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Finanzielle Einheit lässt weiter auf sich warten
02. Oktober 2019

Finanzielle Einheit lässt weiter auf sich warten

Deutschland feiert am 03.10. wieder den Tag der Deutschen Einheit. In Sachen Finanzen herrscht allerdings weiterhin keine Einheit. Das bestätigt eine aktuelle Studie von WeltSparen. Demnach sparen Westdeutsche im Schnitt deutlich mehr. Auch bei der Angst vor Altersarmut gibt es Unterschiede.


Deutschland feiert am 03.10. wieder den Tag der Deutschen Einheit. In Sachen Finanzen herrscht allerdings weiterhin keine Einheit. Das bestätigt eine aktuelle Studie von WeltSparen. Demnach sparen Westdeutsche im Schnitt deutlich mehr. Auch bei der Angst vor Altersarmut gibt es Unterschiede.


Finanzielle Einheit lässt weiter auf sich warten

Das Zinsportal WeltSparen hat anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov über 2.000 Deutsche in Ost und West befragt. Demzufolge können Ostdeutsche häufiger überhaupt nichts sparen (22%) als Westdeutsche (18%). Zwar kann fast jeder dritte Ostdeutsche bis zu 100 Euro monatlich zurücklegen, im Westen dagegen nur jeder Vierte.

Westdeutsche bei höheren Sparbeträgen vorn

Die Westdeutschen sind allerdings häufiger in den höheren Sparbeträgen vertreten. Jeder Fünfte in den alten Bundesländern kann über 300 Euro pro Monat. Im Osten ist es nur gut jeder Achte. 11% der Westdeutschen können monatlich sogar mehr als 500 Euro sparen. In Ostdeutschland schaffen das nur 8%. Einzig beim Hauptgrund für das Nichtsparen herrscht Einheit. Drei Viertel der Deutschen geben in Osten wie Westen an, dass es ihre finanzielle Situation derzeit nicht erlaubt.

Ostdeutsche fürchten sich stärker vor Altersarmut

Unter anderem aufgrund des eingeschränkten Sparverhaltens fürchten sich die Ostdeutschen stärker vor Altersarmut. 22% halten es für sehr wahrscheinlich, im Alter von Armut betroffen zu sein. Im Westen sind es nur 17% der Befragten. Weitere 27% in Ost wie West sagen, es sei eher wahrscheinlich, im Alter arm zu sein.

Die drei häufigsten Gründe für Altersarmut

Die drei am häufigsten genannten Gründe für Armut im Alter sind ein geringes Einkommen (68%), Arbeitslosigkeit (51%) und Fehlentscheidungen in der Politik (46%). Gerade bei den letzten beiden Punkten unterscheiden sich Ost und West etwas. So identifizieren 55% der Ostdeutschen eine fehlende Beschäftigung als Hauptursache für Altersarmut, in Westdeutschland sind es 50%. Mit 49% ist auch die Zustimmung zu falschen Entscheidungen in der Politik als Verursacher von Armutsarmut höher. Dagegen sehen 38% der Westdeutschen die Unterschiede bei den Fehlzeiten durch Kinder, z.B. Elternzeit und Teilzeit als Altersarmutsverursacher an, während dies nur für 32% der Ostdeutschen der Fall ist.

Kleiner, aber feine Unterschiede bei den Sparformen

Bei den Sparprodukten ist sind Sparbuch und Sparkonto mit 32% bundesweit am beliebtesten, dicht gefolgt vom Tagesgeld (26%) sowie dem Girokonto (25%). Dahinter folgen mit 18% Vorsorgeprodukte wie Renten- und Lebensversicherungen. Unterschiede werden bei zwei anderen Vermögensklassen sichtbar. So investieren 16% der Westdeutschen in Aktien. In Ostdeutschland sind es nur 12%. Dagegen sind die Ostdeutschen aufgeschlossener gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin. 5% der Befragten im Osten und nur 1% sind offen für diese neuen digitalen Währungen. (mh)

© Alexander Sánchez – stock.adobe.com




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