Beim Future Forum 2026 am 8. September in Berlin geht es deshalb nicht nur um allgemeine Zukunftstrends. Im Mittelpunkt steht die konkrete Frage: Wie müssen Makler ihren Betrieb heute aufstellen, um auch in den kommenden Jahren eigenständig, wettbewerbsfähig und wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben?
Der Maklermarkt steht vor einer Neuordnung
Die Ergebnisse der Studie „Maklermarkt 2030+“ verdeutlichen den bevorstehenden Strukturwandel: 70% der befragten Alleininhaber sind älter als 51 Jahre, 56% bereits älter als 55 Jahre. Mehr als 40% planen, ihr Unternehmen innerhalb der kommenden rund zehn Jahre zu übergeben oder ihre Tätigkeit zu beenden.
Ein im Rahmen der Studie entwickeltes Szenario geht davon aus, dass die Zahl der Maklerunternehmen bis 2035 um rund 40 bis 50% auf nur noch etwa 10.000 bis 12.000 sinken könnte. Das ist keine feststehende Prognose, zeigt aber die mögliche Größenordnung der Veränderungen durch Verrentung, Konsolidierung und eine begrenzte Zahl an Neugründungen.
Damit werden Bestände, Kundenbeziehungen und Marktanteile neu verteilt. Für jeden Maklerbetrieb stellt sich die Frage, welche Rolle er dabei einnehmen will: eigenständig wachsen, Mitarbeiter aufbauen, Bestände übernehmen, sich einem größeren Verbund anschließen oder die eigene Nachfolge vorbereiten?
Vier Themen für die Zukunft des Maklerbetriebs
Das Future Forum konzentriert sich auf vier Handlungsfelder, die für die weitere Entwicklung vieler Maklerunternehmen entscheidend sind.
Künstliche Intelligenz
KI kann Beratung, Vertrieb und Backoffice effizienter machen. Entscheidend ist jedoch nicht, möglichst viele Anwendungen einzusetzen. Makler müssen klären, wo KI im eigenen Betrieb tatsächlich einen Nutzen stiftet und welche Voraussetzungen dafür bei Daten, Prozessen, Führung und Governance geschaffen werden müssen.
Pools und Konsolidierung
Pools, Verbünde und Konsolidierer übernehmen zunehmend Aufgaben in den Bereichen Technologie, Daten, Prozesse und Bestandsmanagement. Für Makler wird es deshalb wichtiger, die eigene Anbindungs- und Kooperationsstrategie bewusst zu wählen: Welche Unterstützung benötigt der Betrieb? Welche Abhängigkeiten entstehen?
Nachfolge im Maklerhaus
Die Verrentungswelle stellt Betriebe vor eine ungelöste Übergabefrage. Gleichzeitig entstehen Chancen für Makler, die Bestände übernehmen oder Unternehmen zusammenführen wollen.
Beim Unternehmenswert geht es dabei nicht nur um Umsatz und Bestandshöhe. Relevant sind auch die Kundenstruktur, dokumentierte Prozesse, die Abhängigkeit vom Inhaber, das Team und die technologische Aufstellung.
Personalführung
Wachstum setzt voraus, dass Verantwortung nicht dauerhaft ausschließlich beim Inhaber verbleibt. Viele Maklerunternehmen stoßen jedoch beim Aufbau und bei der Führung eines Teams an Grenzen.
Geeignete Mitarbeiter sind schwer zu finden, unterschiedliche Generationen bringen unterschiedliche Erwartungen mit und Führung wurde häufig nie systematisch gelernt. Personalführung wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für Wachstum, Skalierbarkeit und Unternehmenswert.
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