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8. Oktober 2026
Franke und Bornberg kürt die besten PKV-Tarife
Franke und Bornberg kürt die besten PKV-Tarife

Franke und Bornberg kürt die besten PKV-Tarife

Auch in diesem Jahr hat das Analysehaus Franke und Bornberg private Krankenvollversicherungen beleuchtet. Insgesamt 799 Tarife haben die Analysten untersucht und auch am Bewertungsverfahren gefeilt. Die Höchstnote erhalten rund 9% der Angebote. Welche Versicherer Spitzentarife im Portfolio haben.

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat sein Rating Private Krankenvollversicherung aktualisiert und dabei das Bewertungsverfahren in vier Punkten angepasst. Bereits seit dem letzten Update werden Ergebnisse aus dem map-report einbezogen: finanzielle Stärke, langfristige Beitragsentwicklung sowie Unterstützung und Services für Kunden. Diese Faktoren werden nun von der möglichen Punkteanzahl her stärker gewichtet. Außerdem fließt nun auch der Nachhaltigkeits-Score von Franke und Bornberg ein.

Transportkosten als neuer Mindeststandard

Weitere Anpassungen betreffen das Beschaffungsmanagement bei Hilfsmitteln. Steuerungsinstrumente bewertet Franke und Bornberg angesichts steigender Gesundheitskosten nicht mehr per se negativ. Für die Höchstnote FFF+ reicht künftig eine Erstattung von 100% für Hilfsmittel, auch wenn der Versicherer dabei ein Beschaffungsmanagement vorschreibt.

Tarife ohne Leistungsanspruch auf Transportkosten zu ambulanten Therapien wie Dialyse oder Strahlentherapie kommen künftig über die Note F+ (ausreichend) nicht mehr hinaus. Neu aufgenommen in den Kriterienkatalog haben die Rater die ambulante Palliativmedizin und stationäre Hospizdienste. Insgesamt erfolgt die Bewertung anhand von 112 Detailkriterien in 20 Untersuchungsbereichen.

Jeder elfte Tarif mit Höchstnote

74 von 799 Tarifen können die Höchstnote hervorragend (FFF+) einheimsen. Das entspricht einem Anteil von rund 9%. Zum Vergleich: Im Vorjahresrating erhielten 70 von insgesamt 897 untersuchten Tarifen die Bestwertung, also rund 8%. Für die Höchstnote FFF+ braucht es mindestens 85% der Punkte. Außerdem muss jeder Tarif Mindeststandards erfüllen. Für FFF+ sind dies unter anderem weltweiter Versicherungsschutz, freie Arztwahl, Erstattung über die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ohne vorherige Genehmigung, volle Kostenübernahme im Ein- und Zweibettzimmer sowie mindestens 50 Sitzungen ambulante Psychotherapie pro Jahr. Verfehlt ein Tarif einen Mindeststandard, erfolgt unabhängig von der Punktzahl eine Herabstufung.

 

Franke und Bornberg kürt die besten PKV-Tarife

 

Fast jeder zweite Tarif kommt über die Note befriedigend nicht hinaus

185 Tarife bzw. rund 23% erhalten die Note sehr gut (FFF). 173 der Tarife bzw. rund 22% bescheinigen die Analysten die Note gut (FF+). Für 344 Tarife und damit für 43% reicht es nur für die Note befriedigend (FF). 23 Tarife und damit 2,9% kommen über die Note ausreichend (F+) nicht hinaus. Laut Franke und Bornberg hakt es bei allen dieser 23 Angebote am Mindeststandard für Transportkosten zu ambulanten Therapien.

Bei den 799 Tarifen im Notenspiegel handelt es sich um eine Auswahl aus über 1.400 Tarifkombinationen, die Franke und Bornberg insgesamt beleuchtet. Den Analysten zufolge sind Tarife für spezielle Zielgruppen wie Ärzte mangels Vergleichbarkeit im Notenspiegel nicht enthalten.

Die Versicherer mit den besten PKV-Tarifen

14 Anbieter haben einen Tarif mit der Bestwertung FFF+, also hervorragend, im Portfolio. Diese sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Allianz
  • AXA
  • Barmenia
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse
  • DKV
  • Hallesche
  • INTER
  • LKH
  • Münchener Verein
  • ottonova
  • SIGNAL IDUNA
  • SDK
  • Württembergische
  • UKV – Union Krankenversicherung

Eine Übersicht der Tarife im PKV-Rating 2026 gibt es hier.

Neue Tarife vor allem im Hochleistungssegment

Franke und Bornberg beobachten derzeit keinen klaren Trend in der Tarifentwicklung. Werden neue Tarife auf den Markt gebraucht, dann insbesondere im Hochleistungssegment. Mehr Dynamik sehen die Analysten dagegen bei den Angeboten für Beamte.

Fazit: Höchstnote weiterhin Seltenheitsfaktor

Die Höchstnote bildet laut Franke und Bornberg nach wie vor die Ausnahme, wie der Anteil von gut 9% mit der Note hervorragend zeigt.

„Steigende Gesundheitskosten treffen am Ende alle Versicherten. Statt Leistungen zu kürzen, liegt die Zukunft im Leistungsmanagement. Wer Leistungen klug steuert, ohne sie grundsätzlich zu kürzen, hält den Schutz bezahlbar“, erklärt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

Bei den Transportkosten gehen die Analysten sozusagen keine Kompromisse ein. „Wer zur Dialyse oder Strahlentherapie muss, ist oft mehrmals pro Woche auf Fahrten angewiesen. Ein Tarif, der diese Kosten nicht übernimmt, lässt Versicherte in einer existenziellen Lage allein“, betont Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg. (tik)

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