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6. November 2026
Franke und Bornberg nimmt Kfz-Tarife unter die Lupe
Franke und Bornberg nimmt Kfz-Tarife unter die Lupe

Franke und Bornberg nimmt Kfz-Tarife unter die Lupe

Franke und Bornberg hat das neue Rating zur Kfz-Versicherung präsentiert. 325 Tarife von 77 Versicherern haben die Analysten auf den Prüfstand gestellt. Jeder fünfte Tarif schneidet nur mit der Note ausreichend ab. Woran es bei diesen Policen hakt und was Top-Tarife auszeichnet, die im Wettbewerb vorausfahren.

Pünktlich zur diesjährigen Kfz-Wechselsaison hat das Analysehaus Franke und Bornberg das aktuelle Kfz-Rating veröffentlicht. Dabei bewerten die Analysten ausschließlich die Qualität der Versicherungsbedingungen, der Beitrag fließt nicht ein. Grundlage sind 73 Kriterien in 20 Untersuchungsbereichen aus der Kfz-Haftpflichtversicherung, der Teilkasko, der Vollkasko und den Zusatzbausteinen. Gewichtungsfaktoren sollen dafür sorgen, dass zentrale Leistungen stärker zählen als Randaspekte, wie es von Franke und Bornberg heißt.

Neuerungen im Kriterienkatalog

Die Analysten haben punktuell Anpassungen im Kriterienkatalog vorgenommen. Neu ist das Kriterium Fahrzeugabstellungskosten für Elektrofahrzeuge in der Teilkaskoversicherung. Es erfasst, ob die Versicherung besondere Kosten für das Abstellen eines beschädigten Elektrofahrzeugs auf dem Parkplatz einer Werkstatt trägt. Somit hat das Analysehaus die Anforderungen an die Absicherung von Elektrofahrzeugen im Rating weiter ausgebaut. Sie reichen von der Zustandsdiagnostik des Akkus über Lagerkosten im Wassercontainer und die Entsorgung bis zur All-Risk-Deckung für den Akku.

Teure Schäden an Elektrofahrzeugen

In diesem Zusammenhang weist Franke und Bornberg auf die hohen Werkstattkosten bei E-Autos hin. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lagen die Stundensätze für Elektroautos 2025 im Schnitt etwa 15% über denen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (Stand: 29.10.2026). Insgesamt haben sich die Stundensätze der Kfz-Werkstätten 2025 dem GDV zufolge um 7,5% erhöht. Ersatzteile wurden 5,6% teurer. Laut der Analyse von Franke und Bornberg haben inzwischen viele Versicherer die E-Leistungen in ihre Tarife eingebunden, einige bieten sie jedoch noch als separaten Zusatzbaustein an.

Weggefallen ist hingegen im Rating die Prüfung, ob separate Navigationsgeräte im Bereich Teilkasko zu den versicherten Sachen zählen. Navigationsgeräte seien heute in der Regel fest verbaut und damit Teil des Fahrzeugs, wie Franke und Bornberg hierzu erläutert. Zusammen mit dem neuen Kriterium für Fahrzeugabstellungskosten verringert sich die maximal erreichbare Punktzahl im Rating etwas, die Zahl von 73 Bewertungskriterien bleibt unverändert.

Jeder fünfte Tarif ist nur ausreichend

Insgesamt 325 Tarife von 77 Versicherern hat Franke und Bornberg analysiert. Die Anzahl der untersuchten Angebote ist damit fast identisch mit dem Vorjahr, da waren es 324 Tarife. Nur 92 Tarife erreichen im diesjährigen Kfz-Rating die Bestnote FFF+ (hervorragend).

 

Franke und Bornberg nimmt Kfz-Tarife unter die Lupe

 

73 Tarifen bescheinigen die Rater die Note FFF (sehr gut). 76 Tarife erhalten die Note FF+ (gut). Für 16 Tarife gibt es die Bewertung FF (befriedigend). 68 Tarife und damit jedes fünfte Angebot kommt über die Note F+ (ausreichend) nicht hinaus. Die Noten F (mangelhaft) und F- (ungenügend) hat Franke und Bornberg in diesem Jahr nicht vergeben.

