Sieben Versicherer mit Bestnote für mindestens einen Tarif
Die Höchstwertung „hervorragend“ (FFF+) erreichen für einen oder mehrere Tarife die folgenden Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge):
Allianz Private Krankenversicherung, Concordia, HUK-COBURG, IDEAL, INTER, NÜRNBERGER und Versicherer im Raum der Kirchen.
Aktualisiertes Rating Pflegerente
Parallel zum neuen Rating Pflegetagegeld hat Franke und Bornberg auch ein Update des bestehenden Ratings Pflegerente vorgelegt. Mit rund 240.000 Verträgen (Bestand Ende 2024) bleibt die Pflegerente nach wie vor in einer Nebenrolle. Die Versicherer bieten den Schutz in der Regel in zwei oder drei Varianten an. In den Basisvarianten gibt es Leistungen erst ab Pflegegrad 4 oder 5 – sie wenden sich insbesondere an preissensible Kunden.
Angebot und Qualität bei Pflegerente-Tarifen unverändert
Den Analysten zufolge sind Angebot und Qualität unverändert. Derzeit haben sechs Lebensversicherer insgesamt 53 Tarife im Angebot, denen Franke und Bornberg eine überwiegend mittlere Qualität bescheinigt. Knapp zwei Drittel schneiden mit der Note „gut“ (FF+) ab. Es handelt sich dabei um Offerten von IDEAL, Swiss Life und Zurich.
„Pflegerenten sind schon seit 30 Jahren auf dem Markt, aber sie haben nie richtig Fuß gefasst“, sagt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg. Die Ursache hierfür sieht der Experte vor allem beim Preis. „Pflegerenten werden als Produkt der Lebensversicherung oft mit einer bis zum Alter 65 oder 67 befristeten Beitragszahlung angeboten. Das lässt die Prämien gegenüber Krankentarifen deutlich teurer erscheinen – dabei werden letztere meist lebenslang bezahlt“, so Monke weiter.
Fazit: Pflegeparadoxon bleibt
Spitzenbewertungen für Pflegetagegeld sind selten, doch viele Tarife liegen dicht dahinter und bieten solide Leistungen, so das Resümee der Analysten. Pflegerenten hingegen fristen weiterhin ein Nischendasein und sind von überwiegend mittlerer Qualität.
Je höher die Eigenanteile für stationäre Pflege steigen, desto relevanter wird private Vorsorge. Doch das Pflegeparadox bleibe, so Franke und Bornberg: Für junge Menschen sei Pflegeschutz günstig, aber uninteressant. Ältere würden den Bedarf erkennen, könnten sich ihn aber häufig nicht mehr leisten.
Weitere Informationen zum neuen Rating Pflegetagegeldversicherung gibt es auf der Website von Franke und Bornberg ebenso wie die Ergebnisse des aktuellen Ratings Pflegerentenversicherung. (tik)
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