Die Geschwindigkeit bei der Schadenregulierung ist verbesserungswürdig, betonen der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) und der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Der Fachkräftemangel, der demografischer Wandel und unterschiedliche Anforderungen einzelner Versicherer erschweren zügige Prozesse. Vor diesem Hintergrund wollen Versicherer und Vermittler die Abläufe in der Schadenregulierung zusammen schneller machen und verbessern. Wie es in einer gemeinsamen Erklärung heißt, haben sich von GDV, BDVM und BVK darauf verständigt, unnötige Rückfragen, Medienbrüche und manuelle Arbeitsschritte zu verringern, damit sich Schäden schneller und effizienter bearbeiten lassen.
Mindestanforderungen als Grundlage
Den Ausgangspunkt bilden Mindestanforderungen an die Informationen, die Versicherer für eine zügige Schadenerstbearbeitung und die Folgebearbeitung mit möglichst wenig Rückfragen brauchen. GDV, BDVM und BVK haben dafür Art und Umfang der Informationen festgelegt, die bei einer Schadenmeldung zu übermitteln sind. Werden diese Informationen vollständig übermittelt, ist die Grundlage für eine beschleunigte und rückfragearme Schadenbearbeitung gegeben. Die Mindestanforderungen schaffen zugleich Transparenz darüber, welche Informationen für eine zügige Bearbeitung benötigt werden.
Durchgängig digitaler Datenaustausch
GDV, BDVM und BVK setzen dabei auf einen gemeinsamen, durchgängig digitalen Datenaustausch. Im nächsten Schritt wollen Versicherer und Vermittler prüfen, wie dieser Informationsaustausch weiter standardisiert werden – etwa über BIPRO – und durchgängig digitalisiert werden kann. Perspektivisch ist vorgesehen, auch weitere am Schadenprozess beteiligte Dienstleister in einen standardisierten Datenaustausch einzubinden. Ziel ist ein effizienter, medienbruchfreier Prozess, in dem vorliegende Informationen nicht mehrfach ermittelt, übertragen oder abgefragt werden müssen.
Initiative soll Signal setzen
Eine schnelle Schadenregulierung sei ein gemeinsames Interesse von Kunden, Vermittlern und Versicherern, wie GDV, BDVM und BVK betonen. Die Initiative soll zugleich ein Signalwirkung an alle Dienstleister der Branche sein, sich auf diesen gemeinsamen Ansatz einzustellen und entsprechend zu reagieren. Zudem wollen die Versicherer und die Vermittler ein Zeichen setzen, dass sie gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Schadenprozesse einfacher, transparenter und schneller zu machen. (tik)
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