Woran es bei vielen Tarifen hakt

Laut Franke und Bornberg weisen 49 der insgesamt 68 Tarife mit der Note „ausreichend“ Lücken im Bereich von Tierunfällen auf. So leisten viele Basistarife beim Zusammenstoß mit Tieren nur für Haarwild wie Rehe oder Wildschweine. Kollisionen mit anderen Tieren, etwa Pferden oder Hunden, sind in diesen Tarifen über die Teilkasko hingegen nicht abgedeckt. In der Vollkasko sind sie in der Regel als Unfallschaden gedeckt, gehen dann aber zulasten des Schadenfreiheitsrabatts.

Den Mindeststandard für Zusammenstöße mit Tieren aller Art verlangt Franke und Bornberg bereits für die Note FF (befriedigend). Ein Tarif, der nur für Haarwild leistet, kann deshalb unabhängig von seiner Gesamtpunktzahl nicht besser als F+ abschneiden. Dies betrifft insbesondere Basistarife.

„Ob Reh, Pferd oder Hund: Für den Schaden am Auto spielt die Tierart keine Rolle. Ein Tarif, der beim Zusammenstoß nach der Tierart unterscheidet, lässt Teilkasko-Versicherte im Ernstfall mit einer Lücke zurück, die sie beim Abschluss kaum bemerken. Deshalb ist der Schutz bei Tieren aller Art für uns schon ab der Note FF Pflicht“, erklärt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

Tierbissschäden als weiterer Knackpunkt

Als weitere Schwachstelle machen die Analysten bei vielen Basistarife den Bereich der Tierbissschäden aus. So leisten diese Angebote häufig nicht für Folgeschäden durch Tierbisse, oder aber sie sind nur in geringer Höhe versichert. Für Elektrofahrzeuge kommt diese Lücke aber besonders schwer zum Tragen: Ein Marder kann bei einem Elektrofahrzeug auch Leitungen des Hochvoltsystems beschädigen. Für die Noten „sehr gut“ und „hervorragend“ müssen bei Tarifen Folgeschäden durch Tierbiss bis mindestens 3.000 Euro versichert sein.

Was sehr gute und Top-Tarife auffahren müssen

Für die Höchstwertung wiederum setzt Franke und Bornberg unter anderem eine Deckungssumme von mindestens 15 Mio. Euro für Personenschäden voraus, den Verzicht auf einen Abzug neu für alt bei Pkw sowie versicherte Sonderausstattung bis mindestens 10.000 Euro.

Wie die Ergebnisse des aktuellen Ratings zeigen, feilen die Top-Tarife weiter an ihren Leistungen, insbesondere bei der Neupreisentschädigung. Laut Franke und Bornberg ersetzen immer mehr Versicherer nach einem Totalschaden den Neupreis für 48 Monate. Noch häufiger sind 36 Monate. Längere Laufzeiten fließen über das Benchmarking in die Punktbewertung ein. Den Mindeststandard für die Bestnote FFF+ haben die Analysten 2026 aber bewusst bei 24 Monaten belassen.

„Längere Neupreisentschädigungen sind für Versicherte eine erfreuliche Entwicklung. Für unser Rating halten wir in diesem Jahr dennoch an 24 Monaten fest. Wir möchten Qualität sichtbar machen, ohne den Markt zusätzlich anzutreiben“, erklärt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.

Fazit: Große Qualitätsunterschiede

Laut Franke und Bornberg lassen sich im Kfz-Rating 2026 deutliche Qualitätsunterschiede feststellen, die der Preis allein nicht verraten würde. Gerade bei Basistarifen lohne sich der Blick ins Detail, gerade bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art und bei Folgeschäden durch Tierbisse. Haltern von Elektrofahrzeugen empfehlen die Analysten, darauf zu achten, ob Akku-Schutz und weitere E-Leistungen enthalten oder nur als zusätzlicher Baustein verfügbar sind.

Die ausführlichen Ergebnisse des Ratings Kfz-Versicherung 2026 finden Sie auf der Website von Franke und Bornberg. (tik)

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