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4. Mai 2021
Fahrraddiebstahl: Vor allem Norden und Osten sind unsicheres Pflaster
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Fahrraddiebstahl: Vor allem Norden und Osten sind unsicheres Pflaster

Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist hierzulande 2020 erneut gesunken. Aber auch die Aufklärungsquote bleibt niedrig. Am häufigsten schlagen Langfinger in Städten im Norden und im Osten zu. Guter Versicherungsschutz muss nicht teuer sein, wie Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen.

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland weniger Fahrräder gestohlen als im Vorjahr. Dies zeigt die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik, die das Bundeskriminalamt vor Kurzem veröffentlicht hat. Demnach ist die Zahl der Fahrraddiebstähle um 6,1% auf einen neuen Tiefstand gesunken. 260.956 Fahrräder wurden im vergangenen Jahr entwendet. In den Neunzigerjahren betrug der Wert zeitweise sogar über 500.000.

Das sind die Diebstahlhochburgen

Besonders häufig wechseln die Räder in den Städten im Norden und Osten Deutschlands unfreiwillig ihren Besitzer. Laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox führt Leipig die Liste der Diebstahlhochburgen hierzulande mit 1.539 Fahrraddiebstählen pro 100.000 Einwohnern an. Es folgen Münster, Halle (Saale) und Osnabrück. Die Hauptstadt Berlin findet sich auf Platz 14 unter den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Deutlich weniger aktiv scheinen Kriminelle in Remscheid. Hier kommen nur 55 Fahrraddiebstähle auf 100.000 Einwohner. Ein vergleichsweise sicheres Pflaster für Radfahrer sind auch Solingen und Siegen.

Aufklärungsquote bleibt niedrig

Zur Strecke gebracht werden können die Täter selten. Auch die Aufklärungsquote bleibt somit relativ niedrig: Nicht einmal jeder zehnte Fall wird aufgeklärt. Mit einer Versicherung können sich Radbesitzer vor den finanziellen Schäden schützen.

Absicherung über die Hausrat

In der Hausratversicherung sind der Diebstahl von Rädern im abgeschlossenen Keller oder Fahrradkeller mitversichert, der Diebstahl außer Haus lässt sich zusätzlich einschließen. Verivox hat die Preise in 25 deutschen Großstädten ausgewertet. Den Ergebnissen zufolge kommt der Vertrag durchschnittlich 33 Euro teurer, wenn zusätzlich Fahrräder im Wert von 2.000 Euro abgesichert werden sollen. Den höchsten Zuschlag ermittelte Verivox für Hamburg mit 66 Euro pro Jahr, den niedrigsten mit 16 Euro in Nürnberg.

Verivox hat die Hausratversicherung wurde für eine 80 m2 große Wohnung berechnet. Es flossen für zwei Szenarien die jeweils drei günstigsten Tarife in die Auswertung ein: Einmal sollte kein Fahrraddiebstahl außer Haus versichert werden, einmal bis zur Höhe von 2.000 Euro.

Nur ohne Nachtzeitklausel versichern

„Gute Fahrräder gegen Diebstahl zu versichern, muss nicht teuer sein“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. Empfehlenswert sei es aber, den Außer-Haus-Schutz auf die Nachtstunden zu erweitern. Bei einigen Tarifen würde dieser Zusatz fehlen, so Schütz weiter. Mit der Nachtzeitklausel schließen manche Versicherer den Schutz zwischen 22 und 6 Uhr aus, wenn das Fahrrad draußen angeschlossen und nicht mehr in Gebrauch ist.

Umfangreicherer Schutz bei separater Fahrradversicherung

Eine Alternative zur Hausratversicherung stellt die selbstständige Fahrradversicherung dar. Hier fällt die Absicherung umfangreicher aus. So werden meist auch Schäden durch Vandalismus, Diebstahl von Teilen oder Sturzschäden mitversichert. Bei E-Bikes sind zudem Elektronik- oder Feuchtigkeitsschäden abgedeckt. Laut Verivox sind solche Verträge teurer und für die Absicherung eines 2.000-Euro-Rads fallen etwa 70 Euro im Jahr an. (tk)

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