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28. September 2026
Frühstart-Rente: Streit um Beratung und Vertriebskosten

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Frühstart-Rente: Streit um Beratung und Vertriebskosten

Frühstart-Rente: Streit um Beratung und Vertriebskosten

Vermittler sehen Einschränkungen kritisch

Auch die Vermittler sind noch nicht überzeugt von dieser Ausgestaltung. Das geht aus der „Bonner Erklärung“ hervor, die die Vorsitzenden der Vertretervereinigungen der deutschen Versicherungsunternehmen, das Präsidium des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute e. V. (BVK) und die Vorstände des Arbeitskreises Vertretervereinigungen der Deutschen Assekuranz e. V. (AVV) am 23.09.2026 verfasst haben.

Darin heißt es, dass der BVK besonders die Konzentration der Förderung auf Standardprodukte ohne Beratungspflicht kritisch bewertet. Finanzbildung entstehe nicht allein durch staatliche Zuschüsse oder digitale Informationsangebote, sondern vor allem durch persönliche Beratung und verständliche Orientierung. Zudem warnen die Vermittler davor, den Wettbewerb durch eine einseitige Bevorzugung standardisierter Depotlösungen einzuschränken. Altersvorsorge brauche Vielfalt, individuelle Lösung und einen fairen Wettbewerb der Anbieter, so der BVK in der Bonner Erklärung.

Dass der Versichererverband GDV hier auf der anderen Seite steht, ist bekannt und hat er an der Stelle auch nochmal in einem Statement Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, bekräftigt. Im parlamentarischen Verfahren komme es nun darauf an, die Frühstart-Rente möglichst einfach und leicht zugänglich auszugestalten. „Dazu gehört auch, dass alle Anbieter die staatlich geförderten Beiträge ohne verpflichtende Beratung anbieten zu können.“

Wie geht es weiter?

Blickt man auf die Bundestagsdebatte, so stellt man schnell fest, dass die Fronten schnell und wie immer verteilt waren: Die Koalitionsparteien waren vom Entwurf begeistert, während die Oppositionsparteien um Linke, Grüne und AfD diverse Punkte kritisierten. Die AfD etwa erläuterte, dass 10 Euro viel zu wenig seien, um einen guten Kapitalstock für die Altersvorsorge aufzubauen. Die Linke plädierte dafür, dass Finanzbildung unabhängig sein müsse und nicht aus den Händen der Finanzindustrie kommen dürfe, während die Grünen betonten, dass es ungerecht sei, Kinder auszuschließen, die älter als sechs Jahre sind.

Entschieden worden ist im Bundestag jedoch ohnehin noch nichts. Nach der Erstverlesung ging der Entwurf nun über zur weiteren Beratung in die Ausschüsse. Federführend ist der Finanzausschuss. (mki)

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