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet am morgigen Donnerstag über den Leitzins im Euroraum. Am Markt erwarten viele Beobachter mit einer Zinserhöhung zum ersten Mal seit Sommer 2025. Der anhaltende Energiepreisdruck infolge des Iran-Konflikts hat die Inflation im Euroraum auf 3,2% steigen lassen. Das ist deutlich über dem erklärten Ziel der EZB von 2,0%. Experten gehen von einer Anhebung des Hauptrefinanzierungssatzes um 25 Basispunkte auf 2,4% aus.

„EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat dem geldpolitischen Kurs der Notenbank eine spürbare Tendenz gegeben, indem sie eine Zinserhöhung im Juni öffentlich als ‚nötig‘ bezeichnet hat“, erklärt Antonio Skoro, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. Der Ölpreisschock arbeite sich durch die Wirtschaft und treibe die Inflation über einen beträchtlichen Zeitraum vom Zielwert weg. Auch bei einem raschen Ende des Konflikts im Iran seien Energieinfrastruktur und Lieferketten bereits erheblich beschädigt.

Balanceakt für Währungshüter

„Insbesondere die EZB will verhindern, dass sich höhere Inflationserwartungen verfestigen, sie muss aber gleichzeitig die eher schwache Konjunktur im Blick behalten“, sagt Skoro.

Wie Antonio Skoro spricht auch Florian Pfaffinger, Mitglied im Expertenrat des Kreditvermittlers Dr. Klein, von einem „Balanceakt“ für die EZB. „Bislang haben sich die Währungshütenden angeschaut, wie sich die Folgen der Nahost-Krise auf die europäischen Wirtschaftsdaten auswirken. Ich rechne nun allerdings damit, dass die EZB ihre abwartende Haltung zeitnah zugunsten einer Leitzinserhöhung von voraussichtlich 0,25% aufgeben wird“, so Pfaffinger. Ob weitere Zinsschritte in der zweiten Jahreshälfte folgen werden, bleibe abzuwarten. Das Ziel jedoch sei klar: die Preisstabilität sichern, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden.

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